Tagesjournal - von Johny Noer
www.noer.info
2004-08-14

Journal: Das Tier
Nr. 2

Deutliche Bilder
…. die nicht Vergessenheit anheim fallen dürfen!

Die 25 Außenminister der Europäischen Union sind sich darüber einig, dass sie sich nicht von der selbständigen US-Politik im Nahen Osten überrumpeln lassen wollen. Die Union unterstützt die palästinensische Selbstverwaltung mit 250 Millionen Euro im Jahr. Die EU besteht darauf, dass Amerika zum festgesetzten Zeitpunkt der irakischen Übergangsregierung die Zügel in die Hand gibt. Auch versucht sie, sich in dem mächtigen Quartett, das aus der EU, UNO, USA und Russland besteht, Gehör zu verschaffen. All dies ist ein deutlicher Beweis dafür, dass Europa dabei ist, die entscheidende Rolle zu übernehmen, für die es den biblischen Prophetien zufolge vorherbestimmt ist.

Die deutlichen Bilder des jüdischen Propheten Daniels über das endzeitliche Irak und Europa sollten wach gehalten werden. Es ist wichtig, dem achten Kapitel im Buche Daniel besondere Beachtung zu schenken. Darin wird berichtet, dass der gewalttätige, ungebändigt rasende Widder zu einem bestimmten Zeitpunkt von einem noch Furcht einflößenderen Ziegenbock angegriffen wird. Der Prophet erklärt, dass die zwei kämpfenden Bestien jeweils das persische und das griechische Reich versinnbildlichen. Die eine der beiden Zivilisationen, die nicht als aus dem Dschungel kommendes, wild umherlaufendes Raubtier dargestellt wird, sondern als das stärkste und gefährlichste Tier des Feldes versinnbildlicht geographisch gesehen den jetzigen Iran und Irak. Die Gegend in der die biblischen Flüsse Euphrat und Tigris die fruchtbaren Ebenen des alten Babylons durchströmen. Die andere gehörnte Bestie ist an der äußersten Spitze Europas zu Hause, das damalige und heutige Griechenland, das den europäischen Kontinent repräsentiert.

Die Gläubigen können ruhig vergessen, was Bibel- und Schriftgelehrte des letzten Jahrhunderts versucht haben, ihnen einzureden, nämlich dass all dies bereits 300 v. Chr. durch Alexander den Großen in Erfüllung gegangen ist. Kein geringerer als der Engel Gabriel erklärt dem Propheten, dass "Gesicht auf die Zeit des Endes geht" (8:19). Ja, Jesus erklärt, dass Daniels Worte über diese Ereignisse der Zukunft angehören (Matthäus 24:15) - deshalb können sie unmöglich vor Seinem Kommen stattgefunden haben…

Gleichzeitig wird unsere Aufmerksamkeit auf die Zukunftsvision des Propheten Hesekiel über den "Dritten Weltkrieg" gelenkt. Dieser wird oft als "Gog Krieg" bezeichnet (Hes. Kap. 38-39). Alliierte Kräfte nördlich von Israel werden "ein Land angreifen, das dem Schwert entrissen ist, und zu dem Volk kommen, das aus vielen Völkern gesammelt ist, nämlich auf die Berge Israels (Hes. 38:8).

Die zunehmende Irritation der Europäer darüber, dass Israel in zunehmendem Maße auf "Terrordrohungen" reagiert und in eigener Regie einige der führenden geistlichen Hamas-Selbstmordattentatsleiter liquidiert hat, zeigt, dass der europäische Kontinent nicht im Sinne hat, die Ereignisse als Zuschauer an sich vorüberziehen zu lassen. Er will selbst am Nahostdrama teilnehmen. Er möchte selbst im Mittelpunkt des Geschehens stehen, dort, wo das Schicksal der Nationen entschieden wird.

England steht plötzlich - fast überraschend - vor einem enorm entscheidenden Kampf im Hinblick auf die vorliegende EU-Verfassung. Die britische Bevölkerung scheint völlig erschüttert zu sein. Den wenigsten ist klar, dass einer der entscheidenden Faktoren, die hinter allen diesen gewaltigen Ereignissen steht, die Macht ist, die der Apostel Jakob, wie folgt, beschreibt. Er erklärt:

" Des Gerechten Gebet vermag viel, wenn es ernstlich ist" (5:16). Was Staatsmänner in dieser Stunde nicht erreichen können, das können einige wenige christliche Fürbitter in den verschiedenen Ländern im geistlichen Bereich ausrichten. "Elia," erklärt der Apostel (indem er auf die entscheidendsten Perioden in der Geschichte Israels hinweist) "war ein schwacher Mann wie wir" (Auf diese Weise war er dem Herrn Jesus ähnlich, als dieser Menschengestalt annahm und das menschliche Geschick mit uns teilte). Doch "Elia betete ein Gebet, dass es nicht regnen sollte …" Der Prophet schloss auf diese Weise die Schleusen des Himmels in einer Anzahl von Jahren! Solche Leute sind auch heute noch zu finden: Sie werden "die Gerechten" gennannt. Diejenigen, die das Geheimnis der Gerechtfertigung kennen und deshalb "Macht mit Gott haben".