Tagesjournal - von Johny Noer
www.noer.info
2004-09-13

"YES TO GOD"
Journal Nr. 4

DIE ZEIT DER UNWISSENHEIT
... wird nun in der Geschichte Europas ein neues Kapitel eröffnet?

Mit einem deutlichen Hinweis auf antike Geschichte und Philosophen heißt es in der Einleitung zum neuen europäischen Grundgesetz, dass es nun darum geht, aus dem "kulturellen, religiösen und humanistischen Erbe" zu schöpfen. Im Hinblick auf "das Religiöse" geht aus dem Verfassungstext hervor, dass die christliche Botschaft unverwähnt bleiben soll. Der Gott der Bibel will man aus allem heraushalten …

Der Apostel Paulus hielt an dem vornehmsten Treffpunkt Athens, dem Areopag, eine Freiluftversammlung ab (Apostelgeschichte 17:19). Dort sprach er sich klar gegen den Götzendienst der Griechen an diesem Ort aus. Er endete seine Rede mit folgendem Aufruf, der im Zusammenhang mit dem neuen, griechisch-inspirierten Verfassungstext hochaktuell ist: "Nachdem nun Gott die Zeiten der Unwissenheit übersehen hat, gebietet er jetzt den Menschen, dass sie alle überall Buße tun sollen!" (Vers 30)

Es besteht kein Zweifel daran, dass der gute Heilige Geist überall in Europa eine Widerstandsbewegung ins Leben ruft, um dem geistlichen Übergriff des neuen EU-Manifests entgegenzuwirken. Zur Zeit sollen die Kräfte durch eine gemeinsame Stellungnahme gebündelt werden. Interessierte können sich auf der Internetseite: www.YES-to-GOD.com melden und weitere Informationen erhalten.

Darüber hinaus möchte ich noch folgendes erklären:

Der britische Außenminister, Jack Straw, äußerte den Wunsch, die neue EU-Verfassung in Taschenformat veröffentlichen zu können. In diesem Fall müssten jedoch die Taschen des Außenministers die Ausmaße einer Dokumentenmappe haben, denn die Konstitution umfasst 325 Seiten und wiegt 626 Gramm. Ansonsten scheint aber der englische Außenminister mit der Verfassung zufrieden zu sein! In der Zeitschrift "Economist" legt er seine Ansichten dar...

Ein Punkt ist mir dabei ins Auge gefallen!

Die neue Bestimmung schreibt vor, dass die EU zukünftig alle nationalen Parlamente über die verschiedenen Gesetzesentwürfe in Kenntnis setzen muss! Es ist unbegreiflich, dass es eine solche Anordnung vorher noch nicht gegeben hat! Die Gläubigen Europas können in diesem Zusammenhang mit Recht die Frage stellen, in welchem Umfang die Streichung der christlichen Werte vorher mitgeteilt worden ist. So weit bekannt ist, wurde diese Angelegenheit nur beiläufig in den Landesparlamenten erwähnt! Die Verantwortung für eine so wichtige Sache wie die Formulierung der Präambel, bei der von der Lebensanschauung und der Seele Europas die Rede ist, sollte nicht nur einer Person überlassen bleiben. Diese Entscheidung sollte nicht einmal von 25 Unterschriften abhängen. Wenn das Bibelwort erklärt, dass "ein Volk ohne Offenbarung verwildert"(Sprüche 29:18), so werden die in der Verfassung niedergelegten Zukunftsvisionen nicht in Erfüllung gehen; stattdessen wird ein Volk ohne Offenbarung seinem unglückseligen Schicksal überlassen bleiben. Deshalb sollten alle Gläubigen die gegenwärtige Konstitution entschieden zurückweisen.

Während einer 6-wöchigen Periode soll der Entwurf in den nationalen Parlamenten erörtert werden. Damit ist nicht gesagt, dass die einzelnen Staaten etwas ändern können, doch haben sie die Möglichkeit, einen Antrag auf Überprüfung gewisser Punkte zu stellen...

Ein übernationales System formiert sich, um die Macht zu ergreifen! Es findet eine Übertragung von Machtbefugnissen statt, die auf der Grundlage eines klaren atheistischen Standpunktes getroffen werden. Die Situation ruft uns die 30er Jahre in Erinnerung; sie führten zu einem gottlosen totalitären Staat und einer Kriegskatastrophe! Die Nationalstaaten können nicht als Sprachrohr dienen, wenn es um Fragen des Lebens und der Ewigkeit geht; denn ihr Sinn ist verdunkelt! Ihre Parlamente scheinen nur noch als "Vorzimmer" des EU-Rats zu fungieren. Die eigentlichen Entscheidungen finden nur in der EU selbst statt! Ein neues Weltungeheuer wird mit einer solchen Macht ausgestattet, dass es sogar auf gesetzlichem Wege die Möglichkeit hat, noch größere Macht an sich zu reißen! Trotz des in den einzelnen Staaten festgelegten Verbots gegen Aufgabe ihrer Unabhängigkeit und dem klaren Nein einiger Staaten, Brüssel solche Machtbefugnisse zu übertragen, wird daran gearbeitet, die Nationen zur Zustimmung der vorgelegten Verfassung zu zwingen!

Für die Christen Europas ist diese Sache einfach und unkompliziert! Da ein gottloser Superstaat die christlichen Werte mit Füssen tritt, müssen sich Christen überall sammeln und gegen derartigen Terror zu Felde ziehen. Sie sollen dies in der Gewissheit tun, dass das ‚Tier', wenn es die Macht ergreift, die europäischen Gläubigen und ihre Familien, Kinder, Eigentum und Gemeinden zu vernichten gedenkt...