Tagesjournal - von Johny Noer
www.noer.info
2004-10-19

TAGESJOURNAL
Thema: Erbteil
Einleitung

GRÖSSENWAHNSINN
… wenn Europa eine 4000 Jahre alte Warnung missachtet!

Die nachfolgenden täglichen Schreiben habe ich gerade in einer Zeit verfasst, in der ich dabei bin, Land in Israel zu erwerben. Kein großes Gebiet, bloß ein unbedeutendes Stück Wüstenboden in der vulkanheißen Arava-Ebene südlich vom Toten Meer. Die Umstände haben mich jedoch dazu gezwungen, das vergilbte Dokument mit den an Abraham ausgehändigten Bundesverheißungen hervorzuholen. In diesem Zusammenhang taucht der Ernst der Lage im Hinblick auf die Stellung Europas zur vorgelegten EU-Verfassung wieder vor meinem inneren Auge auf. Und die Verantwortung, die bezüglich der Aneignung einer historischen Verheißung schwer auf den Schultern der Gläubigen in Europa lastet! Deshalb lauten die Titel der fünf "Erbteil-Journale wie folgt:

1. DER ERBTEIL
… Europa Anteil am Heiligen Land kann nicht mit dem Schwert erkämpft werden!

2. DER KAMPF UM DAS LAND
… Gottes Vorsehung im Hinblick auf den Anteil der Heiden!

3. DER NEUE VERTRAG
… der die Kräfte des Abgrundes in Bewegung versetzt!

4. GLOBALE AUFMERKSAMKEIT
… im Hinblick auf das eigenartigste Paktabkommen der Welt!

5. DAS WEGWEISERSCHILD AN DER KREUZUNG
… das Europa den Weg des Segens oder des Fluchs aufzeigt!

Die folgenden "Erbteil"-Journale wurden vor dem Hintergrund eines 4000 Jahre alten vergilbten Dokuments geschrieben, das in der Debatte um die schicksalhafte EU-Verfassung aufgetaucht ist. Die Völker Europas, die mehr oder weniger unwissend sind, was die EU-Konstitution anbelangt, müssen bald ihre Stellungnahme dazu abgeben. Wenn ich sage "unwissend", so meine ich damit natürlich nicht, dass die europäischen Länder in Bezug auf eine generelles politisches, kulturelles oder soziales Verständnis rückständig sind, sondern ich spreche von einer weit verbreiteten geistlichen Unkenntnis, was die Wichtigkeit des Verhältnisses zwischen Israel, dem jüdischen Volk und der übrigen nicht-jüdischen Weltbevölkerung anbelangt. Die alten Schriften über die ersten Tage der Erde, die dieses Thema behandeln, werfen neues Licht auf die ernste Wahl, vor der die europäischen Völker jetzt stehen. Ja, die Situation ruft den entscheidenden Augenblick in Erinnerung, als der Herr durch Moses zu Israel sprach: "Siehe, ich lege euch heute Segen und Fluch vor: den Segen, wenn ihr den Geboten des HERRN, eures Gottes gehorcht, und den Fluch, wenn ihr den Geboten des HERRN, eures Gottes nicht gehorcht und von dem Weg, den ich euch heute gebiete, abweicht" (5. Mose 11:26-28).

Das Dokument, auf das ich hinweise, und das neues Licht auf die Stellung der europäischen Bevölkerung zum neuen Grundgesetz wirft, erwähnt den gleichen Kreuzweg. Es beschreibt die glückliche Tatsache, dass "alle Geschlechter der Erde" mit in dem Segen und der Zusage eines ewigen Erbteils eingeschlossen sind, die Abraham verheißen wurde: "In dir sollen alle Geschlechter der Erde gesegnet sein", heißt es im tausend Jahre alten Bundesabkommen (1. Moses 12:3). Doch gleichzeitig wird ein deutliches Wegweiserschild aufgestellt! Die EU-Verfassung versucht, dieses niederzureißen, indem sie eine solche Warnung nicht gelten lässt. "Ich will segnen, die dich segnen", lauten die an Abraham gerichteten Worte, "und verfluchen, die dich verfluchen" (Vers 3). Die Regierenden in Europa haben sich in die Reihe der unglückseligen Könige, Fürsten, Präsidenten, Kanzler, Premierminister, Medienpäpste und Finanzkaiser eingeordnet, die in der Vergangenheit immer wieder versucht haben, dieses Wegweiserschild zu entfernen. In ihrem Größenwahnsinn haben sie die größte Warnung aller Zeiten missachtet und sind verflucht worden. Ihr verzweifelter Ruf steigt aus der Tiefe auf: "Ich leide Pein in dieser Flamme!" (Lukas 16:24). "Sende jemand zum Haus meines Vaters… damit sie nicht auch an diesem Ort der Qual kommen!" (Vers 27-28).

Gleichzeitig werden die Gläubigen Europas aufgefordert sich zu erheben, und im Glauben die Verheißung in Anspruch zu nehmen, die sie zu "Miterben" macht, und sie in den Segen mit einschließt, der durch Abraham Israel zugesagt worden ist, und zwar dem Israel, das "in den Fußspuren des Glaubens wandelt, den Abraham hatte" (Römer 4:12).