Tagesjournal - von Johny Noer
www.noer.info
2004-08-16

Journal: Das Tier
Nr. 4

Das Ziel des Monsters:
… die Gläubigen Europas und danach Israel

Obwohl man in Berlin nicht gerade begeistert war über die Entscheidung Englands, eine Volksabstimmung über Europas Verfassung abzuhalten, so darf man doch davon ausgehen, dass ein generelles Referendum durchgeführt wird, sodass die vielen Millionen Europäer selbst zu dieser ernsthaften Herausforderung Stellung nehmen können. Die Übergabe an den EU-Riesen wird nicht die Sache eines Staatsmannes sein! Die Volksmassen fordern Mitbestimmung! Sollte ein Land zwischen die Krallen des Tieres geraten, so gilt das geistliche Prinzip, dass jeder Bürger dafür mitverantwortlich ist. Aus diesem Grunde ist es mehr denn je Aufgabe der Gläubigen, ihre Stimme zu erheben. Sie sehen mehr als die meisten und ahnen tief im Herzen, wohin diese Entwicklung führt. In Wirklichkeit stehen die protestantischen Gemeinden in einem Existenzkampf. Kommt das Monster an die Macht, sind die Tage der Freiheit für die Gläubigen gezählt. Israel wird dann das nächste Ziel sein.

Nachdem der Prophet Jesaja genau die Arbeit des "Goldschmiedes" beschrieben hat (worüber das gestrige Journal berichtet), die dazu beitragen soll, das Götzenbild zu errichten und zu schmücken (wie wir dies heute überall in Europa sehen können), wendet er sich an Israel: "Du aber, Israel, mein Knecht," ruft Jesaja aus, "Jakob, den ich erwählt habe…"

Alles dreht sich letzten Endes um Israel! Die EU-Verfassung hat nichts anderes im Sinn! Obwohl die dicht geschriebenen Seiten über Wohlfahrt, Kultur, Humanismus, Sicherheit, Gesetz und Recht einen anderen Eindruck vermitteln, so erklärt der jüdische Prophet, dass Israel das eigentliche Endziel ist! Dieses liegt im Text verborgen; es kann somit nicht mit bloßem Auge wahrgenommen werden… Deshalb ist es aufschlussreich, dass der Prophet plötzlich die Arbeit des Goldschmiedes unterbricht, und auf den Kern der Sache zu sprechen kommt: "Du aber, Israel!" (Jes. 41:8).

Jesaja tritt mitten zwischen das fleißig am Götzenbild arbeitenden Volk. Er unterbricht den "Polier" in seiner wichtigen Arbeit. (Es muss Leute geben, die sich darauf verstehen, Dinge zu glätten, damit die goldene Oberfläche wunderbar erstrahlt und das Volk begeistert, Vers 7.) Der Prophet bringt auch den Schweißer dazu, seine Arbeit zur Seite zu legen. Alle, die damit beschäftigt sind, das Götzenbild zu befestigen, damit es nicht wackelt, sollten dem Wort des Propheten Aufmerksamkeit schenken: "Du aber, Israel," sagt er, "du Spross Abrahams, meines Geliebten…" (Vers 8).

Ein halbes Jahrtausend später erklärt der Apostel: "So sage ich: Hat denn Gott sein Volk verstoßen?"(Römer 11:1) Er gibt selber eine Antwort auf die Frage, die sich heute die Nationen selbst stellen: "Das sei ferne!" (Vers 1) Die Begründung des Apostels ist die gleiche wie die des Propheten. "Gott hat sein Volk nicht verstoßen, welches er sich zuvor ersehen hat." (Vers 2) Jesaja erklärt diesen Ewigkeitsumstand auf seine Weise. "Wer hat es gewirkt und getan? Der die Generationen ruft von Anbeginn. Ich, der HERR, bin der Erste, und bei den Letzten bin ich derselbe." (Jesaja 41:4).

Die Staatsmänner Europas sollten es sich gut überlegen, bevor sie Hand an Jerusalem legen. "…ich mache Jerusalem zu einem Stemmstein für alle Völker," warnt der Prophet Sacharja (12:3) und den Regierenden sagt er: "alle, die ihn hochstemmen wollen, werden sich wund reißen…" (Vers 3). Er sagt nicht (was mehr natürlich gewesen wäre), dass "sie sich verheben werden". Nein, er deutet an, dass Blut fließen wird. Leider sehen wir ein Abbild dieser düsteren Voraussage allzu deutlich vor unseren eigenen Augen …