Tagesjournal - von Johny Noer
www.noer.info
2004-10-20

"ERBTEIL"-JOURNAL
Nr.1

DER ERBTEIL
… Europas Anteil am Heiligen Land kann nicht mit dem Schwert erkämpft werden!

Das mir auf dem Herzen liegende Thema in den nachfolgenden Journalen hat mit der geistlichen Realität zu tun, die meiner Ansicht nach das erste und eigentliche Feindesziel der europäischen Verfassung ist. Es geht hierbei nämlich nicht in erster Linie um den Tempelplatz in Jerusalem! Beim Kampf dreht es sich nicht nur um die Errichtung des dritten jüdischen Tempels in der Heiligen Stadt (wie ich in einer Reihe früherer Tagesjournale beschrieben habe) Nein, die Aufmerksamkeit richtet sich auf einen anderen Bau "der zusammengefügt wird und zu einem heiligen Tempel im Herrn heranwächst" (Epheser 2:21) Dieses geistliche Heiligtum entsteht in dieser Zeit überall dort, wo sich die Gläubigen "mit aufbauen lassen zu einer Behausung Gottes im Geist" (Vers 22).

Da der Apostel den Ausdruck: "mitaufgebaut" im Hinblick auf die nichtjüdischen Gläubigen verwendet, (und dadurch deutlich macht, dass zum Aufbau dieser Behausung Gottes im Geist zwei "Parteien" gehören) kann man meiner Meinung nach daraus schließen, dass dieses besondere Werk in Israel, dem Land der Juden, stattfinden wird. Das heißt, dass sich diese Christus-Offenbarung der "Behausung Gottes" an dem Ort entfaltet, an dem sie sich zuerst manifestiert hat. Und dies war damals in Form eines Wüstenzeltes, des Tabernakels. Das gilt auch heute noch, und der Ort ist immer noch die israelische Wüste. Jetzt geht es nicht allein darum, der Gottlosigkeit mit einem Nein entgegenzutreten, (Titus 2:12) sondern in seiner ganzen Konsequenz Ja zu Gott zu sagen. Diejenigen, die es auf dem Herzen haben, nicht nur das Böse zurückzuweisen, sondern auch das Gute zu tun, sollten sich im Hinblick auf die Verantwortung Europas gegenüber Israel bei www.YES-to-GOD.com melden. (Es werden weiterhin Übersetzer für diese Tagesjournale gesucht).

Es folgen weitere Erläuterungen:

Wenn der Apostel im Hinblick auf Jesus Christus erklärt, dass "in Ihm die Fülle der Gottheit leibhaftig wohnt" (Kolosser 2:9), so ist dies keine geringe Aussage! Denn erstens steht ein für alle mal fest, dass Jesus Gott ist, und dass Er und der Vater die gleiche Fülle der Herrlichkeit Gottes besitzen. Dies ist sehr wichtig, denn ich erlebe viele Schattierungen verschiedener Lehrauffassungen hier in Israel, die die Gottesfülle und Gottesherrlichkeit dem Herrn Jesus Christus absprechen wollen. Zweitens - und dies ist mein eigentliches Thema - können wir nur in Christus das Land einnehmen, das Gott uns verheißen hat. Dabei denke ich natürlich in erster Linie an "das Land", das die Gläubigen überall im geistlichen Bereich einnehmen sollen, doch will ich nicht verhehlen, dass für mich persönlich auch ein Wüstenstreifen vor meinem inneren Blick auftaucht, und zwar das Stück Wüstenboden hier in Israel, zu dem Gott uns in seiner Gnade geführt hat. Seit einiger Zeit vernehme ich, dass genau diese vertrockneten Sanddünen, auf denen der Pilgerkonvoi nach 25-jähriger Reise "gestrandet ist" unseren Erbteil ausmachen! Gleichzeitig bin ich mir darüber im Klaren, dass ich nicht so viel wie einen Fußbreit dieser unfruchtbaren und steinigen Steppe bekommen werde, wenn ich sie nicht in Christus erwerbe. Wenn der Apostel im nächsten Abschnitt des Kolosserbriefes hinzufügt: "In IHM (Jesus) seid ihr zur Fülle gebracht. Er ist das Haupt jeder Gewalt und jeder Macht" (Vers 10) - so sind mir die Richtlinien vorgegeben!

Dabei kann ich weder auf die irdischen Behörden noch auf irgendeinen Menschen zählen. Wenn "alle meine Fülle in IHM ist", so schließt dies jeden Quadratmeter Wüstenboden in Israel mit ein! Denn das ganze Land gehört IHM, und ER gibt es, wem ER will! Doch nicht genug damit! Es gehört unmittelbar mit zum Erlösungswerk, dass die Erben ihr richtiges Erbteil bekommen! Aufs Neue möchte ich - der Vollständigkeit halber - den geistlichen Besitz erwähnen, der den Gläubigen in Christus übergeben wird, doch kann ich weiterhin nicht leugnen, dass das irdische Erbteil, das der Herr in seiner Gnade für uns im verheißenen Land vorgesehen hat (so glaube ich) "auf dem Bildschirm erscheint". Gerade in diesen Tagen stehen entscheidende Verhandlungen mit den Behörden und Privatpersonen an (zwecks Bodenerwerb)! Ich sehe darin eine größere Perspektive als nur eine Wohnstatt für mich und meine Familie sowie Freunde, die sich gerufen wissen sich einem solchen Projekt anzuschließen; ich sehe die Erfüllung eines Teils von Gottes Erlösungsplans in Christus, und ich bin davon überzeugt, dass gerade weil die Dimensionen größer sind als unser Auge wahrnehmen kann, sich die "Fülle", die in Jesus ist, öffnen, und die Verwirklichung einer geistlichen Herrlichkeit sich manifestieren muss…