Tagesjournal - von Johny Noer
www.noer.info
2004-08-31

Journal: "Frieden stiftend"
Nr.5

Das göttliche Gegenstück
… zu den boshaften Bündnissen dieser Welt!

Als wir das letzte Mal junge jüdische und palästinensisch-arabische sowie europäische Studenten zu jeweils zwei 10-tägigen Aufenthalten nach Korinth (Griechenland) einluden, war es absolut notwendig, dass sich die Gruppe aus Christen zusammensetzte! Es war jedes Mal ein großartiger Augenblick, wenn wir bei den Andachten unsere Neuen Testamente in hebräischer, arabischer und englischer Sprache aufschlagen konnten, um über den Glauben zu lesen, der uns vereinte. Deshalb war es auch gerade eine solche christliche Familie, die wir vor kurzem in Bethlehem besuchten. Als wir ankamen, sahen wir den jungen Palästinenser, Nader, wie er im Garten hinter der Mauer des verlassenen amerikanisch-presbyterianischem Krankenhaus dabei war, etwas in die ausgetrocknete Erde zu pflanzen. Seine Familie hat sich an diesem Ort niedergelassen. Als er uns sah, warf er die Schaufel von sich und kam freudestrahlend zur Tür, um uns hereinzulassen. Kurz danach saßen wir vor einer dampfenden Tasse Tee und der ganzen Familienschar, die sich um uns versammelt hatte …

Wir glauben, dass es uns gelingen wird, die richtigen jungen Leute für die kommende Wüstenexpedition zu finden. Zweifellos ist ein solcher Dienst das göttliche Gegenstück zu den gegenwärtigen, bösartigen Bündnissen dieser Welt.

Die Mächtigen der Nationen sollten wissen, dass die politisch angespannte Lage in Israel nichts mit einem gewöhnlichen politischen Vorhaben zu tun hat! Wenn sich die nahöstliche Situation zuspitzt, und der Tempelplatz in Jerusalem in den Mittelpunkt des Geschehens rückt, so werden die Herrscher dieser Welt vor einer unlösbaren Aufgabe stehen. Sie täten deshalb gut daran, denjenigen geistlichen Leitern zuzuhören, die ihnen zur Einsicht verhelfen können.

Auch Europa sollte im Hinblick auf seine neuen Bündnisse der Warnung des Propheten Sacharja Gehör schenken, der sagt: "Es spricht der Herr: …siehe, ich mache Jerusalem zu einer Taumelschale für alle Völker ringsum… an jenem Tage, da mache ich Jerusalem zu einem Stemmstein für alle Völker: alle, die ihn hochstemmen wollen, werden sich wund reißen! Und alle Nationen werden sich gegen es versammeln…" (Sacharja 12:1-3).

Ohne dass eine sorgfältige Vorbereitung in der Geschichte stattgefunden hat, kann ein solch globales Bündnis gegen die Heilige Stadt nicht verwirklicht werden. Und genau dies geschieht zurzeit auf dem europäischen Kontinent! Gleichzeitig werden die Gläubigen zusammengeführt, auf die der Herr seine Hand gelegt hat, damit sie das für diese Zeit bestimmte Werk ausführen, das Gott vor Grundlegung der Welt vorbereitet hat!

Vor 500 Jahren schlugen die Erweckungswellen der Reformation über dem verfinsterten Europa des Papstes zusammen. Überall sahen gläubige Männer und Frauen voller Trost zum Himmel auf, denn sie hatten Gewissheit erlangt, dass ihre Sünden durch den Tod Jesu am Kreuz von Golgatha gesühnt waren. Auf neue Weise verstanden sie die Worte des Apostels, der sagt: "wie er uns in ihm auserwählt hat vor Grundlegung der Welt, dass wir heilig und tadellos vor ihm seien in Liebe" (Epheser 1:4). Das schier Unmögliche und Unbegreifliche, dass ein Sünder eine derartige Versöhnung, Reinigung und Rehabilitierung erfahren konnte, die es ihm erlaubt, als "heilig und tadellos" vor das Angesicht Gottes treten zu dürfen, wurde in ganz Europa zu einem lebendigen Glauben. Genau diese Frucht der Reformation möchte Gott nun einsammeln!

Dunkle Wolken ziehen von den "neuen" osteuropäischen Staaten aus über Europa hin: Stark verwurzelter Antisemitismus und (das trifft im Besonderen auf Polen zu) eine verfinsterte Madonna-Verehrung! Damit Europas gottgegebene Bestimmung gegenüber Israel durchgeführt werden kann, ist es von äußerster Wichtigkeit, die reformatorische Sicht der Dinge dort zu bewahren, wo sie im Mittelalter Wurzel geschlagen hat. Sonst vergreifen sich die verblendeten europäischen Staatsmänner wieder an Jerusalem; dabei wird es ohne Blutvergießen nicht abgehen!