Tagesjournal - von Johny Noer
www.noer.info
2004-12-29

"DORNRÖSCHEN"- JOURNAL
Nr.5

"DIE SIEBENFACHE VERURTEILUNG"
… eines kirchlichen Trauungsrituals für Homosexuelle!

Jetzt ist der Augenblick für mich gekommen, aus der Dänischen Volkskirche auszutreten!

Einige werden sich sicherlich darüber wundern, dass ich dies nicht schon längst getan habe, doch bis zu diesem Augenblick habe ich mich immer darüber gefreut, dass auch in dieser Kirche das Wort Gottes verkündigt wird! Ich war froh, die tausende von Kirchtürmen in der Stadt und auf dem Land zu sehen. Darüber hinaus haben mich die vielen persönlichen Freundschaften mit guten dänischen, gläubigen Pastoren und Laien von diesem Schritt abgehalten. Auch habe ich gerne die jährliche, geringe Kirchensteuer gezahlt, um u.a. dazu beizutragen, dass die Glocken weiterhin geläutet werden, statt nur die Rufe von den Minaretten hören zu müssen. Auch habe ich dadurch irgendwie die Väter ehren wollen, die in Dänemark am Evangelium festgehalten haben, das mir Errettung brachte…

Doch jetzt trete ich aus!

Wenn man innerhalb der kirchlichen Organisationen Unterschriften gegen homosexuelle Trauungen in der Kirche sammelt, so weiß ich, dass ihre Gegner nur darüber lachen.

Es betrübt mich, feststellen zu müssen, dass mein eigenes Land in so ausgeprägtem Maße führend ist in Europa, wenn es darum geht, mit der in der EU-Verfassung zum Ausdruck gebrachten Haltung gegenüber Homosexuelle Schritt zu halten!

Der gegenüber den dänischen Bischöfen ausgeübte Druck ist inzwischen so stark, dass diese sich darauf einstellen, eine gemeinsame Trauungszeremonie auszuarbeiten. Dadurch kann die lutherische Staatskirche in Dänemark zukünftig das Verhältnis einer "miteinander eingegangenen Partnerschaft" bestätigen. Dies geschieht trotz der siebenfachen, neutestamentlichen Verurteilung von Homosexualität, die 1) als schändliche Leidenschaft, 2) als unnatürlicher Verkehr 3) als Unzucht, 4) als Schamlosigkeit, 5) als Verirrung, 6) als den Sinn verwerfend und 7) als ungeziemend bezeichnet wird (Römer 1:26-28).

Die Bischöfe treffen sich nun in DK, um u.a. zu untersuchen, wie die 1997 erteilte Erlaubnis gehandhabt wurde, die den dänischen Pfarrern die Möglichkeit gab, eine bereits eingegangene und offiziell registrierte Partnerschaft durch einen besonderen Gottesdienst zu markieren. Jetzt ist man dabei, den nächsten Schritt zu tun. Die Bischöfe sollen nun ein richtungweisendes Ritual für einen solchen Gottesdienst ausarbeiten.

39 Pfarrer haben sich in einem offenen Brief an die dänische Kirchenministerin gewandt und sie aufgefordert, "den Homosexuellen das Recht auf eine juristisch bindende Trauung zu sichern". Die 39 Pfarrer werden von einem Kopenhagener Gemeindepfarrer angeführt, der selbst mit seinem männlichen homosexuellen Partner in einer registrierten Partnerschaft lebt…

Die kirchliche Organisation "Innere Mission", führt in diesem Zusammenhang z.Zt. eine Unterschriftensammlung durch. Meiner Ansicht nach können diese Unterschriften kaum etwas ausrichten! Nur eine große Anzahl Kirchenaustritte könnte dieses nach und nach antichristliche System erschüttern. Um etwas zu erreichen, müssten die 200-300 Pfarrer, die noch an die Bibel als das Wort Gottes glauben, ganz massiv dagegen angehen. Die gläubigen Pfarrer sollten sich über den Grund im Klaren sein, weshalb laut letzter Meinungsumfrage 55 % der Bevölkerung mit der kirchlichen Trauung von Homosexuellen einverstanden ist. Diese hunderte und tausende von Männern und Frauen sind nie darüber belehrt worden, dass "die solches tun, des Todes würdig sind, sie üben es jedoch nicht allein aus, sondern haben auch Wohlgefallen an denen, die es tun" (Römer 1:32).