Tagesjournal - von Johny Noer
www.noer.info
2004-05-29

Babylon Journal Nr. 2

MACHTSPIEL
Wer ergreift das böse Szepter?

Einige meinen irrtümlicherweise, dass in der kommenden Zeit ein Machtspiel zwischen Europa und den USA stattfinden wird. Ja, die BBC in London führte am 4. Januar ds. Jahres ein Rundtischgespräch zwischen Experten verschiedener Länder durch, in dem betont wurde, dass die Auseinandersetzung zwischen diesen beiden "Großmächten" sogar zum Krieg führen könne. Die Heilige Schrift sagt jedoch etwas anderes aus. Sie zeigt auf, dass es zu einer Auseinandersetzung zwischen dem alliierten Europa einschl. USA (Westen) und Babylon kommen wird. Zwischen diesen Supermächten liegt Jerusalem, das der Streitapfel sein wird! Ein Wettstreit der Heidennationen darüber, wer die führende Kraft sein wird in dem prophetischen Machtspiel um die Heilige Stadt. Danach stellt sich folgende Frage: Wer wird das böse Szepter ergreifen, das sich gegen alles richtet, was mit Gott und dem Heiligtum zu tun hat, sodass sich der Gesetzlose zum Schluss in den Tempel Gottes setzt und sich als Gott ausgibt? Kommt dieser Machthaber aus dem Osten oder Westen? Was ist in Europa dabei zu geschehen, und welche Entwicklung geht da vor sich am Euphrat-Fluss, dem alten Babylon? Was teilt Gott seinen Propheten mit, so dass sie es der Gemeinde und den Landesregierenden mitteilen können?

In dieser Serie der "Babylon-Artikel" ist es mein Anliegen, den Zusammenhang zwischen der gegenwärtigen Entwicklung in Europa (das ein Spiegelbild dessen ist, was in der übrigen westlichen Welt geschieht) dem ehemaligen Babylon und Jerusalem aufzuzeigen. Dass diese drei Orte von dem gleichen finsteren und aufgewühlten Wasser bewegt werden, kann durch die Schrift belegt werden. Deshalb will ich weiter auf die Situation eingehen, die wir in diesen Gegenden zu erwarten haben. Die Worte des Propheten Daniels deuten darauf hin, dass zu einem bestimmten Zeitpunkt vom "Wiederaufbau Jerusalems" die Rede ist (Daniel 9:25). Diese göttliche Anordnung wird von einem mächtigen Herrscher ausgehen, der genau wie Kyrus "vom Geist des Herrn erweckt wird" (Esra 1:1 und Jesaja 45:1)

Bei einer solchen Erklärung kann es überraschen, dass die ganze Welt ausschließlich auf einen bösartigen Mann wartet! Auf einen Machthaber, der alleine von Hass und Zerstörung besessen ist. Doch derjenige, der den Befehl erteilt, den Tempel Jerusalems wiederaufzubauen, könnte ein gutartiger Mann sein, so eine Art König Kyrus. "So spricht der Herr zu seinem Gesalbten, zu Kyrus," heißt es bei Jesaja, und diese Worte haben nicht nur historische Bedeutung, sie haben prophetisches Gewicht!

Dieses wichtige Werk hier im Nahen Osten kann nur ausgeführt werden, wenn es durch ganz entscheidende Hilfe und Unterstützung von Seiten der Nationen getragen wird. In diesem Zusammenhang könnte Europa und die Gegend um den Euphrat und Tigris eine wichtige Rolle spielen...

Warum ganz besonders Europa und auch Babylon? Zum einen wurde das Evangelium vor mehr als 1000 Jahre nach Europa und Kleinasien gebracht, (die Apostelgeschichte berichtet darüber) und Gottes Geist hat trotz großen Widerstandes in diesen Gegenden das heilige Feuer nicht ausgehen lassen. Zum anderen scheint es, dass der bösartige Fürst aus diesen Gebieten östlich oder westlich von Jerusalem kommen wird, also aus der Gegend des ehemaligen persischen Reiches und dem nachfolgenden römischen Reich des Cesars. Keiner kann leugnen, dass sich "der prophetische Boden" rein geografisch von Jerusalem, der Heiligen Stadt, in diese Richtungen ausgebreitet hat. Über Jesu Kreuz standen in hebräischer, lateinischer und griechischer Sprache die Worte: "Jesus aus Nazareth, der König der Juden" (Johannesevangelium 19:20). Dabei ist zu bemerken, dass es sich bei zwei dieser Sprachen um europäische Sprachen handelt. Nicht nur die eine, sondern gar zwei! Die erste (hebräisch) ist im Nahen Osten entstanden und wurde zusammen mit dem Griechischen in ganz Kleinasien gesprochen. Obwohl das persische Reich vielfach in biblischen Berichten Erwähnung findet, so dreht sich die prophetische Kamera nach der Geburt Jesu in Richtung Griechenland und Rom. Doch "die Weisen", die von weit her kommen, um den König der Juden anzubeten, kommen aus dem Osten (Matth. 2:1-2). Die westlichen Länder müssen sich einerseits auf unheilvolle Begebenheiten einstellen, andererseits kommt aber auch aus ihrer Mitte die Anweisung, dass "Jerusalem wieder aufgebaut" und "der Tempel wieder errichtet werden soll". Woher kommt also der Kyros unserer Zeit? Kommt er (wie vorher) aus Babylon? Oder aus Europa, wo auch zurzeit des Neuen Testamentes kaiserliche Anordnungen ausgegangen sind. Dies muss nun anhand der Schrift aufgezeigt werden ...