Tagesjournal - von Johny Noer
www.noer.info
2004-08-29

Journal: "Frieden stiftend"
Nr.03

Die Herrscher dieser Welt
… erfassen nicht die geistlichen Zusammenhang!

Es kann nicht angehen, dass sich unser Dienst für Europa nur mit den finsteren Visionen der jüdischen Propheten über die Zukunft der europäischen Nationen beschäftigt. Es muss möglich sein, auf einen Weg hinzuweisen, der aus dieser düsteren Bestimmung herausführt, und der aufzeigt, dass man in der gegenwärtigen Situation positiv und Gott wohlgefällig handeln kann. Während ich diese Linien schreibe, werden Vorbereitungen zur kommenden Wüstenexpedition getroffen, an der junge jüdische und palästinensisch-arabische Studenten von beiden Seiten des "Zauns" teilnehmen sollen.

Zu diesem Anlass besuchten Gisèle und ich eine arme christliche Palästinenserfamilie in Bethlehem. Durch diesen Kontakt konnten wir vier junge Leute ausfindig machen (wovon zwei potentielle Mitarbeiter werden könnten). Es gelang uns, die Genehmigung der Eltern und geistlichen Leiter für die Teilnahme an dieser 10-tägigen Zusammenkunft hier in der Zin Wüste einzuholen. Gleichzeitig arbeiten wir jetzt beharrlich daran, die Genehmigung der israelischen Behörden zu erhalten, damit dieses Projekt durchgeführt werden kann. Die weltlichen Autoritäten verstehen nicht immer den geistlichen Zusammenhang; deshalb ist Fürbittegebet vonnöten.

Man kann nicht erwarten, dass die europäischen Staatsmänner und Bediensteten der Ministerien von vornherein etwas von den um Jerusalem her wirkenden Megakräften wissen können. Sie haben keine Ahnung von Gottes Ratschlüssen, die "vor Grundlegung der Welt" festgelegt worden sind; den meisten sind die Worte des Neuen Testamentes nicht bekannt, nämlich dass Gott gerade in dieser Sache "das Geheimnis seines Willens kundgetan nach seinem Wohlgefallen, das er sich vorgenommen hat in sich selbst". Die politisch Verantwortlichen ahnen nicht, dass sie in Kürze bei dem Versuch, den Konflikt in Bezug auf den Tempelplatz zu lösen, in mehr als einem Sinne auf Heiligen Grund treten! Die Regierenden der Welt verstehen sich auf politische Angelegenheiten, doch vernehmen sie weder die Mahnungen noch die drohende Warnung, die sich hinter den Worten des Epheserbriefes verbirgt hinsichtlich des "Geheimnisses seines Willens (kundgetan nach seinem Wohlgefallen), das er sich vorgenommen hat in sich selbst" (1:9). Die geistlichen Leiter der Nationen sind ihnen eine Erklärung schuldig, denn die Ausdrucksweise des Apostels zeigt klar, "dass Gott in dieser Sache keine Einmischung duldet!" Sein Entschluss im Hinblick auf den Leib, der entstehen soll, wenn "die Zeit erfüllt ist" und der sich aus Juden und Heiden zusammensetzt, steht fest. Alles, was sich diesem göttlichen Plan entgegenstellen will, muss aus dem Weg geräumt werden.