Tagesjournal - von Johny Noer
www.noer.info
2004-08-04

Journal: Eisen und Ton
Nr. 2

Die Todesfalle
… diejenigen, die "das Tier" wählen, werden es bekommen!

Das Schlimmste, was einem Volk passieren kann, ist, dass "Gott sie dahingibt". Der Apostel erklärt im ersten Kapitel an die Römer, dass dies eintreffen wird, wenn Gottes Endgericht über diese Erde verhängt wird. So wird "Gott sie dahingeben" (1:24). Das heißt, dass die Völker nach ihrem eigenen Willen handeln können. Wenn sie ein grausames System haben wollen, werden sie ein grausames System bekommen! Wenn sie den Teufel wählen, werden sie den Teufel bekommen. Wenn sie Finsternis, Lüge und Ungerechtigkeit wollen, werden sie Nacht, Unwahrheit und Leiden bekommen.

"Weil sie Gott kannten, ihn aber weder als Gott verherrlichten noch ihm Dank darbrachten, sondern in ihren Überlegungen in Torheit verfielen und ihr unverständiges Herz verfinstert wurde … darum hat Gott sie dahingegeben"! (Römer 1:21 + 24).

Die EU-Verfassung rückt nun den Leuten auf den Leib. Schließlich wird den Europäern die Entscheidung überlassen! Der Gott des Himmels will nämlich nicht nur den Beschluss der Regierungsverantwortlichen sehen! ER will sehen, wie sich die Volksmenge entscheidet! Da Länder und Nationen nach der Wahl gerichtet werden, die sie selbst getroffen haben, geht es bei der EU-Verfassung um eine völkerrechtliche Angelegenheit. Und das heißt wiederum, dass auch die Gläubigen ihre Stimme abgeben müssen. Dabei sollte ihnen bewusst werden, dass "die Tage böse sind", und dass sie daher "die gelegene Zeit auskaufen sollen" (Epheser 5:16).

Das Volk soll eine neue Verfassung annehmen, doch gleichzeitig schweigen! Es soll anderen "Fronvögten" die Zügel überlassen und sich ruhig verhalten. Das Volk soll sich wortlos den neuen Gesetzen und den neuen Herren unterordnen. Es soll sich neuen Königen, Kaisern und Päpsten unterstellen, doch ja nicht wagen, seine Stimme zu erheben …

Dieses ist das wunderschöne, demokratische System, das uns durch die EU-Verfassung versprochen worden ist. Wenn auch nicht in geschriebener Form, so doch zumindest in der Praxis!

"Mein Sohn, hast du gebürgt für deinen Nächsten, für einen Fremden deinen Handschlag gegeben, bist du verstrickt durch deines Mundes Worte, gefangen durch die Worte deines Mundes, so tu denn dies, mein Sohn: Reiß dich los, da du in deines Nächsten Hand gekommen bist! Geh unverzüglich hin und bestürm deinen Nächsten! Gönne deinen Augen keinen Schlaf und keinen Schlummer deinen Wimpern! Reiße dich los wie die Gazelle aus der Hand des Jägers und wie ein Vogel aus der Hand des Vogelstellers." (Sprüche 6:1-5).

Mit der vorliegenden Verfassung, die nun dem europäischen Volk von Brüssel aus angeboten wird, ist der letzte Handschlag gegeben! Die entscheidende Macht geht in die Hände eines neuen Herrschers über. Schon bei der Unterzeichnung der Verfassung wird er sein wahres Gesicht zeigen.

Fast 60 Jahre nach Abschluss des letzen großen Krieges in Europa fürchten sich die Regierenden vor den so genannten "Populisten", d.h. Leute, die die Dinge so einfach darlegen können, dass selbst große Volksmassen anfangen zu begreifen, worum es eigentlich geht! Aus Furcht vor neuen Demagogen und Volksverführer, die schlimmstenfalls die EU-Regierung in liturgischen Farben darstellt und auf ihren religiösen Hintergrund verweist, wünschen die Machthaber dem Volk den Zutritt zur Wahlurne zu verwehren; sie wollen die wichtigen Entscheidungen selbst treffen!

Die Frage ist jedoch, ob Gott dies zulassen wird. Ein europaweites Referendum wird deutlich zeigen, was die Menschen wollen! Wie dies früher in der Geschichte Europas der Fall war, so wird es auch jetzt gehen: "Wenn das Volk das "Tier" haben will, werden sie es bekommen!

Die Gläubigen sollen jedoch den Mahnungen der Schrift folgen. Sie sollen sich keinen Schlaf und Schlummer gönnen, bevor sie den letzten Handschlag abgewehrt haben.
Als freie Vögel sollen sie sich dem Todesnetz des Vogelstellers entkommen. Ohne zu zögern sollen sie sich in den Kampf begeben, um sich selbst und ihre Familien von den scharfen Krallen des Wildtieres zu retten! "So tu denn dies, mein Sohn!" ruft Salomo aus (Sprüche 6:1-5): "damit du wieder frei werdest"!