Tagesjournal - von Johny Noer
www.noer.info
2004-04-24

Europa Journal Nr. 9

DER HISTORISCHE ANSPRUCH DES PAPSTES
... greift auf Europa über!

Wenn die neue EU-Verfassung den Europäern zur Entscheidung vorgelegt wird, sollten die Gläubigen genau darauf achten, welches Verfahren der Europarat bei zwei früheren Beschlüssen angewandt hat. Und zwar geht es hier um alle an den Rat und die EU-Kommission weitergeleiteten Aufforderungen (22.5.84 und 29.2.96), in denen es heißt, dass Maßnahmen zur Kontrolle und Registrierung bestimmter religiöser Sekten getroffen werden sollen, hierunter die Errichtung einer Datenbank für ganz Europa. Der Vorschlag kann nur nach geltenden Gesetzen der Religionsfreiheit durchgeführt werden. Das heißt, dass das durch das Grundgesetz gesicherte protestantische Recht in einigen Ländern erst abgeschafft werden muss, bevor man aktiv werden kann. Dem Vorschlag zufolge geht es dabei nicht alleine um neuerstandene, neureligiöse Sekten; die Forderung gilt auch den "existierenden christlichen Kirchen und "Gemeinschaften", ohne dass unmittelbar eine strafbare Handlung vorliegen muss; alleine die Tatsache, dass die EU ein Einschreiten als notwendig ansieht, genügt! Der Bischof von Rom macht sein historisches Recht geltend. Die Protestanten aller Länder sollten sich vereinen!

Im Jahre 800 wurde Karl der Große, ein ergebener Katholik, als "Imperator Romanorum" gekrönt, d.h. als Kaiser von Rom. Papst Leo III.. setzte diesem "christlichen" Kais Westeuropas die Krone auf. Er selbst wurde als "Rex Pater Europal" (Königlicher Vater Europas) ausgerufen. Die Krönung bestätigte die Auffassung, dass die kaiserliche Krone eine päpstliche Gabe darstellte, und dass das europäische Königreich im Grunde genommen dem Bischof von Rom gehört. Die Geschichte spricht hier eine deutliche Sprache; sie sollte nicht vergessen werden, wenn die EU mit einer neuen Verfassung "gekrönt" werden soll. Die größten Anstrengungen werden unternommen, um die Paragraphen in Europas nationalen Gesetzen zu streichen, die der Reformationslehre eine Vorrangstellung gewähren. In diesem Zusammenhang sollten sich die evangelischen Christen Europas die Bedeutung der Worte Jesu ins Gedächtnis rufen, die er an den Apostel Petrus richtet (Matthäus Evangelium 16. Kapitel).

"Was sagt ihr, wer ich bin," fragt Jesus. Simon Petrus antwortete: "Du bist Christus, der Sohn des lebendigen Gottes!" Jesus antwortete ihm: Glückselig bist du Simon, Bar Jona, denn Fleisch und Blut haben es dir nicht geoffenbart, sondern mein Vater im Himmel. Aber auch ich sage dir, dass du bist Petrus, und auf diesen Felsen werde ich meine Gemeinde bauen, und die Pforten der Hölle werden sie nicht überwältigen" (16-19).

In diesem Schriftabschnitt erkennen wir deutlich den Stellenwert der Offenbarung! Petrus ist nicht aufgrund menschlicher Einflüsse zu der Erkenntnis gelangt, dass Jesus der Sohn Gottes ist! Deshalb erklärt Jesus, dass "mein Vater im Himmel" ihm dieses Geheimnis offenbart hat ... und dass Jesus auf diese felsenfeste Offenbarung und Überzeugung seine Gemeinde bauen will! So lange es lebendige Christen mit diesem Glauben und dieser Offenbarung gibt, wird das Totenreich die Gemeinde Jesu nicht überwältigen können.

Die Grundfeste der protestantischen Gemeinde besteht darin, dass sie in eine immer größere Offenbarung hineingeführt wird. In diesem Licht werden die Gläubigen verstehen lernen, welchen Platz Israel im endzeitlichen Geschehen einnimmt. Man will nun versuchen, diese Offenbarungsströme und ihre freie Entfaltung zu unterbinden, indem man die Gesetze in den Konstitutionen jener Länder entfernt, die dem Sieg der Reformation sein Recht einräumen. Dadurch werden Der Flut katholischer Finsternis Tür und Tor geöffnet, denn angeblich hätte Jesus mit den an Petrus gerichteten Worten die zukünftige Macht des Papstes angesprochen. "Die Kirche wird auf Petrus selbst als dem ersten Bischof von Rom gebaut," behauptet die katholische Kirche in ihrer Lehre. Die EU bereitet im Geheimen den Weg für die Machtstellung des Papstes vor. Alle, die sich außerhalb der katholischen Kirche befinden oder die ihren Dogmen widersprechen, werden als Sekten deklariert und demzufolge verboten und verfolgt werden.

Übrigens: Die Entsendung eines dänischen homosexuellen Botschafters und seines Partners nach Israel ist nicht nur eine Schande für das dänische Königreich, sie ist gleichermaßen Ausdruck europäischer Handlungsweise!