Tagesjournal - von Johny Noer
www.noer.info
2004-11-25

"DAS GESPENST DER 30ER JAHRE"
Nr.5

MIT DER GANZEN MACHT DER LÜGE
… die biblische Definition des antichristlichen Systems

"Und sucht den Frieden der Stadt, in die ihr euch gefangen weggeführt habe", erklärt der Prophet, "und betet für sie zum HERRN! Denn in ihrem Frieden werdet ihr Frieden haben…! (Jeremia 29:7).

"Ja, aber das ist doch auch unser Motiv", werden die EU-Delegierten und Lokalpolitiker antworten. "Auch wir wünschen, dass es unserem Land gut gehen soll"… Der Prophet sagt, dass wir in diesem Fall für unser Land zum Herrn beten sollen". - "Das meinen wir auch!" - "Weshalb ist dann der Name des Herrn in der vorgelegten EU-Verfassung nicht erwähnt?" - "Weil die Verfassung sich mit den politischen und irdischen Dingen beschäftigen soll. Das mit dem "Beten zum Herrn" ist eine kirchliche Angelegenheit".

Mit dieser "Frage und Antwort Einleitung" will ich gleich zum Thema kommen. Wieder ist es das traurige Ende der 30er Jahre, das ich heraufbeschwöre: Ein System, das die gleiche Sprache anwendete, und das nicht imstande war, sein Knie in wahrer Gottesfurcht vor dem Allmächtigen zu beugen. "Das mit dem Himmel überlassen wir euch", lautete es aus dem Berliner Hauptquartier mit Hinweis auf die Gläubigen. "Doch um das Irdische werden wir uns selbst kümmern!"

Diejenigen, die keine Wiederholung dieser sich in Europa wieder ausbreitenden, erschreckenden Philosophie haben möchten, sollten sich bei: www.YES-to-GOD.com melden.

(Es werden Übersetzer dieser Tagesjournale in andere europäische Sprachen gesucht).

Millionen Gläubige wurden von der Propaganda der 30er Jahre irregeführt; sie erkannten nicht früh genug die hinter der herrschenden Partei verborgenen Absichten; sie glaubten an die Worte des Führers (in seinem Buch: Mein Kampf) im Hinblick auf seine neutrale Haltung gegenüber den christlichen Hauptströmungen, die er als "wertvolle Stützen" für das deutsche Volk ansah. In gleicher Weise lassen sich die Gläubigen Europas heute von den wohl formulierten Worten der EU-Verfassung über "Religionsfreiheit und Gewissensfreiheit" täuschen. Sie können nicht begreifen, dass, wenn der Verfassungstext gleichzeitig ganz entschieden die Nennung der christlichen Werte ablehnt, ja, nicht einmal den Namen Gottes in den Mund nehmen will, sie von einem boshafter Feind aufgelauert werden. "Wenn der Gesetzlose offenbart wird", sagt der Apostel, "erfolgt seine Ankunft gemäß der Wirksamkeit des Satans, mit jeder Machttat und mit Zeichen und Wundern der Lüge und mit jedem Betrug der Ungerechtigkeit" (2. Thess. 2:8-9).

Im Hinblick auf den Inhalt der EU-Verfassung ist hier nicht die Rede von geringen Missverständnissen oder Irrtümern, die man einfach ignorieren kann! Nein, die Präambel des Verfassungstextes sowie die weiter unten aufgeführten schönen Worte der demokratischen Paragraphen über "Toleranz" sowie Glaubens- und Versammlungsfreiheit" darf nicht für bare Münze genommen werden! Die arrogante EU-Elite, die sich herausnimmt, "Gott und der Gemeinde Jesu in Europa den Rücken zu kehren", hat im Sinne, letztere "mit Zeichen und Wundern der Lüge und mit jedem Betrug der Ungerechtigkeit" zu verfolgen…

Der Führerstab in Berlin bestand darauf, eine scharfe Trennlinie zwischen Staat und Kirche zu ziehen, wobei immer wieder das Dogma betont wurde, dass "die Kirche sich mit dem Jenseitigen zu beschäftigen habe, und nicht damit, "was Leute hier auf dieser Erde anstellen"…

Die Frage in Bezug auf Kirche und Staat wird in der kommenden Debatte über die Abstimmung des vorgelegten Grundgesetzes wieder auftauchen. Dies sollte ein passender Anlass für die Kirche sein, sich einer Selbstprüfung zu unterziehen, doch die politische Verkündigung, dass "die Christen sich nicht in irdische Dinge einmischen sollten" ist weit von der Lehre des Apostels im NT entfernt. Wenn Paulus schreibt: "Ich ermahne nun vor allen Dingen, dass Flehen, Gebete, Fürbitten, Danksagungen getan werden für alle Menschen, für Könige und alle, die in Hoheit sind, damit wir ein ruhiges und stilles Leben führen mögen in aller Gottseligkeit und Ehrbarkeit. Dies ist gut und angenehm vor unserem Heiland-Gott"… (1. Tim. 2:1-3) - dann nimmt er Anteil am gegenwärtigen Leben! Es kann nämlich nicht nur den Politikern überlassen werden! Deshalb müssen die Menschen, die "in Hoheit sind", verstehen, dass die Gläubigen Europas nicht wünschen, diesen Kontinent wieder von einer riesigen Unglückslawine überrollt zu sehen. Sie möchten keine Wiederholung der 30er Tragödie, in der alle prächtigen Verheißungen und brillant dargestellten Zukunftsvisionen im totalen Krieg endeten, und dabei Heime, Städte und Dörfer zerstörten! Wie das Wort Gottes erklärt, "ist es gut und angenehm vor Gott", wenn Menschen mit ihren Familien "ein ruhiges und stilles Leben führen können". Deshalb muss es genauso "gut und angenehm" für diejenigen "in Hoheit" sein, wenn sie die Menschen in die gleiche Richtung leiten!" - "Doch dies", sagt die Bibel "ist mit Gottesfurcht verbunden". Diese fehlt jedoch leider in der neuen EU-Verfassung.