Tagesjournal - von Johny Noer
www.noer.info
2004-04-29

Europa Journal Nr. 14

DIE EIDABLEGUNG IM ALTEN EUROPA
... an deren Wortlaut festgehalten werden muss!

Muss zuerst eine Grundgesetzänderung vorgenommen werden, bevor die dänische Königin Margarethe an einer katholischen Messe teilnehmen kann? Bei seiner Krönung musste Georg der V. folgenden Eid ablegen: "Ich, Georg, bekenne, bezeuge und erkläre hiermit in der Gegenwart Gottes feierlich und ernsthaft, dass gemäss meines Glaubens im Sakrament des Abendmahles keine Verwandlung von Brot und Wein in den wahren Leib und das Blut Jesu stattfindet ... und dass dies weder während noch nach der Einweihung geschehen kann, egal wer diese vorgenommen hat!" Bei der Krönung musste er hinzufügen: "Ich erkläre, dass das Anrufen und die Anbetung der Jungfrau Maria und anderer Heiliger sowie das Messeopfer, wie es in den römischen Kirchen dargebracht wird, Aberglauben und Götzenanbetung ist!"

Der dänischen Königin wurde zwar kein solcher Eid abverlangt, doch ist sie per Gesetz an die evangelisch-lutherische Kirche gebunden, d.h. sie stimmt auf diese Weise dem o.g. Krönungseid zu. Vom dänischen Volk wird erwartet, dass es die gleiche Haltung einnimmt..

Der ehemalige französische Präsident, Valery Giscard d'Estaing, Vorreiter des Abkommens über die Zukunft der EU traf sich bereits im Februar 2002 mit Papst Paul II zu einem Gedankenaustausch über den kommenden EU-Vertrag.

Wenn deshalb diese neue Verfassung, deren Diskussionsgrundlage zuvor vom früheren französischen Präsidenten ausgearbeitet worden ist, dem europäischen Volk vorgelegt wird, darf sich niemand wundern, wenn versucht wird, einige Paragraphen des nationalen Grundgesetzes in den protestantischen Ländern für ungültig zu erklären..

Seit Jahren sind Bestrebungen im Gange, durch die Ökumene eine Weltkirche zu schaffen, und man will den Leuten weismachen, dass sich die katholische Kirche in entscheidenden Lehrfragen geändert habe. Dies ist jedoch nicht der Fall!

Anlässlich des Zweiten Vatikanischen Konzils sprach Johannes der XXIII. von "neuen offenen Türen". Alle teilnehmenden Bischöfe mussten jedoch folgende Erklärung abgeben:

"Alles, was im Widerspruch zur Katholischen Kirche steht, alle falsche Lehre, die von der Kirche verurteilt und verbannt wurde, werde auch ich verurteilen, ablehnen und verbannen (Reformation Review Okt.1963, Seite 35).

Auf dem gleichen vatikanischen Konzil (1962-65) wurde festgelegt, dass "falls jemand sagt, dass in der Messe (beim Abendmahl) kein wahres und echtes Versöhnungsopfer für die Lebenden und die Toten dargebracht wird, und dass das dem Gläubigen Gereichte etwas anderes ist als Christus selbst, d.h. die in den Leib und das Blut Christi verwandelten Elemente, so sei er verflucht ...und wenn jemand sagen wolle: "Tut dies zu meinem Gedächtnis," so sei er verdammt!" (Council of Trent, session 22, conm. 1,2 on sacrifice of the mass).

Die evangelischen Gemeinden, die an diesen Worten des Neuen Testaments festhalten wollen: "Denn einen solchen Hohenpriester sollten wir haben ... ihm ist nicht täglich Not, Opfer zu tun ... denn das hat er getan ein für allemal, da er sich selbst opferte (Hebräer 7:26-27) werden von der Katholischen Kirche "verdammt", und diejenigen, welche die mit dem Abendmahl in Verbindung stehenden Worte: "Tut dies zu meinem Gedächtnis" vorlesen (so wie ich es selbst tue), werden von der Katholischen Kirche verbannt.

Diese Drohungen werden sich aber auf die Dauer nicht alleine auf Worte beschränken! Wenn durch die neue EU-Verfassung einer offiziellen Kirche Macht gegeben wird, nach ihrem Gutdünken schalten und walten zu können, werden die Verfolgungen zunehmen.

Ein dunkler Schatten fällt auf uns nieder. Ein Todespakt wird uns zur Unterschrift vorgelegt. Möge die rechte Hand dessen, der das Ja ankreuzt, verdorren!


Im übrigen sage ich: Die Entsendung eines dänischen homosexuellen Botschafters und seines Partners nach Israel ist nicht nur eine Schande für das dänische Königreich, sie ist gleichermaßen Ausdruck europäischer Handlungsweise!