TAGEBUCH
www.noer.info


25-03-2009

KURZBERICHT ÜBER DIE AKTUELLE SITUATION DER FAMILIE NOER IN ISRAEL
 

Wird das 'dänische Camp' seine Tätigkeit weiter ausführen können?
 

Liebe Freunde,

Es ist schon eine ganze Weile her, dass wir Euch darüber berichteten, in welcher Situation wir uns befinden, und welche Möglichkeiten wir haben, in unserer Wüstenstation zu verbleiben, und das Werk hier in Israel fortzuführen.

Menschlich gesehen ist die Situation im Augenblick so, wie sie hoffnungsloser nicht sein könnte. Das israelische Innenministerium hat diesbezüglich zwei Briefe versandt. Der eine an einen örtlichen ‚Farmer’ namens Ynon, der Mitglied unserer ‚Amuta’ (des Desert Peace Vereins) ist, und der andere an unsere Rechtsanwältin, Yael Katz in Tel Aviv.

Im ersten Schreiben bekam unser Amuta-Mitglied eine Absage auf seine an Benjamin und Lee gerichtete Einladung, nach Israel zu kommen. Der in ihren Pass gesetzte Stempel ‚Entry Denied’ (Einreise verweigert) gilt somit weiterhin. Im zweiten Schreiben erhielt unsere Rechtsanwältin eine Absage auf den Antrag, den ich selbst, Gisèle, sowie Maria in Beersheva im Hinblick auf einen neuen Visa-status abgeliefert hatten. Das heißt (mit anderen Worten), dass unsere Tage von nun an - was das Werk der Familie Noer in Israel anbelangt - gezählt sind; würde es nach menschlichem Ermessen gehen.

Wir haben jedoch ein Wort vom Herrn bekommen, an dem wir in dieser schwierigen Zeit festhalten: „Keiner Waffe, die gegen dich geschmiedet wird, soll es gelingen; und jede Zunge, die vor Gericht gegen dich aufsteht, wirst du schuldig sprechen. Das ist das Erbteil der Knechte des Herrn und ihre Gerechtigkeit von mir her, spricht der Herr" (Jesaja 54:17).

Gegen beide Briefe wird nun Berufung eingelegt. Unser Farmerfreund bittet das Ministerium, die Sache noch einmal zu überprüfen (seinem Schreiben werden weitere Empfehlungsschreiben der lokalen Behörde beigefügt) und unsere Rechtsanwältin in Tel Aviv stellt einen neuen Antrag und übergibt diesen zusammen mit einem vom israelischen Außenministeriums ausgestellten Emfehlungsschreiben (das ihr von der Israelischen Botschaft in Kopenhagen übermittelt wurde).

Wir bitten nun alle unsere Freunde in Deutschland, mit uns im Gebet einzustehen, dass dieser dänische ‚Aussenposten’ in der israelischen Wüste bewahrt bleibt. Vor sieben Jahren (am 15.März 2001) haben wir uns in dieser ‚Wüstenfestung’ niedergelassen und Wurzeln geschlagen. Wir glauben nicht, dass diese nun ausgerissen werden sollen.

Gerne wollen wir Euch weitere Nachrichten zukommen lassen, sobald sich etwas Neues und Entscheidendes ergibt. Danke für Eure Fürbitte!

Es grüßt Euch herzlich

Johny, Gisèle und Maria – sowie Benjamin und Lee


09-01-2009

KONFLIKT IN NAHOST-KLISCHEES UND WIRKLICHKEIT
Von Ulrich W. Sahm
 

"Der Konflikt kann nicht mit militärischen Mitteln gelöst werden."
 
Tatsache ist, dass die Hamas ihr Machtstreben mit militärischen Mitteln gelöst hat. Sie putschte gegen die Autonomieregierung und vertrieb mit brutaler Gewalt die fatahtreuen Vertreter der Zentralregierung in Ramallah. Mit militärischen Mitteln terrorisierte sie die israelische Bevölkerung im grenznahen Gebiet. Mit Raketenangriffen unterstrich die Hamas das Ende der Waffenruhe. Die Entführung des israelischen Soldaten Gilad Schalit und weitere Gewalt, wie der Beschuss der Grenzübergänge, verhinderte die Lieferung von Hilfsgütern und festigte die Herrschaft der Hamas im Gazastreifen. Ob es im Gegenzug Israel gelingt, ebenfalls mit Gewalt diese Machtbasis der Hamas zu schwächen oder gar zu zerstören, muss sich erst noch erweisen.
 
In den vergangenen Tagen wurden nach Angaben der Hamas fast alle ihre militärischen Einrichtungen zerbombt. Viele in Gaza hergestellte oder durch Schmugglertunnel von Iran importierte Grad-Raketen wurden zerstört. Die Hamas verlor Befehlshaber und 80 frisch ausgebildete Offiziere. Die Befehlsstruktur wurde zerstört und der Fernsehsender ausgeschaltet. Hamas-Führer mussten sich in den Untergrund begeben, um nicht Opfer gezielter Tötungen der israelischen Luftwaffe zu werden. Ohne Verwaltungsapparat, Sicherheitskräfte, Finanzen und Hierarchie kann die regierungsähnliche Hamas nicht bestehen. Sie ist verwundbar.
 
Ideologie allein reicht nicht aus, um als Herrscher im Gazastreifen und als aktive Feindeskraft gegen Israel bestehen zu können. Die ideologisch hochmotivierte Hamas konnte sich bisher nur durch Verhaftungen, Morde, Vertreibung und andere Gewalt gegen ihre inner-palästinensischen Gegner behaupten. Wenn also vermeintlich Gewalt keine Probleme lösen könne, fragt sich, wieso die Hamas sehr wohl ihre Probleme mit Gewalt löst und wieso Israel ganz grundsätzlich die Fähigkeit abgesprochen wird, ebenso mit Gewalt zu kontern.
 
"Nur durch Gespräche mit der Hamas kann Israel das Problem lösen."
 
Die Autonomiebehörde in Ramallah ist eine Selbstverwaltung von Israel Gnaden. Offizieller Verhandlungspartner des palästinensischen Volkes ist allein die Palästinensische Befreiungsorganisation PLO. Ihr Chef ist auch Präsident der Autonomiebehörde, Mahmud Abbas. Die heutige Staatenwelt wird durch Mitgliedschaft in der UNO definiert.
 
Die Hamas herrscht weder in einem anerkannten Staat noch gilt sie als anerkannte "Regierung" ihres Territoriums. Die Hamas ist nicht einmal Mitglied der PLO und übernahm die Macht in Gaza durch einen "illegalen" Putsch. Kein Land der Welt anerkennt die Hamas als Herrscher in Gaza. Gespräche Israels mit der Hamas würden die Legitimität der PLO als exklusiver Vertreter aller Palästinenser in Frage stellen.
 
Zudem würden so die von der Hamas nicht anerkannten Osloer Verträge außer Kraft gesetzt. Die bilden jedoch die rechtliche Grundlage für die Existenz der Autonomiebehörde und des palästinensischen Parlaments. Abgesehen von der Tatsache, dass die Hamas sich weigert, mit dem "illegitimen zionistischen Gebilde" zu reden, tut sich Israel schwer, mit einer Organisation zu verhandeln, die Israels Zerstörung anstrebt. Hinzu kommt, dass die Hamas von der EU, der UNO, den USA und Israel als Terrororganisation geächtet wird, solange sie nicht der Gewalt absagt, Israel anerkennt und bestehende Verträge akzeptiert. Gespräche Israels mit der Hamas würden keine Probleme lösen, sondern neue Probleme schaffen und mit Gewissheit keinen Frieden herbeiführen.
 
"Ideologien können nicht gewaltsam ausgelöscht werden."
 
Die menschenverachtende Ideologie der Hamas hat ihre Ursprünge weder in der Blockade Israels gegen den Gazastreifen noch in der seit 1967 andauernden Besatzung. Die Hamas ist ein Ableger der ägyptischen Moslembrüder und ihrer Ideologie aus den 1920er Jahren. Ausgerechnet die europäische Geschichte beweist, dass Staatsideologien durchaus mit Gewalt besiegt und beseitigt werden können. Nationalsozialismus, Faschismus, Stalinismus und der Kommunismus gingen ebenso unter wie die Weltreiche der Griechen, Römer, Mesopotamier und anderer vergessener Völker.
 
"Israels Vorgehen im Gazastreifen ist völkerrechtswidrig."
 
Die Genfer Konventionen verbieten ein absichtliches Töten von Zivilisten. So gesehen sind auf israelische Städte abgeschossene Raketen der Hamas in jedem Fall ein Kriegsverbrechen. Menschenrechtsorganisationen erwähnen das ganz selten in verstecken Nebensätzen. Die überwiegende Mehrheit der von Israel im Gazastreifen getöteten Palästinenser sind Kämpfer der Hamas. Vorerst scheint Israel "Kollateralschaden" weitgehend zu vermeiden.
 
Laut Genfer Konventionen verwandeln sich Schulen und Krankenhäuser in legitime militärische Ziele, sowie sie für militärische Zwecke missbraucht werden. In den nächsten Tagen dürften die zivilen Opfer drastisch ansteigen, wenn Israel - wie angekündigt - jene Privathäuser bombardiert, in denen die Hamas Raketen und andere Kampfmittel versteckt. Die Bewohner dieser Häuser wurden durch Anrufe des israelischen Geheimdienstes vorgewarnt. Gemäß dem Völkerrecht verlieren sie ihren Status als "unschuldige Zivilisten", sowie sie sich am militärischen Kampf der Hamas beteiligen.
 
"Das israelische Vorgehen schürt den Hass."
 
Das ist eine Frage nach der Henne und dem Ei. Mit abgrundtiefem Hass wurden Juden schon 1929 in Hebron und Jerusalem von den Arabern abgeschlachtet, lange vor Holocaust, Israel und Besatzung. Hass wird allein den Palästinensern, der Hamas und anderen Organisationen als Rechtfertigung für jegliche Verbrechen zugestanden. Viele palästinensische Ausbrüche der Gewalt und des Hasses passierten ausgerechnet, als es Fortschritte in den Friedensgesprächen gab, nach israelischen "Gesten" und anderen "positiven" Entwicklungen. Die blutige zweite Intifada brach aus, als es den Palästinensern wirtschaftlich besser ging als jemals zuvor und nachdem Ehud Barak in Camp David zu fast jeder Konzession bereit war. Jassir Arafat wies die Angebote zurück, weil er nicht "alles" bekam.
 
"Unverhältnismäßige Gewalt" wird immer nur Israel vorgeworfen, niemals aber jenen Organisationen, die israelische Städte mit Raketen angreifen oder Busse und Restaurants sprengen. Wäre israelische Gewalt "verhältnismäßig", wenn die Kampfjets in Gaza statt Trainingszentren der Hamas Busse und Restaurants sprengen oder willkürlich ungezielte Raketen auf Gaza abschießen würden?


01-01-2009

NEUJAHRSBRIEF
 

Liebe Freunde,

2008 war ein bewegtes Jahr, und vieles deutet darauf hin, dass sich dunkle Ringe im Wasser ausbreiten. „Denn es ist Zeit," ruft der Apostel Petrus aus, „dass das Gericht anfange an dem Hause Gottes. Wenn aber zuerst an uns, was wird das Ende derer sein, die dem Evangelium Gottes nicht gehorchen?" (1.Petrus 4:17)

Wenn ‚die Zeit gekommen ist’, nehmen die Dinge an Geschwindigkeit zu! Wie Treibholz steuern sie auf eine Stromschnelle zu und stürzen in die Tiefe. Dann werden nur noch wenige Überlegungen angestellt, und diese sind rein pragmatischer Art. Betrachtungen fahren wie allzu schnelle Bilder auf einem Schirm an einem vorbei; man kommt nicht mehr mit!

Zur Weihnachtszeit führte mich der Herr– nach einer anstrengenden Periode – wieder zum ‚frischen Wasser’ (Psalm 23:2), d.h. zurück in die Stille der Wüste in Israel, (in der keine Raketengeschosse zu hören sind). Hier habe ich durch Gottes Gnade den Umständen entsprechend alles in guter Ordnung vorgefunden: Gisèle und Maria haben mit den drei Hunden versucht, die Beduinen auf Abstand zu halten! Dennoch wurden uns 12 Sonnenkollektoren gestohlen, der Generator streikte immer wieder, die elektrischen Installationen ‚heulten’ und das Licht in der Mitte des Camps versagte seinen Dienst. Trotz aller Widrigkeiten pflanzte Gisèle (vor dem Angesicht des Herrn) neben unserem alten, morschen Schulwagen einen hohen, starken Baum. „Dies ist ein Glaubensbaum," sagte sie zuversichtlich. „Er wird Wurzel schlagen im Sand, genau wie wir!"

Wie die meisten von Euch wissen, wurden Benjamin und Lee nach 16 Stunden Gewahrsam im Ben Gurioner Flughafen des Landes verwiesen. Das war vor 2 Monaten; sie halten sich nun in Dänemark auf, wo sie eine Arbeit angenommen haben, um sich Geld für ihren Aufenthalt hier zu verdienen.

Selbst wurde ich kurz vor Weihnachten von einem Beamten des israelischen Außenministeriums in Ben Gurion willkommen geheißen. Ich hatte einen Brief von der Israelischen Botschaft in Kopenhagen in der Tasche. Innerhalb weniger Minuten wurde ich durch den VIP-Checkpoint geführt, der Diplomaten vorbehalten ist. Einige Tage später wurden wir in den nahegelegenen Moschav eingeladen, um dort zusammen mit Freunden Lichter für den Beginn des Chanukkafestes anzuzünden. Es war deutlich zu spüren, dass unsere ‚Nachbarn’ sich darüber freuten, dass ich wieder in Israel war.

Hier nimmt man sich nun unserer Visa-Angelegenheit an, und zwar, von der Spitze bis hin zur lokalen Ebene, d.h. in Jerusalem und Beersheva, also in den höchsten diplomatischen Kreisen als auch bei der einfachen Visa-Prozedur. Die ganze Sache wird sicherlich in die Länge gezogen. Es scheinen sich unsichtbare, doch mächtige Gegner in den Büros des Innenministeriums zu befinden, denen unsere Anwesenheit im Heiligen Land gar nicht recht ist.

 

DAS PROPHETISCHE ZEICHEN

Unsere Reise nach Papua wird in diesen Tagen weiter dokumentiert. Das französische Quartalsblatt, ‚Keren Israel’ hat einen ausführlichen Bericht über die 18-tägige Reise herausgegeben, die Gisèle und ich im August letzten Jahres in den Dschungel von Papua (New Guinea) unternommen haben. Weiterhin berichteten sie über das ‚prophetische Zeichen’, das am 12. Oktober in der israelischen Wüste gesetzt wurde. Die Zeitschrift, die in Frankreich, der Schweiz und dem französisch sprechenden Teil Kanadas erscheint, beschreibt in einer farbenfrohen Bildreportage, wie die Papuaner in ihrer Eingeborenenkleidung die ersten zwölf Grundsteine für den Heiligen Weg gelegt haben (Jes. 35:8 + Jes.40:3 + Jes.43:16-20 + Jes.63:1-2 + 34:6). Nachdem dieses bedeutsame Zeichen unter der papuanischen und israelischen Fahne errichtet wurde, nahmen unsere Schwierigkeiten rasant zu. Es war, als ob eine satanische Intelligenz gegen uns arbeitete: Das Flugzeug der Papuaner stürzte über dem Pazifik fast ab, als ihnen ein Flugzeug auf gleicher Höhe entgegenkam (etliche – auch von der Besatzung – wurden durch das plötzliche ‚Abtauchen’ der Maschine verletzt), und wir sind als Familie nach dieser prophetischen Handlung mehr oder weniger ‚des Landes verwiesen’! Hier geht es nun darum, ‚gegen die listigen Anläufe des Teufels zu bestehen! Denn wir haben nicht gegen Fleisch und Blut zu kämpfen, sondern mit Fürsten und Gewaltigen, nämlich mit den Herrschern der Welt, die in der Finsternis dieser Welt herrschen, mit den bösen Geistern in den Himmeln (Epheser 6:11-12).

 

DIE TÄGLICHE ARBEIT

Ein Teil meiner Zeit bin ich damit beschäftigt, tägliche, sowie wöchentliche Abschnitte zu verfassen, u.a. unter dem Titel: ‚Das Prophetische Wort’ und ‚Der Kampf um das Wort’ (auf meiner Internetseite jedoch nur auf dänisch). Letzteres hat dazu geführt, dass ich begonnen habe, die dänische Bibel neu zu übersetzen. Vor vielen Jahren habe ich in Zusammenarbeit mit anderen Christen das Grundmanuskript für ‚Die Bibel in der Umgangssprache’ geliefert. Heute bin ich davon überzeugt, dass der Herr mir aufs Herz gelegt hat, eine Übersetzung zu erarbeiten, die sich eng an den ursprünglichen, griechischen Text orientiert.

Dies ist eine mühsame Arbeit; sie bringt mich in einen täglichen Konflikt mit der letzten neutestamentlichen ‚Übersetzung’ der Bibelgesellschaft mit dem Titel: ‚Das Neue Abkommen’.

Die notwendigen, auf der Internetseite veröffentlichten Korrektionen, sowie die manchmal täglichen, direkten Angriffe auf diese neuzeitliche ‚Übersetzung’ werden von meiner Seite von der Überzeugung getragen, dass gerade in dieser Pseudo-Bibel die Absichten des Zeitgeistes deutlich dokumentiert werden. Wenn diese Ausgabe des Neuen Testaments z.B. 65 Mal den Namen Israel streicht, so handelt es sich zweifelsohne um einen antisemitischen Geist (der ein Teil des Zeitgeistes ist), der da im Hintergrund lauert. Ich habe die Hoffnung, innerhalb eines überschaubaren Zeitraums die Übersetzung des Briefs an die Römer zu veröffentlichen, um so ausreichend Interesse an diesem Werk zu schaffen, damit dem dänischen Volk eine glaubwürdige Bibel gegeben werden kann.

 

WICHTIGER TERMIN IN BEERSHEVA

Wir sind nun seit über 12 Jahren in Israel und seit 7 Jahren hier in der Arava Wüste, wo wir uns als ‚illegale’ Bewohner niedergelassen haben, d.h. ohne ausdrückliche Genehmigung der Behörden, so wie die ersten jüdischen Siedler, die vor einem halben Jahrhundert ins Land kamen. Ein 6-Seiten langer Artikel in der zweitgrößten, israelischen Tageszeitung hat dazu geführt, dass die lokalen Behörden uns gegenüber dem Innenministerium, (die uns weiterhin deportieren wollen), verteidigt haben. Ein entscheidendes Treffen wurde nun für den 2. Februar um 9.00 Uhr morgens in Beersheva mit der staatlichen Organisation Minhal (die alle Entscheidungsgewalt über alles Land in Israel hat) anberaumt. Hier wird ganz sicher über unser Schicksal entschieden, was unsere zukünftige Arbeit und unseren Aufenthalt hier anbelangt. Ja, es besteht eine schwacher Hoffnungsschimmer, dass wir soweit legalisiert werden, dass uns der Platz, auf dem der Pilgerkonvoi steht, für eine Reihe von Jahren (abschließend bis zu 49 Jahren) zur Verfügung gestellt wird. Von daher ist dieses Treffen für uns ein großes Gebetsanliegen für das Neue Jahr.

Dieses Treffen wurde von örtlichen Farmern, (zusammen mit der Ortsgemeinde) mit den Regierungsleuten in Beersheva arrangiert. Es wirkt sich natürlich positiv für uns aus, dass unsere Nachbarn sich in dem Maße gegen eine Abweisung einsetzen, dass sie auf eigene Initiative ein Treffen mit Repräsentanten der Regierung in Abrahams alter Wüstenstadt vereinbart haben. Es ist unser Gebet, dass wir an dem Ort bleiben können, an dem in den letzten 7 Jahren eine Wüstenoase entstanden ist.

Mit diesem Brief möchten wir allen unseren Freunden danken für alle Gebete und Unterstützung im vergangenen Jahr und Euch Gottes Segen wünschen für das Neue Jahr

J o h n y N o e r


 

11-11-2008

EINREISE NACH ISRAEL VERWEIGERT


Benjamin & Lee
 

DER ERLASS EINES UNBEKANNTEN ISRAELISCHEN GESETZES MIT ERNSTHAFTEN KONSEQUENZEN

In der Nacht zum 2. November gab es bei der Immigrationspolizei im Ben Gurioner Flughafen in Tel Aviv einen Vorfall, der bislang in dieser Weise noch nicht vorgekommen ist. Das dänische Ehepaar, Benjamin und Lee Noer, das sich nach einem kurzen Ferienaufenthalt in der Türkei auf dem Rückweg zum Wüstencamp in Givat Hazeva, (90 km südlich von Beersheva) befand, wurde von den israelischen Behörden im Flughafen in Gewahrsam genommen.

Sie wurden darüber informiert, dass sie aufgrund des neuen Gesetzes nicht mehr nach Israel einreisen dürften. In den darauffolgenden 16 Stunden erlebten sie eine solch raue, ja brutale Behandlung, dass sie unter Schock standen, als sie zum Flug in die Türkei eskortiert wurden.

Zwei Berichte über dieses Ereignis wurde dem israelischen Botschafter in Kopenhagen zugesagt. Der Botschafter, Herr Arthur Avnon, setzte sich daraufhin telefonisch mit dem Vorsitzenden des Vereins ‚Desert Peace Expedition’ und Vater von Benjamin in Verbindung, entschuldigte sich für das Verhalten der Polizei und versprach, ‚Maßnahmen zu ergreifen’. Er erklärte, dass es nicht das erste Mal sei, dass Beschwerden über die dortigen Zustände eingereicht worden wären und versprach, Benjamin und Lee zur Rückreise nach Israel zu verhelfen. Eine kurzfristige Lösung in dieser Sache ist jedoch keine wirkliche Hilfe, da man in der Knesset nun ein Gesetz erlassen hat, das mit rückwirkender Kraft alle Personen ausschließt, die einen freiwilligen, christliche Sozialdienst ausführen und bisher länger als insgesamt 27 Monate im Land gewesen sind. Dies trifft auf die Familie Noer zu, die seit langem (ohne dass es ein Gesetz darüber gegeben hat) diesen Zeitraum überschritten hat. In Verbindung mit Benjamin und Lees Situation wurde gesagt, dass ‚Johny und Gisèle Noer die nächsten auf der Liste seien, - doch bis zu 40% aller freiwilligen, sozialen Dienste im Land werden von christlichen Freunden Israels ausgeführt.

Deshalb möchten wir unsere Freunde zur Fürbitte für die Familie Noer und die nicht-israelischen Mitarbeiter von Desert Peace aufrufen, dass ihre Situation bzgl. ihres Visums nun dahin gehend geändert wird, dass das Werk in Israels Wüste fortesetzt werden kann.

Diejenigen, die sich beim Lesen des nachfolgenden, ausführlichen Berichts über Benjamin und Lees 16-stündigem Alptraum veranlasst fühlen, sich an die israelische Botschaft in Kopenhagen zu wenden, sollte dies mit Respekt und dem Gedanken tun, dass der israelische Botschafter der Familie Noer seine Hilfe zugesagt hat. (E-Mail Adresse: info@copenhagen.mfa.gov.il)

Der erste Teil des Berichts erläutert, wie das junge Ehepaar nach einer erfolgreichen Wüstenexpedition mit 54 israelischen, palästinensischen Arabern und jungen Leuten aus Europa nach einem kurzen Aufenthalt in der Türkei im Flughafen zurückgehalten wurde.

 

Lee berichtet:

DAS SCHLIMMSTE ERLEBNIS MEINES LEBENS

„Nach einem strengen Sicherheitsverhör wurden wir in ein Wartezimmer der Flughafenpolizei gebracht. Hier wurde uns klar, dass unser Schicksal besiegelt war: Man würde uns in die Türkei zurückschicken. Trotz der Tatsache, dass wir bereits mehrere Male durch die Prozedur des Sicherheitschecks gekommen waren, wurde dieser nun aufs Neue durchgeführt. Dieses Mal mit einer noch gründlicheren ‚Leibesvisitation’.

„Das Personal hier war aggressiver und rauer", erzählt Lee, „besonders die für den Dienst verantwortliche junge Frau. Irgendwann bat einer ihrer Mitarbeiter darum, uns ‚zufriedenzulassen’, doch offensichtlich ‚hatte er nichts zu melden’.

Danach wurden wir der Immigrationspolizei übergeben, " fährt Lee fort und fügt hinzu: „… und hiermit begann eine der traumatischsten Erlebnisse meines Lebens, was der Grund dafür ist, dass mein Mann und ich es als unsere Pflicht ansehen, über das Geschehene zu berichten. Nicht nur um unserer selbst willen, sondern auch im Hinblick auf die über 2000 Personen (eine Zahl, die unsere Wächter uns stolz mitteilten) deren grundlegende Menschenrechte an diesem schrecklichen Ort aufs Gröbste verletzt werden.

Die Einwandererpolizei brachte uns zu einem Fahrzeug, woraufhin mein Mann versuchte herauszufinden, was nun geschehen sollte. (Fast fünf Stunden waren bereits vergangen, ohne dass wir etwas gegessen oder getrunken hatten.) Es wurde uns klar, dass sie uns nun an einen Ort bringen würden, wo wir die Nacht verbringen sollten. Als wir Näheres darüber wissen wollten, begann der Begleitoffizier uns mit ‚der Macht, die ich über Euch habe’! zu drohen. „Ihr werdet nicht in einem Hotel untergebracht!" und fügte hinzu: „Aber es ist auch kein Gefängnis!" (Bald würden wir zu sehen bekommen, dass der Ort kein Gefängnis war, sondern noch etwas Schlimmeres) „Ihr steht unter meiner Autorität", sagte er, „und das, was ich hier sage, gilt!" Er fügte hinzu, dass er ‚uns trennen wolle’; beide hatten wir das Gefühl, dass dies kein ‚gültiges Gesetz’ war. Mein Mann erklärte, er wolle gerne bei mir bleiben, um sicher zu gehen, dass mir kein Leid geschehe. Der Offizier antwortete: „Das ist aber beschlossene Sache!" Jetzt sprach er nicht länger. Er schrie: „Ihr habt hier nichts zu sagen."

 

DIE ANGST ÜBERWÄLTIGTE MICH

Wir kamen an einen Ort, der einer Polizeistation ähnlich sah. Hier wurden wir in einen kleinen, schmutzigen Raum gebracht, der als ‚Rezeption’ galt. Als ich dort zwei weitere Männer stehen sah, zusammen mit dem Offizier, der uns die ganze Zeit bedrohte, wurde ich von Angst überwältigt; ich konnte einfach nicht verstehen, weshalb wir wie Verbrecher behandelt wurden.

„Ich habe Angst", sagte ich meinem Mann; „ich habe Angst, unter diesen Umständen von dir getrennt zu werden." Benjamin versuchte den diensthabenden Offizier (David Peretz) zur Vernunft zu bringen, doch dieser begann, völlig außer Kontrolle geraten, laut zu schreien. Drohend ging er auf Benjamin zu. „Ich kann tun, was ich will!" rief er. „Nehmt ihnen ihr Telefon, Photoapparat, Schreibutensilien, und was sie sonst noch an persönlichen Sachen haben", befahl er. Wir versuchten ihm zu erklären, dass wir dabei waren, einen Rechtsanwalt einzuschalten, und dass wir dafür unser Telefon bräuchten. Er gab uns keine Antwort auf die Frage, inwieweit es verboten war, im Besitz eines Telefons zu sein. Später fanden wir heraus, dass dies ein Spiel war, das nach eigenen Regeln gespielt wurde.

Andere erzählten uns nämlich, dass in der vorhergehenden Nacht zwei junge, smart gekleidete Damen hineingebracht worden waren; ihnen wurde erlaubt, so viel zu telefonieren, wie sie wollten. Sie spazierten in ihren Zellen ein aus und konnten Besuch empfangen, während andre ‚Insassen’ (z.B. ein junges Mädchen aus Sri Lanka und eine ältere polnische Frau) die dort seit über einem Monat interniert waren, weder ein einziges Mal ihre Zellen verlassen noch einen Telefonanruf tätigen durften.

Zum Schluss wurden mir das Schreien und die Versuche, uns einen Schrecken einzujagen, zu viel. Von Angst überwältigt bei dem Gedanken, was diese Menschen alles mit uns anstellen könnten, brach ich in Tränen aus. Mein Mann, der meinen Zustand erkannte und versuchte mich zu beschützen, bat nun nur noch um eins: „Bitte, Sie dürfen uns nicht voneinander trennen!" – „Hier habt Ihr das zu tun, was gesagt wird, " rief der Mann, „und vergesst nicht, dass ich euch wehtun kann – ja, ich kann dafür sorgen, dass ihr sehr leidet (eine direkte Übersetzung aus dem Hebräischen).

„Meine Frau fürchtet sich vor Ihnen", sagte Benjamin. Er weigerte sich jedoch, dies zu glauben.

Nun verließ er uns, um mit seinem Vorgesetzen zu sprechen. Als er zurückkam, erfuhren wir, dass man uns in der gleichen Zelle unterbringen würde. „Aber dies ist nur möglich, wenn ihr euch unterordnet!"

Jetzt wurden wir selbst nach oben zu seinem Vorgesetzten geführt. Wir erkundigten uns nach der Möglichkeit, unsere Familien telefonisch über unseren Verbleib zu unterrichten, was uns gestattet wurde. Auch baten wir darum, die Dänische Botschaft anzurufen. Dies wurde uns jedoch – angeblich weil es schon so spät war - verweigert. Als wir erwähnten, dass die Botschaft immer für dringende Fälle zu erreichen sei, wurden wir sogleich wieder in unsere Zelle gesperrt. Diese Vorgehensweise wurde jedes Mal angewandt, wenn wir eine Bitte äußerten.



 

EINE SCHMUTZIGE GEFÄNGNISZELLE

Als man uns dort ‚einquartierte’, waren wir tief geschockt; alte Essensreste lagen auf dem Tisch, wovon der Abfalleimer voll war! Die Duschkabine war so verdreckt, dass keiner von uns auch nur einen Schritt hineinwagte, geschweige denn, sie zu benutzen.

Einige alte Decken, die vom vielen Gebrauch so schmutzig waren, dass ich das Gefühl hatte, würde ich sie nur berühren, bekäme ich Läuse. Die Matratzen waren mit zerrissenem Plastik bedeckt, ohne Betttuch und Kopfkissen. Der Fußboden und die Wände waren wochenlang nicht gereinigt worden. Dies war wirklich eine Gefängniszelle, ohne Türklinke und Lichtschalter, mit Gittern vor den Fenstern, und was wie eine Kamera-Installation an der Decke aussah, … sogar in der Toilette hatte man diese angebracht. Der Raum erschien kalt und schmutzig; man hatte das Gefühl, sich weder setzen, schlafen oder essen zu können. Hier sollte ich erwähnen, dass uns ein Sandwich gegeben wurde – die gleiche Art, mit denen der Abfalleimer gefüllt war. Es war mit irgendetwas ‚Schwarzem’ gefüllt, das angeblich aus Avocado bestand. Wir fühlten uns machtlos, an einem furchtbaren Ort eingesperrt, ohne Möglichkeit um Hilfe rufen zu können.

*

Wir warteten bis es hell wurde und fragten dann, ob wir telefonieren dürften. „In zwei Stunden", wurde uns gesagt. Von unserem kleinen Fenster in der Tür aus konnten wir sehen, dass der Grund für diese Ablehnung nur darin bestand, uns verstehen zu lassen, dass sie diejenigen waren, die das Sagen hatten. Nach einer halben Stunde war mein Mann so frustriert, dass er - in höflichem Ton – die Frage wiederholte.

„In einigen Minuten", lautete die Antwort.

Endlich wurden wir herausgelassen. Wir kamen an einer Zelle vorbei, in der eine ca. 50-jährige Frau saß. Sie machte einen völlig entsetzten Eindruck. Später hörte ich, dass sie seit fast einem Monat eingesperrt war. In diesen unhygienischen, schmutzigen Zellen einen ganzen Monat eingeschlossen, ohne Erlaubnis, telefonisch Verbindung mit der Umwelt aufzunehmen. Diese Frau war auch aufgrund eines Visa-Problems in diese Situation geraten; sie war keine Verbrecherin.

Jetzt wurde uns die Erlaubnis erteilt zu telefonieren. Mein Mann rief die Botschaft an, um ihnen von den Umständen zu berichten, denen wir uns unterordnen mussten, und dass man uns an diesem Ort festhielt. „Sie sagen, dass wir nicht unter Arrest stehen, doch haben sie uns alle unsere Sachen weggenommen und uns eingesperrt."

Nach diesem Gespräch mit dem Botschafter fragte ich, ob ich mich telefonisch mit einem Rechtsanwalt in Verbindung setzen dürfe. „Weshalb?" kam die Gegenfrage. „Um Berufung einzulegen gegen das Urteil des Landesverweises", antwortete ich.

Dazu wurde uns eine Genehmigung erteilt.

Während ich telefonierte, wurde mein Mann aufs Neue verhört. Als ich mein Telefongespräch beendet hatte, war der Offizier so in Wut geraten, dass er uns auf der Stelle in unsere Zelle zurückbeorderte.

 

ZUM ZELLE PUTZEN VERDONNERT

Es war nun 8.30 Uhr morgens. Ein schmutziger Becher Tee wurde vor uns hingestellt, dazu zwei Sandwichs, das keiner von uns anrühren wollte, obwohl wir inzwischen sehr hungrig geworden waren. Wir spülten einen der 10 in der Zelle herumstehenden, schmutzigen Becher ab und tranken etwas Tee.

Als uns zum zweiten Mal geöffnet wurde, teilte man uns mit, dass unser Flug in die Türkei um 11.00 Uhr abgehe. Bisher hatten wir von anderen Flugzeiten gehört, wie 12.00, 14.00 und 15.00 Uhr. Nun waren wir unsicher. Mein Mann fragte einen Aufseher, ob wir unterwegs im Flughafen etwas zu essen kaufen könnten. „Wir bezahlen selbst", sagte er. „Fragen Sie Ihren Chef!"

Fünf Minuten später kam der Aufseher zurück und sagte: „Sie wollen mit dir sprechen!" Ich folgte mit und hörte wie sie sich ärgerlich miteinander unterhielten: „Warum sind sie zusammen?" Als wir ins Büro traten, standen dort 6 Männer. In einem Nebenraum hörten wir ein Gespräch mit an, in dem ein Offizier einer anderen Person zurief: „Ich kann sehr, sehr, sehr böse werden!"

Der Offizier bat meinen Mann einzutreten. Er gebrauchte dabei einen geläufigen, hebräischen Ausdruck, aber in einem schroffen Tonfall: „Mein Freund, komm herein!" Um die Atmosphäre ein wenig zu entspannen, sagte mein Mann: „Gut zu hören, dass ich Ihr Freund bin und nicht Ihr Gefangener." worauf die Zeitbombe platzte. Der Mann fing an zu schreien, eine Frau, die anwesend war, schrie noch lauter. Sie befahl meinem Mann zu verschwinden, was er tat, doch der Offizier rief ihm hinterher: „Wer hat Ihnen erlaubt zu gehen? Sprechen Sie mit mir oder mit ihr?"

Mein Mann wusste nicht, was er tun sollte. Schließlich ging er zurück.

„So, Sie meinen, dass Ihr Raum schmutzig sei?" fragte der Offizier. Wir waren uns nicht sicher, ob sie diese Aussage von uns hatten oder vom dänischen Justizministerium gehört hatten, das offensichtlich versucht hatte, mit uns in Kontakt zu treten, aber keine Erlaubnis erhalten hatte.

„Nun, Sie können den Raum selber putzen", sagte er sarkastisch. „Gebt ihm einen Besen!" Dann sagte einer der Männer (alle hatten sich versammelt und gaben laut ihre Kommentare ab), dass er seine Kamera holen wolle. „Ich will ihn beim Putzen filmen!"



 

WURDEN MIT GEWALT VONEINANDER GETRENNT

Der Offizier stellte nun Fragen hinsichtlich des Essens. „Nun, Sie sagten, Sie würden gerne zu McDonalds Essen gehen? Haben wir Ihnen denn kein Essen gegeben?" Mein Mann antwortete ihm daraufhin, dass der Ort wirklich sehr schmutzig und die Zelle mit Essensresten gefüllt sei. Zu diesem Zeitpunkt tauchte ‚der Mann, der sehr, sehr böse werden konnte’ auf. „Trennt diese beiden voneinander", rief er. „Gebt ihnen nichts, kein Essen, nichts. Ich werde demjenigen, der es wagt, ihnen auch nur das Geringste zu geben, Arme und Beine brechen!" Gleichzeitig wurden verschiedene Befehle erteilt: „Bringt sie in den Raum, dass wie saubermachen können!" Wir wurden von allen Offizieren durch den Korridor bis hin zu unserer Zelle begleitet. Ich hatte große Angst, was sicherlich daran gesehen werden konnte, dass ich mich fest an Benjamin klammerte. Da begann jemand zu rufen: „Trennt sie voneinander!" Wenn ich mich nicht täusche, wurde dies gefilmt. Ich geriet in Panik und begann so heftig zu weinen, dass ich fast keine Luft mehr bekam, während ich mich mit aller Kraft weiter an Benjamin klammerte. Er legte seinen Arm um mich und hielt mich fest. „Trennt sie voneinander", wurde immer wieder gerufen, und ich hörte meinen Mann sagen: „Ich flehe Sie an: bitte, tun Sie das nicht!" Als Benjamin meinen Zustand sah, bat er darum, einen Arzt zu rufen. Doch sie waren zu nichts zu bewegen. „Wenn Sie sie nicht dazu bringen in diese Zelle hier zu gehen, dann werden wir sie mit Gewalt hineinschaffen." Benjamin bat um eine Minute Zeit, um die Männer zu beruhigen. „Nein", riefen sie. Schließlich trat eine Offizierin hervor und sagte: „Gebt ihnen doch eine Minute!" wandte sich dabei an mich und fügte hinzu: „Wir können alle drei in die Zelle gehen um zu sehen, wo Sie angebracht werden, zusammen mit anderen Gefangenen." Doch ich war starr vor Entsetzen. Benjamin erklärte mir, dass wir nichts dagegen tun könnten, jeder von uns müsse in die ihm angewiesene Zelle gehen. (Zu diesem Zeitpunkt meine ich, dass einigen klar wurde, dass sie zu weit gegangen waren. Sie begannen Fragen zu stellen, während gefilmt wurde – wahrscheinlich in dem Versuch, ihre Verhaltensweise zu vertuschen).

Sobald ich in der Zelle war, wurde die Tür zugeschlagen, und mein Mann mit fünf anderen in eine andere Zelle geschoben. Es gab übrigens ungefähr 5 weitere leere Zellen, doch das Personal entschied sich dafür, fünf kräftige Männer in einer kleineren und noch schmutzigeren Zelle zusammenzustauchen. Kurz darauf kehrten sie mit Reinigungsmaterial zurück und erklärten: „Dieser Mann sagt, die Zelle sei schmutzig; nun werden Sie alle saubermachen."

Ich kann mir nur vorstellen, dass es ihre Absicht war, die anderen Gefangenen gegen Benjamin aufzubringen. Aus Angst davor, was sie mit mir anstellen könnten, nahm er die Putzsachen und fing an die Zelle zu säubern…

 

WEITERE DROHUNGEN

45 Minuten später wurden wir aus der Zelle geholt und nach unten geführt, wo unser Gepäck war. „Ihr werdet nun zum Flugzeug begleitet!" wurde uns gesagt. Die ganze Szene, als wir auseinander gerissen wurden und man Benjamin aufforderte zu putzen, war also nur ein Teil des Machtspiels. Wir wollten unser Gepäck prüfen, um nachzusehen ob nichts fehlte. Welch einen Grund sollten wir auch haben, diesen Männern Vertrauen zu schenken. „Ihr werdet in Eure Zelle zurückgebracht, wenn Ihr anfangt, Euer Gepäck zu untersuchen", drohten sie. Ein Offizier gab uns dazu jedoch die Erlaubnis.

Ich sollte vielleicht noch hinzufügen, dass sich mein Mann bei allen Anfragen immer des höflichen Ausdrucks ‚Sir’ bedient hat in der Hoffnung, es mit Offizieren des Gesetzes zu tun zu haben, und nicht mit Männern, die sich ‚ins Niemandsland’ begeben, wenn sie behaupten, dass sie selbst das Gesetz sind und Macht haben, genau das zu tun, was sie wollen!

Bevor ich ins Fahrzeug stieg, das uns zum Flugzeug bringen sollte, bat ich um ihre Namen. „Sie können alle die Namen haben, die Sie wollen", sagten sie grinsend. In der Eile und aufgrund der angespannten Situation gelang es mir nur, vier Namen aufzuschreiben, wovon drei davon die schlimmsten in unserer ‚Feuerprobe’ waren. Ich war entsetzt darüber zu sehen, wie selbstsicher sie sich in ihrer Position fühlten; sie waren wirklich davon überzeugt, dass wir machtlos seien und in dieser Sache nichts unternehmen könnten.

Seit 11 Jahren reisen wir nach Israel ein und aus. Es liegt mir sehr auf dem Herzen zu unterstreichen, dass das, was wir hier erlebt haben, nicht Israel ist. Wir lieben dieses Land und dieses Volk. Es handelt sich nur um eine kleine Abteilung, die mit Touristen zu tun hat, doch wenn dieser furchtbare Ort in Ben Gurion nicht überwacht wird, und die Verhältnisse sich nicht ändern, dann erwartet bald 2000 anderen das gleiche Schicksal – oder ein noch schlimmeres.

Mein Mann und ich, seine Eltern und zwei weitere ausländische Mitglieder unseres gemeinnützigen Vereins, Desert Peace Expedition, wünschen dieses Projekt, das uns am Herzen liegt und für viele junge Leute ein Wendepunkt ihres Lebens geworden ist, weiter fortzuführen. Wir fürchten uns jedoch davor, wie bisher, mit einem Touristenvisum nach Israel zurückzukehren.


19-10-2007

West-Papua

(vgl. Wirtschaft und Entwicklung, Transmigration und Landrechte, Zentralismus, Umwelt)

West-Papua ist der Westteil von Neuguinea, der zweitgrößten Insel der Welt. West-Papua ist reich an Rohstoffen wie kaum eine andere Provinz Indonesiens. Kupfer, Gold, Nickel, Holz, Bauxit, Erdöl und Erdgas werden von internationalen Unternehmen ausgebeutet, mit verheerenden Folgen für die Umwelt und die indigene Bevölkerung. Für die Sicherung der Großprojekte ist Polizei und Militär zuständig. Auf ihre Konten gehen die seit Jahrzehnten andauernden gravierenden Menschenrechtsverletzungen. Das Ausmaß dieser Verbrechen führt dazu, dass die Stimmen, die eine Unabhängigkeit des Landes von Indonesien fordern bzw. eine Revision des so genannten 'Act of Free Choice', demzufolge West-Papua 1969 in die indonesische Provinz Irian Jaya umgewandelt wurde, unter den Nachfolgern Suhartos immer lauter wurden. Nach der kurzen Phase der Offenheit und Entspannung nach seinem Rücktritt ist West-Papua erneut Schauplatz von Gewalt und verheerenden Umweltzerstörungen geworden.

West-Papua ist das einzige Gebiet des ehemaligen Niederländisch-Indien, das 1949 bei der alten Kolonialmacht verblieb. 1962 wurde West-Papua auf Druck der USA unter VN-Verwaltung gestellt und 1963 an Indonesien übergeben mit der Aufforderung, bis spätestens 1969 ein Referendum (Act of Free Choice) abzuhalten. 1969 wurde in einer Atmosphäre scharfer Repression eine Volksabstimmung durchgeführt: 1.026 handverlesene traditionelle Führer – eingeschüchtert und bestochen –  stimmten einstimmig dem Verbleib in Indonesien zu. Zwar stellten VN-Beobachter die Legitimität der ‚Volksabstimmung' in Frage und sprachen von einer Farce, doch haben die Vereinten Nationen sie, im Gegensatz zur Annexion
Ost-Timors, anerkannt.

Ein wesentlicher Grund für die weltweite Annerkennung des ‚Act of Free Choice’ und die Ignoranz gegenüber den Anliegen der Papuas ist der Rohstoffreichtum des Landes, der das Interesse ausländischer Firmen geweckt hat. Nachdem die Frage der Zugehörigkeit West-Papuas geklärt war, begann in großem Umfang und unter Beteiligung ausländischer Firmen die Ausbeutung der begehrten und wertvollen Rohstoffressourcen. Weite Teile des Landes sind per Konzession an multinationale und indonesische Minen-, Erdöl-, und Holzschlagfirmen vergeben, die ca. 20% des indonesischen Nationaleinkommens erwirtschaften. Die Papuas bekommen davon nur einen Bruchteil zurück.

Der größte Steuerzahler in Indonesien ist die US-amerikanische Gesellschaft Freeport McMoran Copper and Gold Ltd.. Ihre Tochtergesellschaft PT Freeport Indonesia baut in dem Gebiet um Timika im Süden West-Papuas Kupfer ab. Von ihr werden Umweltzerstörungen in unvorstellbaren Ausmaßen verursacht. Die Mine belastet den Fluss Ajikwa täglich mit über 100.000 Tonnen Rückständen aus der Erzförderung, was dazu führt, dass weite Regenwaldgebiete im Überschwemmungsgebiet biologisch tot sind. Die Rückstände im Flusswasser vergiften bei jedem Regenfall weitere Gebiete im Umkreis und führen immer wieder zu dramatischen Umweltkatastrophen. Die Menschen, die in diesem Gebiet leben, müssen dem Fortschritt weichen. Ihre sakralen Stätten werden entweiht und zerstört und sie selbst aus dem Land ihrer Vorfahren vertrieben.

Im Namen von Modernisierung und Entwicklung hat sich die indonesische Regierung in
den letzten 30 Jahren rigoros über traditionelle Landrechte hinweggesetzt, und die indigene Bevölkerung sieht sich ihres Lebensraumes beraubt. Hinzu kommt das Problem der Konfiszierung von als „ungenutzt" erklärtem Land, das an Transmigranten aus Java und Bali vergeben wird. Die Lebensweise der Indigenen, die mehrheitlich noch von der Jagd und vom Wanderfeldbau leben, gilt den offiziell propagierten Vorstellungen von Entwicklung als hinderlich und wird als rückständig angesehen. Ihre traditionelle Lebensweise ist bedroht, und der Verlust von kultureller Identität führt zu zunehmender Orientierungslosigkeit.

Die Bewohner West-Papuas wehren sich gegen die rücksichtslose Ausbeutung ihres Landes und die Zerstörung ihrer Lebensgrundlagen. Doch sie scheitern am indonesischen Militär, das die Interessen der multinationalen Konzerne schützt. West-Papua hatte wie die Provinz Aceh im Norden Sumatras den Status eines Militärischen Operationsgebiets (DOM), der 1998 in den Status einer ‚überwachten Unruheprovinz’ umgewandelt wurde. In der DOM-Zeit schuf das indonesische Militär mit gezieltem Terror gegenüber der Zivilbevölkerung ein beständiges Klima der Angst. Jeder Ansatz von Protest wurde als Entwicklungshemmnis eingestuft, jede kritische Stimme als Unterstützung der Unabhängigkeitsorganisation ‚Organisation Freies Papua’ (OPM) verdächtigt, gegen deren bewaffneten Widerstand das Militär mit Brutalität vorging. Wer die Ziele der Modernisierung nicht unterstützte, galt als subversiv und konnte folglich verfolgt, willkürlich verhaftet, geschlagen und gefoltert werden. Im Zuge von Strafmaßnahmen sind ganze Dörfer zerstört und die Bewohner vertrieben bzw. getötet worden. Schätzungen internationaler Menschenrechtsorganisationen zufolge sind im Namen der nationalen Sicherheit über 200.000 Menschen umgebracht worden (Einwohner West-Papuas: etwa 2 Millionen).

Freeport ist ein Beispiel für die weit reichende Verflechtung des indonesischen Militärs mit den Interessen multinationaler Konzerne. Auch die Holzkonzerne stellen in ihren Operationsgebieten praktisch Regionalmächte dar. Es ist ein offenes Geheimnis, dass Regierungssoldaten von den Konzernen ein ‚zweites Gehalt’ für ihre Dienste bekommen. Nach Angaben der Organisation Amung Ne Sorei ist das Militär untrennbar mit der lokalen Freeport-Verwaltung verbunden.1995 wurde der Gesellschaft von der australischen Organisation ACFOA (Australian Council For Overseas Aid) und von Bischof Munninghoff (in der Provinzhauptstadt Jayapura) die Mitschuld an schweren Menschenrechtsverletzungen
vorgeworfen. Der Bericht führte erstmals detailliert Übergriffe des Militärs auf, die teilweise mit Unterstützung oder im Dienste von Freeport geschahen. Anstatt die
Menschenrechtsverletzungen untersuchen zu lassen oder Landrechtsforderungen zu berücksichtigen, versucht die Gesellschaft nun, durch einen Fonds einen
'Entwicklungsplan' für die Region zu finanzieren, der mit Hilfe von lokalen Behörden und Militär umgesetzt werden soll.

Die brutalen Militäraktionen haben die anti-indonesische Haltung der einheimischen Völker verstärkt. Auch ihre Forderungen nach politischer und wirtschaftlicher Partizipation sowie nach Entschädigung für Landenteignungen, nach Umweltschutz- und Entwicklungskonzepten, die die Lebensweise der Stammesvölker berücksichtigen, blieben viel zu lange unbeantwortet. Menschen, die sich in Nichtregierungsorganisationen und in ihren christlichen Gemeinden für diese politischen und gesellschaftsrelevanten Ziele einsetzten, wurden vom Militär ausnahmslos als Störenfriede angesehen und in ihrer Arbeit bedroht.

In den ersten Monaten nach Suhartos Rücktritt (1998) erlebte West-Papua Ansätze einer demokratischen Bewegung. Die Bevölkerung in West-Papua nutzte die neuen Freiheiten, um in öffentlichen Diskussionen und Demonstrationen auf ihre Anliegen aufmerksam zu machen und ihr Recht auf Selbstbestimmung einzufordern. Nach anfänglicher Duldung griffen Behörden und Sicherheitskräfte wieder zu den altbewährten Mitteln und schlugen Kundgebungen mit Waffengewalt nieder. In mehreren Etappen kamen neue Truppen nach West-Papua, wobei auch das ehemalige deutsche NVA-Schiff ‚Schwedt’ eingesetzt wurde - eine Verletzung der zwischen der Bundesregierung und der indonesischen Regierung abgeschlossenen Verträge über die Lieferung und Verwendung dieser Schiffe. Die Verstärkung bewaffneter Kräfte führte, wie erwartet werden konnte, zu einer Eskalation der Gewalt und zur Verschärfung des Konflikts. Besorgnis erregend ist, dass die Sicherheitskräfte wie in Ost-Timor pro-indonesische Milizen aufstellten. Der Einsatz von Waffen und die fehlende Dialogbereitschaft seitens der Regierung provozierten den Widerstand der Papuas und ließen den Ruf nach Unabhängigkeit lauter werden.

Auf der seit 1961 ersten freien Versammlung von 2700 Papuas, dem II. Nationalen Kongress West-Papua vom 29. Mai bis zum 4. Juni 2000, waren die Befürworter der Unabhängigkeit in der Überzahl. Doch der Kongress vermied die offene Konfrontation mit Jakarta und machte nur vorsichtig geltend, dass die Unabhängigkeit schon 1961 ausgerufen worden sei. Ziele des Kongresses waren die Neubetrachtung der Geschichte West-Papuas und Revidierung der internationalen Anerkennung als Teil Indonesiens, die Festigung der politischen Bewegung und die Erstellung des politischen Programms. Der Kongress beauftragte das im Februar 2000 gewählte Präsidium mit den beiden Vorsitzenden Theys H. Eluay (ermordet am 11. November 2001) und Tom Beanal, sich für die weltweite Anerkennung der Souveränität West-Papuas, für die Verfolgung der Menschenrechtsverletzungen, für friedliche Verhandlungen mit Indonesien und den Niederlanden und für die eigenverantwortliche Nutzung der Ressourcen einzusetzen. Migranten aus Indonesien, fast die Hälfte der Bevölkerung, wurde ein Bleiberecht zugesichert, und in West-Papua tätige Unternehmen sollen Bestandschutz genießen, aber verpflichtet werden, in West-Papua Steuern zu entrichten. An die internationale Gemeinschaft wurde die Forderung gerichtet, die Anerkennung des ‚Act of Free Choice’ zu widerrufen. Doch ausländische Regierungen reagieren darauf ablehnend: Sie versteifen sich darauf, dass Indonesien nur als Einheitsstaat ein Garant für die Stabilität in der Region sein kann.

Während Präsident Wahid seine Bereitschaft zum Dialog zeigte und Mitglieder des Papua-Präsidiums empfing, antwortete das Militär mit einer weiteren Verstärkung seiner Präsenz, besonders im Grenzgebiet zu Papua-Neuguinea und in Timika (Freeport). Auch Kampfpanzer deutscher Produktion wurden dort stationiert. Die Beratende Volksversammlung Indonesiens (MPR) nutzte im August 2000 die aktuellen Entwicklungen in West-Papua, um gegen Präsident Wahid zu agieren. Wahid hatte den Papuas das Recht zugestanden, den Namen Papua zu tragen, während die Beratende Volksversammlung auf dem indonesischen Namen Irian Jaya beharrte. West-Papua wurde zum Austragungsort der politischen Machtkämpfe in Indonesien.

Mit der Absetzung Wahids im August 2001 erlitten die Befürworter eines friedlichen Dialogs zur Lösung des West-Papua-Konflikts eine Niederlage. Die Haltung der neuen Präsidentin Megawati Sukarnoputri ist vom Erbe ihres Vaters geprägt. Sie gilt als Verteidigerin der nationalen Einheit. Zwar wurde während ihrer Amtszeit ein Sonderautonomiegesetz als Angebot für West-Papua entworfen, doch beruht es im Wesentlichen auf dem Gesetz zur Allgemeinen Regionalautonomie, dass unter ihrem Vorgänger Wahid in Kraft trat. Das Gesetz gesteht den Papua u.a. eine höhere Gewinnbeteiligung bei der Ausbeutung ihrer wirtschaftlichen Ressourcen zu und macht ihnen kulturelle Zugeständnisse, wie die Erlaubnis zum Hissen der symbolträchtigen Morgensternflagge. Vor allem soll das Gesetz verhindern, dass das an Bodenschätzen so reiche West-Papua als indonesische Provinz wegbricht. Bei der Mehrheit der Bevölkerung in Papua stößt diese neue Gesetzgebung eher auf Ablehnung. Es ist zu befürchten, dass sich die Menschenrechtslage auch mit mehr Autonomie weiterhin verschlechtert, da keine Mechanismen zur Überwachung zur Verfügung stehen.

Vor allem nach der Ermordung des bekannten Repräsentanten der Papua im November 2001, Theys Eluay, einem der einflussreichsten Führer der Unabhängigkeitsbewegung, stehen die Chancen für eine baldige friedliche Konfliktlösung schlecht. Die Untersuchungen zu diesem Mordfall gehen nur schleppend voran, und vor Ort tätige Nichtregierungsorganisationen berichten wiederholt von Einschüchterungen und Drohungen. Der Mord an Eluay ist nur einer in einer Reihe an politisch motivierten Gewalttaten von beiden Seiten. Auf Ermordungen wie die an vier Kopassusleuten oder auf Geiselnahmen reagierte die Polizei gewöhnlich mit Racheakten, das Militär mit neuen Aktionen. Das Resultat der Militäraktionen in der zweiten Jahreshälfte 2001 in Waisior („Durchkämmen und Vernichten") und in Sarmi waren willkürliche Morde und Verhaftungen, Folter, abgebrannte Häuser und Tausende von Flüchtlingen, die wie in der Vergangenheit auch nach Papua-Neuguinea flohen. West-Papua steht Anfang 2002 vor der Ausrufung des zivilen Ausnahmezustands.

Das Schicksal West-Papuas bleibt eng verknüpft mit der Entwicklung in Indonesien. Entschlossen versucht die Regierung, die Unabhängigkeit West-Papuas zu verhindern und die Einheit Indonesiens zu erhalten, und setzt dabei auf gesetzliche als auch auf militärische Mittel. Eine Stärkung der Machtposition des Militärs und die gewaltsame Unterdrückung der Unabhängigkeitsbestrebungen wird den Konflikt jedoch weiter verschärfen und nicht nur zur Destabilisierung der Provinz West-Papua, sondern der gesamten Region führen. Das indonesische Militär ist längst zum größten Unsicherheitsfaktor im indonesischen Machtgefüge geworden, da es offensichtlich seine eigene Agenda verfolgt.

Mehr noch als der drohende Zerfall des Einheitsstaates sind es die reichen Ressourcen, die Umwelt und Frieden in West-Papua gefährden. Die Transitionsphase seit 1998 ist gekennzeichnet von unkontrolliertem Raubbau, besonders an den Wäldern West-Papuas, von Planungen neuer Großprojekte unter Beteiligung westlicher Unternehmen und Banken. Als Beispiele für die Bedrohung der Umwelt durch die Wirtschaftsförderungr ragen hier der Mamberamo-Damm und die Trans-Irian-Straße heraus. Neuere riesige Gasfunde in der Bentuni-Bucht sind schon vergeben (Tangguh-Gas-Projekt von BP Amoco). Auch wenn Unternehmen und Großindustrie aus der Vergangenheit gelernt haben sollten, jedes Projekt wird Natur vernichten, die Lebensgrundlage der Anwohner zerstören und tief in die Sozialstrukturen eingreifen. Entscheidend für die Zukunft West-Papuas wird sein, ob die Unternehmen sich wie bisher auf die militärische Sicherung ihrer Projekte verlassen werden.

West-Papua ist, nach der fast vollständigen Vernichtung der Regenwälder Sumatras und Kalimantans, das neue Zielgebiet internationaler Holzunternehmen geworden, die, unbeschränkt von staatlicher Kontrolle, seinen Holzreichtum ausbeuten. Während auf der einen Seite Holzschlagkonzessionen nicht verlängert wurden oder ausliefen, nutzen andererseits ausländische Firmen und einheimische Größen Kompetenzmangel und Machtvakuum während der Umstellung auf die Regionalautonomie. Die Autonomie eröffnet neue Gelegenheiten für Korruption und Machtmissbrauch mit schweren Folgen für die Umwelt.

Stand: Februar 2002
home.snafu.de/watchin/Handbuch/West_Papua_Kapitel.html


19-10-2007

NEUES IM HINBLICK AUF UNSERE DESERT PEACE EXPEDITION:
Ein jüdischer Geschäftsmann hat sich angeboten, für unsere im Dezember geplante Wüstenexpedition T-Shirts mit dem Desert Peace Logo zu sponsern.



 

FÜNFZIG KAMELE:
Der israelische Inhaber einer Kamelfarm in der Nähe von Dimona hat seine 50 Kamele für den schwierigsten Teil der Überlebenstour im Dezember zur Verfügung gestellt.



 

ERMUTIGENDER BESUCH:
Einer der Verantwortlichen der Arava Regionalverwaltung hat uns mit seiner Familie hier im Wüstencamp besucht. Seine Frau zeigte großes Interesse an der kommenden 6-tägigen Wüstentour für junge Israelis, Palästinenser und Europäer. Die Familie verlor ihren 23-jährigen Sohn im Sommer 2006 im Libanonkrieg.



 

DIE VON GRANATKUGELN DURCHLÖCHTERTE LASTWAGEN-LADEFLÄCHE:
Es wurde Holz für die Ladefläche eines Lastwagens gekauft, um auf der Ladefläche einen neuen Boden und Bänke aufzubauen, da wir ihn in Kürze durch den israelischen TÜV bringen wollen. Die alte Ladefläche war zuvor von Militärfahrzeugwracks in der Wüste zusammengezimmert worden und von Maschinengewehrkugeln und Raketen durchlöchert. In diesem Zustand würde der Lastwagen niemals zugelassen werden. Die amerikanische Gruppe bei den in der Nähe gelegenen archäologischen Ausgrabungen hat uns einen 12-Personen Bus zur Verfügung gestellt, so dass wir das Holz selbst aus einer Sägerei in Beersheva zu einem Preis von 3.700 Schekel (660 Euro) holen konnten. Dies ist vorerst für die Fertigstellung des ersten Lastwagens, der zweite wird folgen…



 

TOBIAS UND PETER
Zwei junge Männer helfen beim Umbau der Fahrzeuge für die Desert Peace Tour mit: Tobias ist aus Deutschland und Peter aus Holland. Peter verbrachte vor ein paar Tagen einen Tag betend und fastend in der Wüste, um Gott um Wegweisung für seine Zukunft zu bitten. Tobias bleibt vorerst 2 Monate bei uns.



 

SUSANNE, STEPHANIE UND MARIA
Die drei Mädchen, Susanne, Stephanie und Maria aus Dänemark arbeiten hart mit dem Anstreichen, Hämmern und Schrauben an den alten Fahrzeugen, die, - so hoffen wir – als ‚Oldtimers’ (Veteran-Fahrzeuge) registrieren können, was im Hinblick auf Versicherung von finanziellem Vorteil wäre…



 

‚SONNENENERGIE-EXPERTE’
Axel Morbach aus Nürnberg hat das Pilgercamp in Israel immer wieder besucht und war uns bei diesen Gelegenheiten immer eine große Hilfe, besonders im Hinblick auf eine alternative Stromversorgung. Jetzt ist er seit über 6 Monaten im Camp, um die Konstruktionen zur Erzeugung von Solarenergie fertig zu stellen, die er in Zusammenarbeit mit Benjamin erarbeitet hat. Um darüber hinaus noch drehbare Mechanismen einsetzen zu können, die bewirken, dass die drei großen Kollektoren ‚der Sonne folgen’, bleibt Axel noch bis Ende dieses Jahres. Axel ist unser ‚Sonnenergie-Mann’, welches für diese öden Wüstenstrecken von großer Bedeutung gewesen ist und weiterhin sein wird, da keine Stromleitung bis ins Camp hineinreicht…



12-10-2007

DSCHUNGEL-GOLD

Nachfolgend ein Zeugnis über die Hilfe, die wir von ganz unerwarteter Seite erfahren haben:

Seit einem Jahr stehen wir mit zwei holländischen Missionarinnen, Iris und Janny, in Kontakt, die seit über 20 Jahren unter den Ureinwohnern in Papua Neuguinea gelebt und dort das Evangelium verkündet haben. Von den etwa 700 verschiedenen Stämmen kamen 36 Repräsentanten aus den abseits gelegenen Dschungelgebieten Papua-Neuguineas im September ds. Jahres zum Laubhüttenfest nach Jerusalem.




Ferdinanda, eine Mutter der Papuas, erzählt von der Verfolgung der hiesigen Stämme durch die indonesische Regierung
 

Die dunkelhäutigen, kraushaarigen Papuas hatten in ihrer Bibel entdeckt, dass ihr eigenes Land gesegnet werden würde, wenn sie Israel segnen (1.Mose 12:3). Sie brachten ein Kilo reines Gold mit, das sie in Flussbetten gesammelt hatten. „Dies möchten sie Israel als eine Segensgabe überreichen", erzählten Janny und Iris. Während eines kurzen Gottesdienstes bei uns unter dem Wüstenzelt, stand eine ältere Papuanerin auf und erzählte mit Tränen in den Augen, wie sie sich an die indonesisch regierte Provinzverwaltung gewandt hatte, um sie um Barmherzigkeit anzuflehen, dass doch das Morden ein Ende haben sollte. „Doch sie wollten nicht auf mich hören", berichtete die barfüßige Frau weinend. „Nun sind wir nach Israel gekommen, um den Gott Israels um Gnade anzuflehen für unser Land."

Eine junge einheimische Missionarin erzählte, wie sie trotz ihrer Kinderlähmung das Evangelium zu den vergessenen Stämmen gebracht habe und drei ältere Witwen bezeugten, dass sie Tag und Nacht für ihr Volk in der Fürbitte einstehen würden. Etliche Pastoren, alle einfache, ungelehrte, aber geisterfüllte Männer berichteten, wie eine einheimische Ärztin und eine Sozialarbeiterin als Pioniere die evangelische Arbeit in ihrem Land begonnen und trotz Drohungen und Verfolgungen von Seiten der islamischen Regierung weiter fortgesetzt hätten.




Johny Noer wird von den Stammesleuten aus Papua mit einer Krone aus Paradiesvogelfedern geschmückt
 

Bevor die kleine Gruppe singender Papuas uns verließ, um ihre Reise nach Jerusalem fortzusetzen, gaben sie mir einen federgeschmückte Krone und ein paar weiße Briefumschläge. „Dies ist eine Gabe, die wir für Euch in den Dörfern Papuas eingesammelt haben", sagten sie.

Als wir nach ihrer Weiterreise die Umschläge öffneten, waren wir tief bewegt. Gott hatte unsere Gebete erhört. Die Umschläge enthielten 11.000 Dollar; mit dieser Gabe können wir im Dezember unsere nächste Wüstenexpedition mit jungen Israelis und Palästinensern durchführen.




Die Papuas zeigen das für den Tempel bestimmte Gold

ISRAEL HEUTE BERICHTET:

Gold aus Papua für den Tempel
Teilnehmer des Laubhüttenfestes des International Christian Zionist Center (ICZC) aus West-Papua überraschten das Jerusalemer Tempel Institut mit einem Geschenk für den Bau des dritten Tempels. Am letzten Zwischenfeiertag des Festes stattete diese Delegation dem Tempel-Institut im jüdischen Viertel von Jerusalems Altstadt einen Besuch ab und überreichte ein Kilo Gold, das in ihrem Land in Südostasien aus der Erde zu Tage gefördert wurde, sowie eine große Geldspende, berichtete Arutz7. Die Leiter der Delegation erklärten, dass sie entsprechend Sacharja 6,16, wo geschrieben steht, dass die Nationen für den Tempel spenden werden, ihren Teil zum Bau des Tempels in Jerusalem beitragen wollten. Ihr Gold soll zur Herstellung von weiteren Tempelgeräten genutzt werden. Das Tempel-Institut hat bereits zahlreiche Gefäße und Geräte für den Tempel hergestellt, unter anderem auch die Menora – den siebenarmigen Leuchter, der im Kardo hinter Glas ausgestellt ist.


15-06-2007

RUNDBRIEF AUS DEM WÜSTENCAMP

Liebe Freunde,

30 Jahre sind seit Beginn unserer Abreise aus Dänemark vergangen. Geografisch gesehen, haben wir, glaube ich, unseren Bestimmungsort erreicht. Geistlich gesehen liegt noch eine lange Strecke vor uns…

Nachdem wir von den israelischen Behörden vor einem halben Jahr hinsichtlich des Landkaufs bzw. der Bodenpachtung eine Absage erhalten haben, betrachten wir den Ort, an dem wir uns seit 5 Jahren aufhalten, als das Gebiet, das uns der Herr zur Verfügung gestellt hat. Hierbei handelt es sich um einen Hektar Wüstenland, im Aravatal, in der Wüste Zin, gegenüber der in Edom (Jordanien) liegenden Stadt Bozra (siehe Jesaja 63:1-6). Hier ein kurzer Bericht über unsere aktuelle Situation:

*


 

1.WASSER UND STROM: Wir sehen uns vom Herrn dazu geführt, unsere einmalige Position, die wir über einen Zeitraum von 5 Jahren einnehmen konnten, zu befestigen, statt den Behörden weitere (nicht willkommene) Anträge vorzulegen. „Darum, Brüder," schreibt der Apostel Petrus, „befleißigt euch um so mehr, eure Berufung und Erwählung fest zu machen!" (2.Petrus 1:10).

Durch Gottes Gnade und guter nachbarschaftlicher Hilfe haben wir eine Wasserleitung ins Camp gelegt (welches in dieser trockenen Gegend ein Wunder ist). Wir sind nun dabei, unser Solarsystem auszubauen, sodass wir zusätzlich zu den drei großen Solarpanelen weitere Solarzellen und Batterien hinzufügen, um dadurch den Gebrauch von Licht und Haushaltsgeräten sicherzustellen. Gleichzeitig haben wir in unmittelbarer Nähe des Camps die Möglichkeit, in einem Schuppen einen Gefrier- und Kühlschrank aufzustellen. Unser Generator liefert den notwendigen Strom für die Werkstatt. Voraussichtlich können wir irgendwann auch einen Stromkabel ins Camp verlegen.



 

2. BEPFLANZUNG UND BESUCH: Unser Platz ist nun mit über 6 Meter hohen Bäumen bepflanzt, sodass das ‚Dänencamp’ als kleine Wüstenoase den Besucher willkommen heißt. Eine Fernsehsendung (aufgenommen vom Lokalfernsehen) hat in den umliegenden Kibbutzim und Moschavim unsere Anwesenheit zu einem positiven Gesprächsthema werden lassen. Etliche kommen auf einen ‚Sabbatsbesuch’, um sich ‚die neue Siedlung’ näher anzuschauen. Der 52-minütige Fernsehdokumentarfilm des Filmemachers Noam Shalev über unsere lange Reise nach Jerusalem war über National Geographic 30 Mal hier in Israel zu sehen. Die Leute kommen von weit her um sich diese Ausgabe ‚der kleinen Farm’ (amerikanische TV-Serie) hier in der Wüste anzusehen.



 

3. DIE WAGENBURG WIRD RENOVIERT: Unsere veralteten Wohnwagen, die eine 25-jährige Reise hinter sich haben, werden renoviert. Der heruntergekommene ‚Enderslevswagen’ und der baufällige ‚Brüderwagen’ stehen nun ‚nagelneu’ als neue Wohnstätte bereit. Eine Freude fürs Auge! Aufgrund der wachsenden Besucherzahlen von Freunden aus Europa, USA und Israel ist als nächstes die Renovierung und der Umbau der alten ‚Pilgrim-Convoy Schule’, des Küchenwagens und ein Neubau sanitärer Anlagen (Dusche, Toilette) geplant. Dadurch können wir dann unsere Gäste besser aufnehmen und bewirten. Vor einiger Zeit hatten für eine 24-köpfige Familie für zwei Tage zu Besuch (Übernachtung und Verpflegung). Den Umständen entsprechend verlief alles ‚schmerzfrei’. Johny und Gisèle renovieren ihren Wohnwagen, der bislang noch mit Stockbetten für 6 Kinder ausgestattet war. Diese sind nun alle aus dem Nest geflogen, und so kann der Raum in einen Salon umgebaut werden. Das alte Badezimmer und Elternschlafzimmer werden überholt. Gisèle freut sich; sie hat lange darauf gewartet…



 

4. FAMILIE UND MITARBEITER: Unser Sohn Nathanael und seine Frau Meline mit ihrer kleinen Tochter haben sich im Camp niedergelassen, um bei der täglichen Arbeit mitzuhelfen. Benjamin und Lee sind fest ansässige ‚Wüstenratten’. Søren von Westjütland und Axel aus Deutschland sind halbjährig hier und sind eine große Hilfe. Daniel leitet eine kleine Jugendgruppe in Iddan (ein 5 km entfernt liegender Moschav), musste jedoch nun aufgrund von Visa Problemen und anderer Umstände für einige Monate das Land verlassen. Ephraim übernimmt seine Aufgabe in seiner Abwesenheit; er muss sich nun durch die heißen Sommermonate hindurchkämpfen (50 Grad Celsius). Maria hält sich in den unerträglich heißen Monaten in kühleren Gefilden auf, von wo aus sie unsere Webseite bedient. (Im Juni, Juli und August werden u.a. wöchentliche - statt tägliche - Nachrichten aus Israel versendet.)



 

5. ‚DESERT PEACE’ – PROJEKT UND MUSICAL: Desert Peace hat bisher vier Expeditionen mit israelischen und palästinensischen jungen Leuten aus schwierigen Verhältnissen durchgeführt. Die beiden letzten als 6-tägige Überlebenstouren auf dem in der Nähe gelegenen Karawanenweg.

Die Mitarbeiter erleben, dass die offene, ethnische Feindschaft zwischen den Gruppen während der anstrengenden Wüstentour wie weggefegt wird. „In the blazing sun, all are one," heißt der englische Slogan (In der sengenden Sonne sind alle eins). Das Projekt soll durch die Errichtung eines Beduinenzeltlagers ausgebaut und erweitert werden, damit es den Jugendlichen für einen längeren Zeitraum als Oasenheim zur Verfügung gestellt werden kann. Die ersten beiden 100 Quadratmeter großen Zelte sind bereits in Gebrauch. Weiterhin soll die gute Zusammenarbeit mit den israelischen Organisationen intensiviert werden. Nach der letzten Überlebenstour mit 65 Jugendlichen wurden Benjamin und Lee nach Jerusalem eingeladen. Als Dankeschön bekamen sie ein dekoratives Geschenk mit den Worten überreicht: „Ihr könnt von uns so viele junge Leute haben, wie ihr wollt!" Dem ‚Massada Musical’, dessen Text ich vor einigen Jahren geschrieben habe, wurde von kompetenter Seite ein gewisses Interesse entgegengebracht. Neue Türen öffnen sich. Eine in dänischer Sprache verfasste Romantrilogie ‚Die Kontrollmarke des Menschen’ wird voraussichtlich im Herbst erscheinen.



 

6. FINANZEN UND ZUKUNFT: Die bisher durch die Renovierung und Bepflanzung unserer Wüstenoase angefallenen Kosten konnten durch einige großzügige Spenden sowie dem soliden Einsatz der ‚Noer-Jungs’ gedeckt werden, die durch einen harten Arbeitseinsatz in Dänemark das dafür verdiente Geld im Camp investierten. Jetzt stehen wir neuen Herausforderungen gegenüber, denen wir jedoch getrost entgegensehen…



16-11-2006

Daniel, Kevin und Naphtali waren im August mit dem Fahrrad von Dänemark nach Israel unterwegs… die drei Fahrräder werden nun für Ausflüge in die nähere Umgebung gebraucht


Eines der gewöhnlichen Schnappschüsse unseres Wüstencamps


Die Bäume im Camp wachsen hervorragend


Amelie – Nathanaels und Melines bald 1-jähriges, fröhliches Mädchen


Mutter und Kind fühlen sich wohl im heißen Klima


Eine kleine Oase wächst in der Wüste heran


Gisèles ‚Wüstengarten’ ist üppig


Naphtali stellt in der ‚open-air’ Werkstatt Holzschnitzarbeiten her


Die drei von einem Freund in Deutschland hergestellten Sonnenpaneele


Nur wenig Abwasser reicht aus um die Wüste zum Blühen zu bringen


11-11-2006

Zwei ehemalige Missionarinnen vom indonesischen Teil von Papua besuchen unser Camp zusammen mit Bekannten aus Holland. Die zwei älteren Damen haben sich nun in Jerusalem niedergelassen


Erik und Ingelise Hjalk aus Aalborg, die unsere Arbeit hier unterstützen, besuchen das Camp. Der eine junge Mann, Kim, hat sich im Jordan taufen lassen, und der andere, ihr Sohn Jarild, blieb einige Tage bei uns


Israels ältester Baum; man schätzt sein Alter auf 2300 Jahre, steht nur wenige hundert Meter von unserem Wüstencamp entfernt


‚Der alte John’ aus den USA, der einmal die Woche zu uns ins Camp kommt, um sich über die biblischen Wahrheiten auszutauschen. Johns Vorfahren stammen aus Deutschland; er ist 82 Jahre alt


200 Meter von unserem Pilgerlager liegt Ofers Krokodilfarm mit 2000 Krokodilen (große und kleine)


Ein Blick von ‚der anderen Bergseite’, die vor unserem Wüstencamp liegt


Zwei unserer treuen Wachhunde


Benjamin hat ein Segeltuch über seinen Wagen gespannt.Während der heißen Zeit des Tages ist es dadurch innen ein paar Grad „kühler"


Besucher machen sich mit Kleinjobs nützlich. Samuel aus Kopenhagen gießt den Garten


30.10.2006

TAUFE IN DER WÜSTE

Josef Clausen aus Herning und Ephraim Noer ließen sich im Swimmingpool unseres Camps taufen (24-10-2006). Hier zeigen wir ein paar Bilder vom Festtag.


1. Der ‚alte John’ aus den USA bereitet ein Bibelwort vor


2. Ephraim bezeugt seinen Glauben


3. Josef legt sein Zeugnis ab


4. Ephraim im ‚Taufbassin’


5. ...wird durch ‚volles Untertauchen’ getauft


6. Josef bei der Taufe


7….wird durch ‚volles Untertauchen’ getauft


8 . ...’auferstanden zu einem neuen Leben’!


24.10.2006

Søren Nielsen, unser treuer Mitarbeiter, hat uns fleißig bei unserer Arbeit geholfen.


Gisèle und Daniel besprechen den Umbau des einen Wohnanhängers.


Meline und Amelie besucht ihren im Bau befindlichen Wohnwagen.


Ephraim genießt seinen freien Tag am Strand von Eilat.


Nathanael und Meline freuen sich, dass sie sich bald fest im Camp wohnen können.


28.09.2006
 

Das Pilgercamp erhält oft Besuch von Schulklassen, die einen Ausflug hierher machen. Hier wird ihnen über das Leben in der Wüste berichtet.
 

 

Die Kinder erhalten Informationen über die Lebensauffassung, die unseren Alltag prägt. Sie stellen viele Fragen.
 

 

Die Sicherheitssituation erfordert, dass die Kinder immer von einem bewaffneten Leibwächter begleitet werden.
 

 

Bei der Wüstenhitze schwärmen die Schulkinder um unseren Neuerrichteten Swimmingpool.
 

 

Die Kinder können kaum glauben, dass es in der Wüste blühende Gärten und Rasenflächen gibt.
 

 

Wir wollten ein Mädchen aus einer messianischen Familie, die wir kennen, photographieren, doch gleich kamen sieben andere Photomodels mit aufs.
 


 

25.09.2006

Kamele besuchen oft unser Camp. Nachts werden sie von den Hunden auf Abstand gehalten, doch einem Kamel ist es trotzdem gelungen, ins Camp einzudringen und uns die Blätter von den Bäumen zu fressen.

 

Hier ist eine kleine Herde (die manchmal bis zu 100 Kamelen betragen kann) auf dem Rückzug.

 

Nathanael und Meline Noer haben sich entschlossen, sich mit ihrem kleinen Sonnenschein, Amelie, in der Wüste niederzulassen. Sie setzen nun ihren Wohnwagen instand; danach kehren sie nach DK zurück, um etwas Geld für ihren weiteren Aufenthalt und Dienst hier zu verdienen.
 

 

Der alte 'Enderslev'-Wagen von 1977 wird hier zwecks Renovierung zur 'Wüstenwerkstatt' gefahren.
 

 

Der Wagen steht vor der Werkstatt, von wo die nötigen Werkzeuge geholt werden können. Darüber ist ein Schattennetz gespannt.


Die erste Aktion besteht im Abriss. Nathanaels Brüder und Freunde helfen ihm dabei.

 

Danach werden u.a. die unbrauchbaren Bretter entfernt. Wände und Fußboden müssen erneuert, neue Fenster eingesetzt und darüber hinaus das Glasfiber ausgebessert werden.
 

 

Das Wüstencamp hat von einem israelischen Freund einen herrlichen Swimmingpool geschenkt bekommen, der in der heißen Zeit, in der das Thermometer auf 50 Grad steigt, fleißig benutzt wird. Auf dem Bild ist Gisèle mit ihrer kleinen Enkeltochter zu sehen. Sie ist Nr. 15 der Enkelkinder, die der Herr uns geschenkt hat.

 

Die Übernachtungsstätte unserer jungen Männer, wenn die Hitze in den Holzwägen unerträglich wird.