Tagesjournal - von Johny Noer
www.noer.info
2004-08-07

Journal: Eisen und Ton
Nr. 5

Das römische Eisenszepter
… die politische und religiöse Verfassung!

Als ich mich in einem der vorherigen Journale mit der eisernen Hand des "Vierten Reiches" beschäftigt, und dabei besonders "die autoritäre, politische Bewegung hervorgehoben habe, die sich hinter der neuen EU-Verfassung verbirgt, so habe ich nicht die religiöse neue Verfassung erwähnt, die gerade vom Papst in Rom unterschrieben wurde. Dabei geht es um die Liturgie-Reform, die 1965 während des 2. Vatikanischen Konzils ihren Anfang nahm, und die angeblich die größten Änderungen in der Geschichte der Katholischen Kirche (innerhalb der letzten 500 Jahre) mit sich bringen sollte. Das Dokument des Papstes liegt zurzeit nur in italienischer Sprache vor. Daraus geht deutlich hervor, dass eine eiserne, unbewegliche Hand unmissverständlich zum Ausdruck bringt, dass die protestantischen Christen nicht mit einer Änderung der Lehre rechnen können, der sich die Reformatoren vor 500 Jahren entgegenstellten und dabei mit ihrem Blut bezahlten! Die Kardinäle stehen weltweit überall Schulter an Schulter, und es kann kaum daran gezweifelt werden, dass der letzte Schachzug "der Gegenreformation" schon stattgefunden hat. Die zwei Verfassungen gehen Hand in Hand. Die politische und die religiöse. Sie haben das gleiche Ziel und die gleiche Absicht: Verfolgung der wahren Gläubigen Europas und Angriff auf Israel.

Kann es sein, dass ich einige gesehen habe, die mit hochgezogenen Augenbrauen den Kopf schüttelten, als ich in meinen Journalen über die von Rom ausgehende Gefahr sprach? Gehe ich recht in der Annahme, dass einige mir mit Skepsis begegnen, wenn ich gegen die im Vatikan verwurzelte EU-Kirche warne, die sich auf die Suche machen wird, um "die wahren Kinder der Reformation" zu erfolgen? Habe ich Unrecht, wenn ich voraussage, dass die Katholische Kirche sich in seinen Lehrfragen knallhart erweisen wird, und dass die schwachen, entkräfteten evangelischen Landeskirchen den Kürzeren ziehen werden, d.h. sich beugen müssen, um dann gemeinsam mit dem Vatikan gegen die reformierten "Sekten" anzugehen. Ist dies wirklich der Fall (also, dass Rom in seinem Kampf gegen die Reformation Rom verbleibt) dann schenke dem Dokument, das der Papst gerade mit altersschwacher, zitternder Hand unterschrieben hat, deine Aufmerksamkeit. Denn es wird beweisen, dass die Bereitschaft des Papstes der heutigen reformatorischen Bewegung zu begegnen, unwahr ist. Diese "neue Verfassung" (die die Katholische Kirche auf die politische Verfassung folgen lässt) ist wie gehärteter Stahl: unbeugsam! Wie ein Eisendolch bohrt sie sich mitten ins Zentrum der großen Meinungsverschiedenheit, die 500 Jahre zwischen Katholiken und Protestanten im Hinblick auf das Abendmahlverständnis geherrscht hat. Die Reformierten sagten nein zu der Auffassung (die Rom weiterhin verfechtet), dass Brot und Wein beim Abendmahl buchstäblich verwandelt werden in den wahren Leib und das wahre Blut Christi (der nach dem Abendmahl übrig gebliebene Rest muss verschlossen aufbewahrt werden. Ihm wird Ehrfurcht und Anbetung abverlangt, denn nach ihrer Auffassung ist Christus dort körperlich anwesend) In dem päpstlichen Dokument, das auf Latein die vornehme Bezeichnung: "Redemptionis Sacramentum" (Das Sakrament der Erlösung) erhalten hat, legt der Papst fest, dass bezüglich der Frage des Abendmahles in keinem Punkt nachgegeben werden darf." Nur geweihte Priester können "die Wandlung" der Abendmahlsubstanzen vollziehen. Der Gemeinde wird das Trinken aus dem Kelch verweigert, und dies trotz Jesu Worte: Trinket alle daraus!" (Matth. 26:27). Diese "katholische Mahlzeit" wird von 400.000 Menschen täglich auf der ganzen Welt eingenommen, doch damit ist Rom noch nicht zufrieden! Die protestantischen Länder sollen nun mit einbezogen werden, und die unbewegliche Eisenfaust passt genau hinein in den "Handschuh" mit der EU-Verfassung, die danach ihre Hände nach "den wahren Kindern der Reformation" ausstrecken wird…