Tagesjournal - von Johny Noer
www.noer.info
2004-10-08

TAGESJOURNAL
Thema: Alternative
Nr.1

DIE ALTERNATIVE
…die nicht im Wohlstand Europas zu finden ist.

Zurück auf meinem Wüstenposten, der kleinen Ansammlung von Wohnwagen, die sich plötzlich mitten in der wundersamen israelischen Wüste erhebt, befällt mich eine große Stille. Ich höre irgendwie in der Ferne das Tummeln und Rufen der riesigen Städte, in denen Pläne für das neue Europa geschmiedet werden. Ich erahne von weitem das Rauchen der Schmelzöfen und die ‚Ameisengeschäftigkeit' an den flimmernden Bildschirmen der Börsennotierungen, und wundere mich wieder darüber, warum der Herr, der Gott Jakobs, mich mit meiner Familie an diesen einsamen und entsetzlich heißen Ort geführt hat? Die unmittelbare Antwort, die ich darauf geben kann, hat mit dem Wort "Alternative" zu tun. In meinen Tagesjournalen habe ich mich in den letzten Monaten fast ausschließlich mit dem letzten Teil des großen Endzeitwerkes in Europa beschäftigt und dabei einen "Untergangston" anklingen lassen. Dieses allgemeine Thema ist tief und beunruhigend, und ich suche selbst nach einer "Alternative". Damit meine ich, dass eine andere und hellere Melodie erklingen muss! Es muss ein Weg aus diesem kommenden Chaos aufgezeigt werden. Mitten in den hektischen Politik- und Medienaktivitäten bietet Gott eine Lösung und Heilung an für die Gläubigen Europas. In dieser ganzen Finsternis und über dieser bundlosen Weltentiefe muss ein Wort erklingen, das Wegleitung und Trost gibt…

Was ist das für ein Wort?

Bei meinem abendlichen Spaziergang in der Arava Ebene schaue ich auf die mich umgebenden Berge und sehe, wie sie von der untergehenden Sonne lila-rot gefärbt werden. Dabei kommt mir dieses Thema in den Sinn: Die Alternative, d.h. "der andere Weg". Wenn ich dann bei der Oase ankomme, die ich "das Zwölfpalmenwäldchen" nenne, und meinen Stock mitten in den Steinhaufen stecke, den ich als ein Zeugnis zwischen dem Herrn und meinem Haus aufgerichtet habe (dass der Gott Jakobs uns hier ein Stück Land geben möge) so nehme ich meinen Hut ab, hänge ihn auf den Handstock und bete: "Herr, als Du als der Höchste den Nationen das Erbe austeiltest, als Du die Menschenkinder voneinander schiedst, da legtest Du die Grenzen der Völker nach der Zahl der Söhne Israels fest. Denn Israel ist das Maß Deines Erbteils" (5. Mose 32:8). Und weiter: "… so wie die Grenzen, die Du zwischen den europäischen Völkern aufgerichtet hast, nun fallen, so gib den Gläubigen ihren Anteil, Herr. Schenke auch mir und den Meinen den Anteil, den Du von Ewigkeit her für uns vorgesehen hast!"

Danach nehme ich meinen Hut, ziehe meinen Wanderstab aus dem Steinhaufen und begebe mich auf den Rückweg zum Pilgerlager. Am folgenden Morgen stehe ich in aller Frühe auf, bevor die Ebene sich in einen kochenden Heizkessel verwandelt und schreibe diese Notizen über "die Alternative" auf. Ich beschreibe den anderen Weg, der nicht in die Richtung führt, die das europäische Volk eingeschlagen hat, und der nicht in den Abgrund führt, sondern in die entgegen gesetzte Richtung…

Wo fand der Herr, der Gott Jakobs, das Volk, das er -"in der Mitte einer verkehrten und verdrehten Generation" (Vers 5) - als sein "Erbteil" betrachtete? Im gleichen Abschnitt erhalten wir darauf die Antwort: "Er fand es (SEIN Erbteil) im Land der Wüste und in der Öde, im Geheul der Wildnis. Er umgab ihn, gab Acht auf ihn, er behütete ihn wie seinen Augapfel" (Vers 10)

Gerade deshalb, glaube ich, hat der Allmächtige einige europäische Gläubige in die Wüste geführt. Dabei denke ich nicht an die sandigen Strecken der irdischen Wüste, in der ich zusammen mit meiner Familie stationiert bin, sondern an die Wüstenwanderung, auf die sich in der letzten Zeit einige Gläubige Europas begeben mussten. Es ist "mit dem bestimmten Ratschluss und nach Vorkenntnis Gottes geschehen" (Apostelgeschichte 2:23), denn der Gott Israels will sie nicht unter den Leuten in "weichen Kleidern" (in den Häusern der Könige) sondern in der Wüste, wo die Leute nicht wie "ein Rohr sind, das hin und her bewegt wird" (Matthäus 11:7). Der europäische Wohlstand ist nicht das beste Klima für das Volk, das Gott sich in dieser Zeit aussucht; deshalb bringt ER den einzelnen in geistlich trockene Gebiete, um von dort aus die prophetische Stimme über Europa erklingen zu lassen. Diejenigen, die diese unsichtbar leitende Hand erkennen und sich in der gleichen ‚Wüste' befinden, wie wir hier buchstäblich im Negev, sollten sich bei www.YES-to-GOD.com melden (Wir suchen weiterhin nach Übersetzern für diese Tagesjournale)