Tagesjournal - von Johny Noer
www.noer.info
2004-08-20

Journal: Die Bestie
Nr. 3

Die Herrscher der Finsternis
… die die Entwicklung in Europa steuern!

Den europäischen Bürgern fällt es schwer, etwas Schreckenerregendes in der aktuellen EU-Entwicklung zu sehen. Beim Lesen meiner zwei vorhergehenden Abschnitte: "Eiserne Zähne und eherne Klauen", sowie "das schreckenerregende Raubtier" werden sie kopfschüttelnd diese Schriften mit der Bemerkung zur Seite legen: "Sie sind zu extrem. Es besteht keine Beziehung zwischen den wohlgeordneten, sozialen Verhältnissen, für die sich die Regierungsverantwortlichen in Einheit und mit Würde und Effektivität einsetzen, und den in diesen Schriften beschriebenen Alpträumen. Die Worte des Apostels können darauf eine Antwort geben. Er warnt vor "den listigen Anläufen des Teufels" (Epheser 6:11). Er erklärt, dass es bei dem Kampf nicht um einige menschliche, sichtbare Phänomene geht, sondern (wobei er ins Detail geht) um den Kampf gegen "Mächtige und Gewalten, gegen die Herren der Welt, die in dieser Finsternis herrschen, gegen die bösen Geister unter dem Himmel" (Epheser 6:12).

Aus eben diesem Grund müssen die Gläubigen die geistlichen Strömungen unserer Zeit mit wachsamen Augen verfolgen; dann werden sie auch "diese vier Könige" entdecken. Sie werden sie gar beim Namen nennen können, denn sie ähneln den furchtbaren Bildern, die Daniel in einer nächtlichen Vision zu sehen bekam.

Als Daniel nach der Bedeutung dieser vier Meeresungeheuer fragt, bekommt er folgende ganz konkrete Antwort: "Diese großen Tiere - es sind vier - bedeuten: vier Könige werden sich von der Erde erheben (Daniel 7:17). Aus dem Zusammenhang geht jedoch hervor, dass es sich hierbei nicht nur um "irdische Könige" handelt. Mächtige, unheimliche und übernatürliche Kräfte stehen hinter diesen vier Gestalten und verrichten ihr Werk. Und das in einem solchen Maße, dass Daniel zugeben muss: " Mir Daniel wurde mein Geist tief in meinem Inneren bekümmert" (7:15).

Wenn wir deshalb die gegenwärtige Entwicklung in Europa mit den prophetischen Visionen vergleichen, so erscheint nichts Unheimliches oder Aufsichtserweckendes an der Errichtung dieses neuen Reiches zu sein. Das Zusammenschmelzen der 25 Staaten (die sich noch vor einer Generation bitter bekämpft haben, und deren Todeskampf damals in Ruinen zu enden schien) geht nun friedlich und in aller Ruhe und Verträglichkeit vor sich. Der Händedruck und das Lächeln sprechen für sich! Um zu begreifen, über welche "vier Könige" Daniel spricht, müssen wir ‚hinter die Kulissen' schauen und beobachten, was in der geistlichen Welt vor sich geht. Wir müssen versuchen herauszufinden, was Daniel mit "dem aufgewühlten Meer" meint,(7:2) und was es bedeutet, dass "vier große aus dem Meer heraufsteigen" (Vers 3).

Wir sind dem merkwürdigen Phänomen bereits dadurch auf die Spur gekommen, dass wir uns auf Folgendes festlegen können: "Die vier Könige" treten irgendwie gleichzeitig auf und die ersten drei überleben den vierten und letzten König, da "ihre Macht und Lebensdauer nach dem schrecklichen Tod des vierten Tieres "genau festgelegt wurden". Allmählich ahnen wir, dass wir uns nicht damit begnügen können, allein die äußeren Umstände in Betracht zu ziehen, wenn wir den seltsamen Zusammenhang verstehen wollen. Hinter den scheinbar friedlichen und ruhigen, ja harmonischen Begebenheiten können geistliche Stürme brausen, und hinter den vornehmen Gewändern und leuchtenden Palästen können sich unheimliche, mörderische und übernatürliche Raubtiere verbergen. Daniel hat sie gesehen. "Die vier großen Tiere bedeuten," erklärt man ihm, "dass vier Könige sich von der Erde her erheben". Das, was ihm "in einem Gesicht in der Nacht" offenbart wurde (Vers 2), waren keine irdischen Monarchen! Nein, er sah einen "Löwen mit Adlerflügeln, Bären mit blutigem Rachen, Panther mit vier Köpfen" (Vers 4-5). Er sah "einen Krieg gegen die Heiligen" (Vers 26), und er endet seinen Bericht mit den Worten: "Mich Daniel, ängstigten meine Gedanken sehr, und meine Gesichtsfarbe veränderte sich an mir. Und ich bewahrte die Sache in meinem Herzen (Vers 28).

Dieses Bild - und nicht das TV-Bild, das uns ein herzliches und friedliches Treffen der Staatsmänner vor Augen malen will, sollten die Gläubigen in Europa verinnerlichen.