Tagesjournal - von Johny Noer
www.noer.info
2004-05-01

Europa Journal Nr. 16

DAS KERKERLOCH
... die Schweigenden entkommen!

"Ich rühme mich dessen, was andere heute verurteilen," schreibt C.H. Spurgeon. Und dann fährt er fort: "Ich rühme mich ein "Sektierer" genannt zu werden."

Und weiter: Ein Mensch, der die Wahrheit ernst nimmt, wird sogleich als "Sektierer" gestempelt, doch sobald er aufhört für die Wahrheit zu streiten, für sie zu kämpfen, sie zu suchen, zu verteidigen und zu gewinnen, wird sie aus seinem Land verbannt, und der Irrglaube wird die Oberhand gewinnen."

Deshalb möchte ich einen jeden fragen: Bis Du Dir darüber im Klaren, dass die neue EU-Verfassung darauf hinzielt, wahrheitssuchende Christen als "Sektierer" abzustempeln und ist es Dir bewusst, dass sich der Irrglaube in Deinem Land ausbreitet, wenn Du nicht für die Wahrheit streitest, kämpfst, sie suchst, verteidigst und Dir die Wahrheit zu eigen machst!

Da wir vor der EU-Herausforderung stehen, das Grundgesetz der protestantisch geprägten Länder Europas umformen zu lassen, damit es der neuen europäischen Konstitution angepasst werden kann, und man uns dabei spöttisch ermutigt, schweigend zuzusehen, wie das gesetzmäßige protestantische Bollwerk zerstört wird, erlaube ich mir die Worte des Bischofs J.C. Ryles aus dem Buch: "Die wahre Kirche" zu zitieren: "Es ist schwer genug gegen den Teufel, die Welt und das Fleisch im eigenen Lager kämpfen zu müssen - ohne nach dem Schwert zu greifen! Doch wie viel schwerer ist es, mit ansehen zu müssen, wie unser Land langsam aber sicher von Irrlehren überschwemmt wird ...

Die protestantische Reformation konnte nur durch Kampf gewonnen werden! Wenn es nach Meinung der meisten ginge, so hätte eine Reformation niemals stattfinden dürfen! Um des Friedens willen hätten wir bis zum heutigen Tag Maria anbeten und unsere Knie vor Bildern und Reliquien beugen sollen ...

Ich sehe jedoch Paulus als die aufständischste und streitbarste Person in der ‚Apostelgeschichte'.

Aus diesem Grunde wurde er mit "der Neunschwänzigen" ausgepeitscht, gesteinigt und wie tot liegengelassen. Er wurde gebunden, ins Kerkerloch geworfen, vors Gericht gebracht und entkam mit knapper Not einem Mordversuch. Dieser Mann war so überzeugt, dass die ungläubigen Juden in Thessaloniki klagten: "Er ist es, der die halbe Welt in Aufruhr gebracht hat, und nun ist er bis zu uns gekommen!"

Möge Gott sich der Pastoren erbarmen, deren einziges Ziel der Wachstum ihrer Organisation ist, und deren Hauptsorge darin liegt, dass "ihr Boot nicht in unruhige Gewässer gerät". Vielleicht entgehen sie dadurch Konflikte und Konfrontationen, doch vor dem Richterstuhl Christi sieht ihre Sache anders aus ...

"Alles hat seine Zeit," sagt Salomon, und jedes Ding unter dem Himmel seine Zeit: ..."Krieg hat seine Zeit und Frieden hat seine Zeit" (Prediger 3:1+8).

Herausgefordert durch die neue EU-Konstitution, die Gerichte, Ketten und Gefängnis ankündigen, ist die Zeit für einen Krieg angebrochen ...

Im übrigen sage ich: Die Entsendung eines dänischen homosexuellen Botschafters und seines Partners nach Israel ist nicht nur eine Schande für das dänische Königreich, sie ist gleichermaßen Ausdruck europäischer Handlungsweise!