Tagesjournal - von Johny Noer
www.noer.info
2004-04-25

Europa Journal Nr. 10

DAS LEERE VERSPRECHEN
Der Respekt gegenüber nationalen Gesetzen ist dahin!

Die wenigsten ahnen, was sie da eigentlich unterschreiben, wenn ihnen die EU-Verfassung als etwas Empfehlenswertes vorgelegt wird. Während alle Kräfte mobilisiert werden, um die wirtschaftlichen und politischen Vorteile dieser Verfassung hervorzuheben, verstehen nur wenige, dass die Gläubigen Europas dabei sind, einen Bund mit dem "Stellvertreter Christi" in Rom zu schließen. Und während versucht wird der nationalen Gesetzgebung seinen protestantischen Status zu entziehen, hat die polnische Polizei damit begonnen, die evangelischen Kirchen in Polen unter die Lupe zu nehmen. Man notiert sich die Namen der Leiter, die Anzahl der Gemeindemitglieder und untersucht, ob sie sogenannte "antidemokratische Tendenzen" aufweisen. Verschiedene evangelische Kirchen in Polen wurden als "destruktive Sekten" hingestellt, die "eine Gefahr für die Gesellschaft" seien.

Ein Pater namens Tedeusz Rydzyk, der in seinem Radioprogramm und der Zeitung die Protestanten verteidigte, wurde zum Schweigen gebracht. Als nämlich der katholische Kardinal und mehrere Bischöfe nicht vermochten ihn mundtot zu machen, hetzte man die Steuerbehörde auf ihn. Seine Stimme ist seitdem nicht mehr zu hören..

Doch wir können unsere Stimme noch erheben! Deshalb sammeln sich Christen überall, damit sie gehört werden können.

Im Amsterdam Vertrag Nr.11 ist zu lesen: "Die Europäische Union respektiert den Status der nationalen Gesetzgebung in Bezug auf Kirchen und religiösen Vereinigungen in den Mitgliedstaaten."

Diese feierliche Erklärung hat mit der neuen Verfassung, die in diesem Jahr verabschiedet wird, keine Gültigkeit mehr. Von da an können die einzelnen Länder gezwungen werden ihre Gesetzgebung zu ändern. Falls sich das Volk weigert, muss mit Sanktionen gerechnet werden. Die Gesetze der Länder, die dem evangelisch-protestantischen Gedankengut den Vorrang geben, stehen im Widerspruch zum gesamten EU-Konzept, das jegliche Diskriminierung verbietet. Die gemachten Versprechungen sind heute wie "vom Winde verweht"! Der Respekt gegenüber nationaler Gesetzgebung existiert nicht mehr! Das fundamentale Recht der Reformation in Europa wird angefochten; das Papsttum rückt uns auf den Leib und raubt die Freiheit, die durch die Reformation gewonnen wurde!

Der Apostel Petrus war berufen worden, dem auferstandenen Herrn als Apostel der Juden zu dienen. "Als sie sahen, dass mir das Evangelium für Unbeschnittene (Nichtjuden) anvertraut war, ebenso wie Petrus das für die Beschnittenen (Juden) ... gaben sie mir und Barnabas den Handschlag (Galater 2:7-9). Petrus ist niemals Bischof in Rom gewesen und die nachfolgenden römischen Bischöfe (Päpste) können deshalb auch nicht seine Nachfolger sein. Auch hat Petrus nicht (wie die Päpste behaupten) 25 Jahre lang den römischen Bischofsstuhl innegehabt. Der Papst ist nicht "der Stellvertreter Christi" auf Erden. Es ist eine Irrlehre, zu glauben, dass "kein Mensch selig werden kann, es sei denn, er erkennt die Macht dieses "Stellvertreters Christi" an. Ebenso wie die Christen der Reformation sich weigerten, in diesem Punkt nachzugeben, so sollen auch die evangelischen Christen die durch das Gesetz geschützte Recht einfordern und sich nicht dem neuen geistlichen "Statthalter" Europas unterwerfen.

Übrigens: Die Entsendung eines dänischen homosexuellen Botschafters und seines Partners nach Israel ist nicht nur eine Schande für das dänische Königreich, sie ist gleichermaßen Ausdruck europäischer Handlungsweise!