Tagesjournal - von Johny Noer
www.noer.info
2004-04-21

Europa Journal Nr. 6

EUROPAS KAMP IM JAHRE 1530
... nationale Beschlüsse sind in Gefahr!

In Europa ist die Unruhe zu spüren! Selbst die Tatsache, dass starke Kräfte im Gange sind, die das christliche Erbe Europas in der neuen Konstitution unerwähnt lassen möchten (das Wort ‚Gott' darf darin nicht vorkommen) und dadurch Leidenschaften entfacht wurden, so ist dies gar nichts verglichen mit dem weitaus entscheidenderen Schritt, die Spuren der Reformation in dem vom Protestantismus geprägten Ländern Europas zu tilgen. Damit dem EU-Riesen die politische Souveränität und religiöse Freiheit übertragen werden kann, müssen in einigen Ländern Gesetzesveränderungen vorgenommen werden. In diesem Zusammenhang tun wir gut daran, "an die Tage der Vorzeit zu denken und auf die Jahre von Generation zu Generation acht zu geben (5. Mose 32:7). Lasst uns daran denken, was im 16. Jahrhundert in unseren Städten und Ländern geschah. Wir wollen es laut in unseren Gottesdiensten und Versammlungen verkündigen. Lasst uns diese dringende Botschaft an andere weitergeben!

Der dänische König, Friedrich I. z.B. war gegenüber dem aus Deutschland kommenden reformatorischen Gedankengut positiv eingestellt. Obwohl er es in der ihm vorgelegten Urkunde auf sich genommen hatte "die Ketzer auf Leben und Tod zu bestrafen," stand er den neuen Strömungen wohlwollend gegenüber. Er war der Überzeugung, dass der Glaube eine freie Entscheidung sei (so wie dies seitdem im dänischen Grundgesetz festgelegt ist, in dem es im Paragraph 67 heißt: "Der Bürger hat das Recht, sich einer Gemeinschaft anzuschließen, in der er Gott auf die seiner Überzeugung entsprechenden Weise anbeten kann ...)

Deshalb kam die neue Lehre an. Der redegewandte, offenherzige dänische Pfarrer Hans Tausen predigte in der Stadt Viborg und später als Kaplan des Königs in Kopenhagen. Die Zahl der Anhänger des Evangeliums stieg zu dem Zeitpunkt stetig an, obwohl die Anhänger des Papststuhls auf jede erdenkliche Weise seine Ausbreitung zu verhindern suchten. Da die neue EU-Verfassung nun vorgelegt werden soll, in der das im Grundgesetz meines Landes verankerten Protestantismus angegriffen wird, ist es interessant zu beachten, dass im Jahre 1530 auf dem Reichstag der Hauptstadt 43 Kopenhagener Artikel" vorgelegt wurden, in der der Missbrauch Roms zur Sprache kam. Es wurde der Beschluss gefasst, dass die Heilige Schrift als einzige Norm für christliche Lehre und Leben gelten solle. Wir sollten uns an die vor gut 475 Jahren erteilte Genehmigung erinnern: Die freie Verkündigung des Wortes Gottes!

Nach dem Tod dieses wohlwollenden dänischen Königs im Jahre 1533 war mein Land aufgrund politischer und religiöser Streitigkeiten 3 Jahre lang ohne König. Die päpstliche Kirche erhob in dieser Zeit wieder ihr Haupt und führte strenge Maßnahmen gegen die evangelischen Christen durch. Doch als ein neuer König gewählt wurde, der die Obergewalt in Kopenhagen übertragen wurde, nahm man die katholischen Bischöfe in Gewahrsam und enthob sie ihren Ämtern. Auf dem Reichstag von 1536 wurde die Reformation offiziell anerkannt und eingeführt.

Diese Ereignisse, die Dänemark als protestantisches Land ausweisen, sollen nun aus der Erinnerung verbannt werden. Ein europäischer Reichstag moderner Prägung soll nun durch eine neue Konstitution unter dem EU-Sternenbanner die Völker um ihre Meinung befragen. Mit der Verabschiedung dieser Verfassung, die große nationale Veränderungen unumgänglich macht, wird Europa die Krone und den Siegeskranz verlieren, die sie durch die Reformation gewonnen hatten und für die frühere Geschlechter ihr Blut vergossen haben. Es wird der Versuch unternommen, den freien evangelischen Gemeinden in den Ländern Europas ihre Identität zu nehmen. Eine Zeit des Kampfes steht uns bevor.

Im Übrigen: Die Entsendung eines dänischen homosexuellen Botschafters und seines Partners nach Israel ist nicht nur eine Schande für das dänische Königreich, sie ist gleichermaßen Ausdruck europäischer Handlungsweise!