Tagesjournal - von Johny Noer
www.noer.info
2004-05-28

Babylon Journal Nr. 1

JERUSALEM, EUROPA UND BABYLON
… prophetisch miteinander verbunden -

Was ich mir in diesem (und den folgenden Journalen) vorgenommen habe zu erklären, ist kein leichtes Unterfangen. Der Apostel ruft aus: "Darüber haben wir viel zu sagen, und es lässt sich schwer darlegen, weil ihr im Hören träge geworden seid" (Hebr. 5:11).

Meine Aufgabe besteht darin, Jerusalems dramatische Endzeit-Ereignisse mit den dunklen Wolken, die gerade in diesen Tagen über Europa und Babylon hängen, in Verbindung zu bringen. Die o.g. Stätten sind prophetisch gesehen miteinander verbunden, und weltweit steht die Gemeinde vor der größten Herausforderung dieses Jahrhunderts.

Diese Zeilen bringe ich in der Negev Wüste in Israel zu Papier. Eine große Stille umgibt mich; ich habe nur das Notwendigste für den täglichen Bedarf. Doch der Himmel über mir ist offen, und ich vernehme Gottes Ruf, diese geheimnisvollen und rätselhaften Dinge bekannt werden zu lassen. In Dänemark haben wir immer wieder Gelegenheit, auf dem Israel Platz in Kopenhagen in aller Öffentlichkeit zu sprechen, sodass auch die dänische Regierung und Volksvertreter davon Notiz nehmen können.

Gib mir die Möglichkeit, den schwer zu verstehenden Abschnitt in Bezug auf Israels "letzten Tage" (wie er im 9. Kapitel, Vers 24 und 25 des Buches Daniels beschrieben wird) zu kommentieren, indem ich versuche, die derzeitige Entwicklung Europas und des alten Babylons (und der ganzen Welt) miteinander in Verbindung zu bringen. Ich will Schritt für Schritt vorgehen, und das prophetische Wort des genannten Abschnittes auslegen, so wie ich es verstehe:

Zu einem bestimmten Zeitpunkt, wenn die Wogen des europäischen und nahöstlichem Antisemitismus und der abgrundtiefe Hass gegenüber Israel an seinem Höhepunkt angelangt sind, wird ein Mann in Erscheinung treten, der aufrichtigen Herzens etwas Gutes für Jerusalem tun möchte! Wenn David sagt: "So sollst du denn erkennen und verstehen: Von dem Zeitpunkt an, als das Wort erging, Jerusalem wiederherzustellen und zu bauen ... (9:25), so scheint hinter dieser Aufforderung kein hasserfülltes oder böses Motiv zu liegen. Diese Worte erinnern eher an heidnische Fürsten, die einen göttlichen Auftrag auszuführen hatten, um Israel dadurch einen Vorteil zu verschaffen. Ein Beispiel dafür ist der Perserkönig Kyros, der bereits in seinem ersten Regierungsjahr "vom Herrn erweckt wurde", damit "das Wort des Herrn aus dem Mund Jeremias erfüllt würde" (Esra 1:1).

Das bedeutet, soweit ich sehen kann, dass Gott in Seiner Allmacht imstande ist, einige mächtige Männer dieser Welt dazu zu bringen, nach Seinem durch die Propheten gesprochenen Wort zu handeln und es zu erfüllen. Die orthodoxen Juden sind überzeugt, dass der Tempel eines Tages "vollendet" vom Himmel herabkommt! Dies kann von der Schrift her nicht belegt werden! "Der Herr erweckte Kyros, damit Sein Wort erfüllt werden konnte, d.h. durch ihn (Kyros) konnte der Tempel erbaut werden.

So wie ein mächtiger Mann unter den Nationen in Erscheinung treten wird, - ein Weltherrscher, dessen internationale Herrschaft eine solche Auswirkung haben wird, dass er imstande ist, den Bau des jüdischen Tempels in Gang zu setzen, - ebenso wird es unter den Gläubigen der Nationen ein Volk geben, das von der gleichen Vision getragen wird. Diese werden dann den geistlichen Aspekt im Hinblick auf die Bedeutung des Tempels verstehen. An ihnen wird sich das Wort des Propheten Amos erfüllen, der sagt: "Denn der Herr, HERR, tut nichts, es sei den, dass er sein Geheimnis seinen Knechten, den Propheten, enthüllt hat" (3:7) Das Geheimnis, das offenbart wird, hat mit "dem Geheimnis Christi" zu tun, welches der Apostel im Epheserbrief, Kapitel 3 erwähnt: "Beim Lesen könnt ihr meine Einsicht in das Geheimnis des Christus merken" (Vers 4).

Nachfolgend werde ich mich damit eingehend beschäftigen, und dabei insbesondere auf die Verantwortung eingehen, die den Gläubigen in dieser Zeit übertragen wird.