Tagesjournal - von Johny Noer
www.noer.info
2004-11-02

"ALLIANZ"-JOURNAL
Nr.2

EINE MYSTISCHE SPRACHE
… die von den Gläubigen Europas verstanden wird!

Leider gibt es einige, die darüber irritiert sind, dass ich unaufhörlich die Situation Europas - mit ausführlichen Hinweisen auf die Stellung der EU-Verfassung gegenüber Israel - anführe! Davon lasse ich mich jedoch nicht anfechten; ihre Reaktion zeigt nur die zum Himmel schreiende Unwissenheit im Hinblick auf den Zorn Gottes gegenüber denjenigen, die "seinen Augapfel antasten". "Wer euch antastet", sagt der Herr über die Feinde Israels, "tastet meinen Augapfel an. Ja, siehe, ich werde meine Hand über sie schwingen!" (Sacharja 2:12-13). Europa ist durch seine Einstellung Israel gegenüber an dem Punkt angelangt, an dem es sich Gefahr läuft, dass "diese schwingende Hand" zu einem furchtbaren Schlag ausholt und Europa an einer empfindlichen Stelle trifft. Deshalb spreche ich nicht - wie viele andere - über die politische, ökonomische oder sicherheitsmässige Situation; nein ich weise eindringlich auf das Verhältnis Europas zu Jerusalem hin und verweise dabei auf die den Gläubigen übertragene Verantwortung! Die Gemeinde Jesu hat diesbezüglich eine größere Verantwortung als die politischen Leiter der 25 europäischen Staaten. Die Gläubigen Europas wissen nämlich, was zu tun ist, und sie verstehen die etwas eigentümliche Sprache, die ich verwende, wenn ich zu ihnen - von der Heiligen Schrift ausgehend -über die ihnen von Gott gegebene Aufgabe in dieser entscheidenden Stunde spreche.

Diejenigen, die einsehen, dass wir uns in einer ernsten Lage befinden, sollten nicht schweigen, sondern sich bei: www.YES-to-GOD.com melden.

In meiner etwas seltsam anmutenden Sprache möchte ich versuchen zu erklären, was es bedeutet, dass "Gott Europa eine Gelegenheit geben will, sich auf die Seite Israels zu stellen".

Es ist ein sonderbares Argument, das der Apostel in Bezug auf die nichtjüdischen Völker anführt: "Denn wenn Nationen, die kein Gesetz haben, von Natur dem Gesetz entsprechend handeln, so sind diese, die kein Gesetz haben, sich selbst ein Gesetz. Sie beweisen, dass das Werk des Gesetzes in ihren Herzen geschrieben ist" (Römer 2:14). Nach diesen Worten zu urteilen könnte man fast meinen, dass die aus der Finsternis der Nationen stammenden Heiden "bessere Menschen" seien als die "aufgeklärten Juden". Auf jeden Fall wird betont, dass diese (also die Heiden) "eine bessere Natur" haben, denn sie werden ja als ein Volk dargestellt, das aus seinem Herzen heraus das Gesetz erfüllt, während die Juden nicht imstande sind, den Ansprüchen des Gesetzes zu genügen. Kann dies wirklich der Wahrheit entsprechen?

Die Antwort ist, dass nicht unwahrer sein könnte! Der Gedanke, dass die Heiden, die infolge der Schrift "ohne Gott und ohne Hoffnung in dieser Welt waren" eine bessere Natur besitzen sollten als das Volk Gottes, die Juden, ist weit von der Wahrheit entfernt und widerspricht der Lehre der Heiligen Schrift! Der Apostel erklärt nämlich im nächsten Kapitel des Briefes an die Römer, dass es in dieser Hinsicht "keinen Unterschied gibt zwischen Juden und Nichtjuden". "Denn alle haben gesündigt", schreibt Paulus und fährt fort: "und erlangen nicht die Herrlichkeit Gottes!" (3:22-23).

Ja, aber wie ist es dann zu verstehen, dass die Nichtjuden aus den Nationen, "die kein Gesetz haben von Natur dem Gesetz entsprechend handeln? (2:14)

Es kann nur so verstanden werden, dass die Heiden "eine neue Natur" bekommen haben müssen. Und genau das ist auch der Fall!

Dies kann am besten durch das vor 2000 Jahren in Jerusalem stattgefundene Ereignis illustriert werden. Einer der jüdischen Ratsherren hatte den Beschluss gefasst, Jesus des Nachts zu besuchen. Die Wahl des späten Zeitpunkts hatte sicherlich mit der Angst vor den geistlichen jüdischen Leitern zu tun, die wie ein schwerer "Sklaventeppich" über der ganzen heiligen Stadt lag. Als dieses geachtete Ratsmitglied im Schein der Fackeln sein erstes und einziges Gespräch mit dem Mann hatte, den er in seinem Herzen heimlich als den Messias der Juden ansah, sagte dieser zu ihm: "Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht von neuem geboren wird, kann er das Reich Gottes nicht sehen"! (Johannes 3:3) Aus dem weiteren nächtlichen Gespräch entnehmen wir, dass ein Mensch durch diese neue, geistliche Geburt eine neue Natur bekommt! Die nichtjüdischen Völker haben in großer Anzahl durch die Jahrhunderte hindurch dieses Wunder erlebt, und nun sind (so weit ich dies beurteilen kann) die Juden an der Reihe. Diese "neue Natur" meint der Apostel, wenn er davon spricht, dass "die Heiden von Natur aus die Forderungen des Gesetzes erfüllen". Das größte Bedürfnis, das Israel z.Zt. hat, ist, dass sich diese neue Natur vor ihren Augen manifestiert.

(Es fehlen uns immer noch Übersetzer für diese Tagesjournale).