Tagesjournal - von Johny Noer
www.noer.info
2004-06-01

Babylon Journal Nr. 5

DIE SIEGEL WERDEN GEÖFFNET ...
…um einen Einblick in die Zukunft Babylons und Europas zu erhalten!

Die Zeiten, in denen die Gläubigen unserer Breitengrade sich behaglich und zufrieden zurücklehnen konnten, um auf Abstand die prophetischen Geschehnisse" auf dem Bildschirm mit zu verfolgen, sind vorbei. Die Tage, in denen die Gemeinde dazu verleitet werden konnte, einer Schar Bibelausleger zu glauben, die entgegen dem Worte der Heiligen Schrift erklärten, dass "alles der Vergangenheit angehöre," und "dass es sich um unbedeutende Ereignisse handele, die vom Sand der Zeit zugeweht seien" - diese Tage sind vorbei! Mit einer gewaltigen, unbändigen Salbung ist das prophetische Wort aus dem Grabe der Theologen auferstanden, und durch neue welthistorische Geschehen werden die Siegel von den verschlossenen Büchern gerissen. Die ewige Bedeutung Jerusalems taucht wieder im Nebel auf, und Daniels Zukunftsvision im Hinblick auf den Irak und Europa rückt uns auf den Leib! Letzteres ist besonders für uns von Interesse, da es dabei um unseren eigenen Kontinent und somit unser eigenes Land geht. Und wenn wir hören, dass daraus Männer und Kräfte auftreten, deren einzige Ambition es sein wird, "die Heiligen zu verfolgen", so könnten doch einige aufwachen und sagen: "Was sollen wir tun?" Für uns Christen ist es wichtig, dass wir eine gemeinsame Haltung gegenüber der kommenden EU-Konstitution einnehmen.

Damit wir die zukünftigen Ereignisse im Irak einordnen, und die unheimliche Erweiterung Europas verstehen und erkennen können, welche Verantwortung die Gläubigen im Hinblick auf Jerusalem haben (und was in dieser Beziehung getan werden muss), ist es ganz besonders notwendig, dass wir uns mit dem Buch Daniel beschäftigen. Dazu fordert uns auch Jesus in Matthäus 24:25 auf.

Daniel erklärt, dass er in einem Gesicht "einen Widder geschaut hat, der nach Westen, Norden und Süden stößt, und dem kein Tier standhalten konnte" (8:4). Dieser Widder steht symbolisch für Medien und Persien. Geographisch gesehen dort, wo die USA den Irak besetzt hat! Dies ist nicht meine Idee oder Auslegung dieses schwer zugänglichen Schriftabschnittes. Damit wir nicht irregeleitet werden, hat der Erzengel Gabriel den Auftrag erhalten, uns diese Aussage zu erklären: "Gabriel, lass diesen das Gesehene verstehen," heißt es (8:18) - und Daniel berichtet, dass er aufgefordert wird "aufzumerken" (Vers 17), denn " der Widder mit den zwei Hörnern ist Persien" (Vers 20)

Es ist von äußerster Wichtigkeit, dass sich die Gläubigen nicht von liberalen, ungläubigen und halbblinden Theologieprofessoren dazu verleiten lassen zu glauben, dass die Aussage über den Widder, der in die drei Weltrichtungen stößt, einer verschwundenen und vergessenen Vergangenheit angehört! Wäre dies der Fall, hätte nur eine kleine Anzahl Gelehrter Interesse daran, sich auf die Jahreszahl zu einigen! Nein, "denn das Gesicht gilt für die Zeit des Endes"(Vers 17), erklärt der Erzengel Gabriel und um jeden Zweifel in dieser Sache auszuräumen, wiederholt er: "ich will dir kundtun, wie es gehen wird zur letzten Zeit des Zorns; denn auf die Zeit des Endes geht das Gesicht" (Vers 19)

Das heißt, dass der Babylon-Widder noch nicht stampfend auf die Bühne getreten ist. Er hat seine Stärke noch nicht unter Beweis gestellt. Er hat noch nicht begonnen, nach allen Seiten zu stoßen. Die Welt hat noch nicht seine "zwei mächtigen Hörner gesehen" (Vers 3). Irak (welches das in der Prophetie erwähnte Gebiet ist) und das jetzige Babylon am Euphrat Fluss (um das es bei der Zukunftsvision Daniels geht) ist noch nicht so mächtig geworden, dass die seine Nachbarstaaten mit Schrecken erkennen müssen, dass niemand sie aus der Hand dieses unbändigen Widders erretten kann (Vers 4).

Daniel erhält den Befehl, "dieses Gesicht geheim zu halten", weil es sich dabei um eine ferne Zukunft handelt (Vers 26). Es scheint jedoch der Augenblick gekommen zu sein, in dem nicht zuletzt das nachfolgende Drama, das Europa betrifft (und somit für die Gläubigen eines jeden Landes von Bedeutung ist) ausgelegt und verstanden werden muss! Der Babylon-Widder trifft nämlich zum Schluss den ihm überlegenen zottigen Ziegenbock; er kommt aus dem Westen, und Gabriel, der sich in der Bedeutung dieser Vision nicht täuscht, sagt: "Dieser Bock ist Europa, genauer bezeichnet Griechenland." (Vers 21) Dieser Herrscher wird "die Heiligen verfolgen" (Vers 25).