Tagesjournal - von Johny Noer
www.noer.info
2004-12-01

"DAS GESPENST DER 30ER JAHRE"
Nr.11

DER TYRANN
… der auf den Widerstand der Christen traf!

"… aus dem halbdunklen Kirchenraum tauchte eine Männerschar auf. Sie trat unter das Kirchengewölbe. Sie stellte sich als "Heimliche Staatspolizei" vor. "Alle Anwesenden haben sich umgehend auszuweisen!" forderten sie. Es waren elf-zwölf Personen. Nachdem alle Personalien untersucht worden waren, zogen sie sich zurück und verglichen die Namen mit denen auf ihrer Liste. Danach verhafteten sie zwölf von unseren Brüdern. Als dies geschah, erhob sich der ganze Brüderrat und sprach einstimmig das Bekenntnis: "Dein Wort, ist unser einziger Rat, deine Kirche unser Schild im Kampf!"

Bevor die Verhafteten fortgeführt wurden, trat Pfarrer Koch vor den Altar, streckte seine Hände segnend aus über sie und sprach: "Möge der Herr, der Allmächtige Gott euch bewahren, im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes!" Danach wurden die acht Gefangengenommenen ins Polizeigefängnis am Alexanderpalast gebracht…

Eine Abteilung der Polizei blieb zurück, um weitere Schriften und Aktenstücke zu beschlagnahmen.

Dies ist der Bericht über das am 23. Juni 1937 in einer Berliner Kirche stattgefundene Ereignis, das während einer Brüderratssitzung in der evangelischen Kirche stattfand. Die Begebenheit fand zwischen 10.30 und 12.00 Uhr statt. Ort: Friedrich Werderschen Markt.

Wann wird es im neuen Europa zu ähnlichen Berichterstattungen kommen? Diejenigen, die die Gefahr erkennen, sollten sich bei folgender Internetadresse melden: www.YES-to-GOD.com.

Der zweite Abschnitt in der Warnschrift der Bekenntnissynode der evangelischen Kirche von damals scheint in der Einleitungsphase für ein neues Europas in prophetischer Weise direkt an die Gläubigen Europas gerichtet zu sein. Es geht um die Verpflichtung, allen totalitären Bestrebungen ein Ende zu machen, damit Gott weiterhin als oberste souveräne Macht anerkannt wird! Jeder diktatorische Gedankengang hasst solche Einwände. Der Tyrann sandte die an Jesus gläubigen Christen in den Tod…

"Der Staat besitzt seine Hoheit und Macht durch das Gebot Gottes und seine gnädige Anordnung. Darin ist alle menschliche Autorität begründet und begrenzt", heißt es im Schreiben der damals verfolgten Christen an die bösen Machthaber des Reiches. Es war eine unvermeidliche Konsequenz dieses Schreibens, dass die Frontfigur der Bekenntniskirche, Pastor Martin Niemöller, am 1.Juli 1937 verhaftet wurde. Mit dem Urinstinkt des Machtmenschen sah der Führer in Berlin diesen Mann als seinen Hauptfeind an. Er ließ ihn nicht aus dem Konzentrationslager entkommen…

Das Bekenntnis ist ganz auf das Zeugnis der Schrift gegründet. Es heißt nämlich, dass "Gott Zeiten und Fristen ändert, dass er Könige absetzt und einsetzt, dass er den Weisen Weisheit und den Einsichtigen Erkenntnis gibt" (Daniel 2:21) oder: Jesu Antwort an Pilatus: "Du hättest keinerlei Macht über mich, wenn sie dir nicht von oben gegeben wäre!" (Johannes 19:11).

Den Christen in Rom, wo der verrückte, rücksichtslose Mörder und Christenverfolger, Kaiser Nero, herrschte, schrieb der Apostel Paulus: "Denn die Regenten sind nicht ein Schrecken für das gute Werk, sondern für das böse…" (13:3). Können wir wirklich sagen, dass der wahnsinnige Kaiser Nero kein Schrecken für das gute Werk war? Können wir sagen, dass Adolf Hitler kein Schrecken für das gute Werk war? Können wir sagen, dass der Hohepriester und sein Pharisäerrat nur ein Schrecken für die Übeltäter waren, als sie den Aposteln verbaten, die Botschaft Jesu zu verkündigen? Die Antwort finden wir in der Aussage des im Gefängnis sitzenden Apostels: "Man muss Gott mehr gehorchen als Menschen"!" (Apostelgeschichte 5:29). Dies war zweifellos auch die Haltung des Apostels Paulus gegenüber den römischen Machthabern…

… und dies sollte ganz sicherlich auch die Haltung der Gläubigen gegenüber der neuen EU-Verfassung und den Regenten in Brüssel sein. Jede Herrschaft dieser Art ist "von Gott gesandt zur Bestrafung der Übeltäter, aber zum Lob derer, die Gutes tun" (1.Petrus 2:14) Die Obrigkeit ist nicht von Gott eingesetzt, um das Böse zu tun und das Gute zu bestrafen. Sie soll nicht dafür gelobt werden, den Namen Gottes in der vorliegenden EU-Verfassung wegzulassen, und sie soll dafür nicht gerühmt werden, dass sie danach strebt, christliche Werte durch andere Ideologien zu ersetzten. Man ist ihr nicht zum Gehorsam verpflichtet, wenn sie gotteswidrige Gesetze erlässt und die Bürger dazu zwingen will, danach zu handeln. In solch einem Fall gilt das Wort: "Wir müssen Gott mehr gehorchen als den Menschen". Als die Gläubigen Deutschlands am 5. März 1935 diese Haltung einnahmen, brach die Hölle los! Doch seitdem wurde das "Tier" viele Male besiegt! Die Gläubigen Europas sollten sich alle bei: www.YES-to-GOD.com melden. (Es werden Übersetzer dieser Tagesjournale in andere europäische Sprachen gesucht.)