DIE BLUTIGE NOTIZ
© Johny Noer - www.noer.info


Kapitel 39

Während die königliche Wachparade auf Amalienborg auf und ab marschierte und die Morgensonne wie ein Hahnenschrei über dem Kanal und dem Thorvaldsen Museum aufging, fand in dem riesigen, grauen Regierungsgebäude, Christiansborg, ein verbittertes Gespräch statt. Es ging dabei um den Artikel über John Williams und den Terrorangriff auf die Hauptstadt.

„Dieser Jørgen Olesen von Politiken scheint ein guter Freund der christlichen Fundamentalisten zu sein", äußerte ein Regierungsmitglied in einem Gespräch, das er mit einem Kollegen bei einem Spaziergang entlang eines mit Teppich ausgestatteten Korridors führte. „Sein Artikel erweckt den Eindruck einer einzigen, großen Verteidigungsrede für das in Haft genommene, mutmaßliche Terroristenehepaar. Ich lese hier, dass John Williams sich von der muslimischen Auffassung, ‚ein Märtyrer erhalte einen Platz im Paradies" vollständig distanziert. Er behauptet, dass dem Neuen Testament zufolge", … der dunkelgekleidete Herr blieb mitten auf dem Flur stehen und las laut aus der Zeitung vor: ‚kein Ungerechter das Reich Gottes erben wird’. ‚Irrt euch nicht’, las er in hohem, leicht spottenden Ton weiter: ‚Weder Unzüchtige, noch Götzendiener, noch Ehebrecher, noch Wollüstige, noch Knabenschänder, noch Diebe, noch Habsüchtige, noch Trunkenbolde, noch Lästerer, noch Räuber werden das Reich Gottes erben."

„… Na ja, dann hat wohl kaum jemand von uns eine Chance", endete er mit einem höhnischen Lächeln und faltete die Zeitung zusammen. Dabei fügte er hinzu: „John Williams behauptet, dass Mörder und Terroristen in diese Kategorien fallen, und erklärt, dass kein wahrer Christ glauben kann, dass ein Terrorangriff auf Kopenhagen ihm Zutritt zum Himmel verschaffen könnte…"

„Was verschafft einem dann den Zutritt?" bemerkte der eine der beiden Männer beiläufig…

Der Mann mit der Zeitung schlug die erste Innenseite auf und las weiterhin in einem scherzhaften Tonfall daraus vor: „In der ersten christlichen Gemeinde gab es zweifellos sowohl Mörder als auch Homosexuelle und Ehebrecher." Er hielt inne und wandte sich an seinen Zuhörer: „Diese Worte stammen von John Williams. Er begründet sie mit dem folgenden Zitat aus dem Neuen Testament: ‚So wart

auch ihr einmal’, doch ihr wurdet rein gewaschen, geheiligt und gerecht gemacht durch den Namen des Herrn Jesus Christus und durch den Geist Gottes…"

John Williams unterstreicht hier", fuhr der dunkelgekleidete Herr dozierend fort, „so waren einige von euch vormals! Das soll heißen", predigte der Politiker weiter, „dass es Leute wie uns gegeben hat: Ehebrecher und Alkoholiker, und was das Schlimmste ist, die hat es in der ersten Gemeinde gegeben. Doch ein solches Leben gehörte danach zur Vergangenheit: So waren einige von euch vorher!" Diese Mörder, Homosexuelle und Spötter ‚wurden rein gewaschen’ und so zu den ‚Heiligen’ gezählt. Dies geschah durch ihren Glauben an Jesus…"

Die beiden Männer standen still. Der Mann, der aus der Zeitung vorgelesen hatte, starrte seinen Ministerkollegen verblüfft an. Ihm war nicht entgangen, dass er sich von seinen eigenen Erklärungen hatte mitreißen lassen. Es war, als ob der Kommentar dieses Bibelabschnitts, den er aus der Zeitung zitiert hatte, nicht von ihm selbst kam.

„Sie hätten Pastor werden sollen", äußerte sein Zuhörer lächelnd. „Sie haben ja aus diesem Zeitungsartikel eine ganze Predigt gemacht!"

„Ja, das können Sie wohl sagen", flüsterte der dunkelgekleidete Minister. „Das war jedoch gar nicht meine Absicht. Ich wollte nur klarstellen, dass die Zeitung für John Williams Partei ergreift. Dieses Interview", - wütend faltete er die Zeitung wieder zusammen – „zeigt ganz klar auf, dass man die Verhafteten aufgrund ihres Glaubens nicht weiter festgehalten kann! Wir können sie hundert Mal ‚Fundamentalisten’ nennen, doch der Terror ist nicht ihre Methode. Es ist unmöglich, sie als ‚religiöse Terroristen’ einzustufen…"

*

 

Ausgezeichnet!" rief Professor Fruchtenbaum aus, als Jan und Jack die verschlissene, braune Aktenmappe auf den Tisch stellten. „Hervorragend", fuhr er begeistert fort, als er die beiden Plastikhüllen herausnahm. Die eine mit dem Original der blutigen Notiz des verstorbenen EU-Präsidenten: GEBEN SIE ACHT AUF DIE WÜSTENBEWOHNER! HELFEN SIE IHNEN! UNTERSTÜTZEN SIE SIE!" Und die Fälschung: NEHMEN SIE SICH IN ACHT VOR DEN WÜSTENBEWOHNERN! BEKÄMPFEN SIE SIE! ROTTEN SIE SIE AUS!"

Der Professor wandte sich mit ernster Miene an die beiden jungen Männer. Er betrachtete sie lang und eingehend, auf eine Weise, die die beiden in Unruhe versetzte. „Diese beiden Papierstücke enthalten in kürzester Form ‚die Lehre der endzeitlichen Dinge’, erklärte er, und legte seine Hand auf die beiden Plastikhüllen. Die Polizeinummer auf der einen schien phosphorgelb durch seine Finger. „Sie berichten uns in biblischer Kurzform, wie der endzeitliche Kampf ausgefochten wird…"

Jan und Jack nahmen sich jeder einen Stuhl und setzten sich. Sie kannten ihren alten Lehrer und wussten, dass nun eine gute Stunde Unterricht angesagt war. Der Professor hatte etwas Wichtiges auf dem Herzen und die Art, wie er sie prüfend anschaute, ließ darauf deuten, dass sie ausgesandt würden, um irgendeinen Auftrag zu erfüllen…

Prof. Fruchtenbaum lächelte, als sich die beiden setzten. „Ihr sollt es euch jedoch nicht zu bequem machen", teilte er ihnen mit, „denn die Belehrung, die euch heute zuteil wird, kann nicht auf einem Stuhl sitzend empfangen werden. Zuerst müsst ihr mit mir zur St. Vitus Kathedrale nach Prag kommen, und danach sollt ihr zum äußersten Norden Europas reisen! Erst dann, wenn ihr zurückkommt, werdet ihr etwas von dem begriffen haben, was ich euch heute als Einleitung mit auf den Weg geben möchte…"

Jan und Jack sahen sich überrascht an…

„Auf eine Reise bis ans äußerste Ende Europas?"

„Ja, ihr werdet euch auf eine lange und gefährliche Reise begeben. Doch möchte ich darauf hinweisen, dass diese beiden Seiten Papier euer einziges Lehrbuch und euer Guide sein werden! Hier wurden zwei Botschaften niedergeschrieben, die mit Blut besiegelt wurden. Die eine kommt vom Himmel und die andere aus der Hölle! Die eine ist von Gott und unserem auferstandenen Herrn Jesus Christus eingegeben, die andere vom Teufel, von Satan, der alten Schlange, die euer Erzfeind und größter Gegner ist…"

Prof. Fruchtenbaum nahm die beiden blutgetränkten Zettel in die Hand und sagte bedeutungsvoll: „Nach diesen beiden ‚blutigen Notizen’, der echten und der falschen, wird in der kommenden Zeit überall auf der Welt geforscht werden! Es wird schwierig sein, sie an einem Ort verborgen zu halten; sie sollten immer an verschiedenen Stelle aufbewahrt und geheim gehalten werden. Sie dürfen sich niemals länger als 24 Stunden unter demselben Dach befinden! Sollte dies der Fall sein, wird man sie aufspüren und entwenden! Die Fahndung nach diesen beiden Papieren wird so lange andauern, bis John und Virginia dem Obersten Kopenhagener Landgericht übergeben werden. Zu diesem Zeitpunkt müssen diese ‚roten Notizen’ nämlich in Kopenhagen sein, damit sie dem Richter als letztes Beweismaterial für die Unschuld der Wüstenbewohner vorgelegt werden kann…"

„Wie können diese Papierzettel während dieses langen Zeitraums von einem Ort zum anderen gebracht werden?" fragten Jan und Jack. Die Art und Weise ihrer Frage ließ erkennen, dass sie Unrat witterten; sie wussten, was sie erwartete; sie sollten diese ‚blutroten’ Notizblätter in Umlauf halten…"

„Richtig erraten!" rief der Professor aus, als er sah, wie die beiden Blicke austauschten. „Ihr beiden sollt dafür sorgen, dass diese hier", er hob die zwei Plastikhüllen hoch, „immer unterwegs sind! Ihr dürft euch in eurem ‚Lauf’ nicht aufhalten lassen und nicht ruhen, bis ihr die Notizen dem Richter am Tag der Gerichtsverhandlung in Kopenhagen übergeben habt …"

„… und das Wüstenvolk? Wo ist es?" fragten Jack und Jack.

„Das werde ich euch in der St. Vitus Kathedrale erzählen." Damit standen alle drei auf, um sich, mit Adolf Engels Aktenmappe in der Hand, auf den Weg zum Zentrum von Prag zu begeben.

*

Im Mondschein ging Bauer Nielsson um das Kopenhagener Polizeipräsidium spazieren. Es war, als ob der glänzende, gelbliche Schimmer am Himmel über dem Innenhof ausgegossen worden war. Der Architekt Kampmann hatte ihn Anfang des 20. Jahrhunderts im vollendeten klassischen Stil entworfen. Die paarweise im Rundkreis stehenden Stützpfeiler warfen ihre Schatten auf den großen offenen Platz in der Mitte. Bauer Nielsson hob den Kopf, als ob er irgendetwas hörte. Waren dort Schreie aus einer unwirklichen, vergessenen Welt zu hören, aus einer Zeit, in der sich das ganze Land im finsteren Besatzungszustand befand, und in der die Opfer der Untergrundbewegungen hinter diesen grauen Mauern verhört und gefoltert wurden? Ganz nach seiner Gewohnheit hatte Bauer Nielsson ein Exemplar des neuen Grundgesetzentwurfs unter seinen Arm geklemmt, obwohl er selten daraus las, denn die meisten Paragraphen kannte er auswendig. Es war schwer zu sagen, ob der Mann im innigen Gebet versunken war, oder ob er wie ein Verrückter umherging und Grundgesetzparagraphen zitierte. Er sprach laut, denn er war allein; in einiger Entfernung stand ein Wächter mit seinem schwarzen Hund und beobachtete ihn. Jedes Mal, wenn Nielsson sich bei seinem Rundgang um das Polizeipräsidium dem Wachthabenden näherte, knurrte das schwarze Biest ihn an und zog heftig an seiner Kette. Mit schaumigem Maul und blutunterlaufenen Augen folgte es Bauer Nielssons einsame Gestalt. Seine dreieckig getrimmten Teufelsohren standen spitz ab, als er ihn aus dem Grundgesetz zitieren hörte. Es war, als ob das Ungeheuer den Worten mehr Achtung schenkte als dem Bauern selbst.

Bei einem seiner Runden hielt Bauer Nielsson direkt vor dem überraschten Wachposten an, der mit aller Kraft versuchte, das rasende Untier zurückzuhalten. Er sprach nicht mit dem Wächter, sondern wandte sich dem Hund zu. „Die Mitgliedstaaten übertragen ihre Kompetenz der Weltunion, damit das gemeinsame Ziel erreicht werden kann", zitierte er. Während das Tier wie wild bellte, fügte er hinzu: „Artikel 1, Absatz 1, also ersten Worte des neuen Grundgesetzes…"

Der Wachposten versuchte den nächtlichen Gast zu vertreiben, denn das schwarze Wildtier war kaum noch zu bändigen.

„Gehen Sie weg von hier!" rief er. „Was machen Sie bloß hier zu dieser Nachtstunde? Machen Sie, dass Sie wegkommen, oder ich setze den Hund auf Sie an."

„Ich lese nur laut aus dem neuen Grundgesetz vor!"

„Ja, aber können Sie das denn nicht woanders machen? Sie sehen doch, dass der Hund Sie nicht ausstehen kann!"

„Weil er ein Teufelsköter ist!"

„Was sagen Sie da? Wollen Sie meinen Hund beleidigen?"

„Der hat ‚Space’-Ohren… wie Teufelsungeheuer aus dem Weltraum!"

„Ja, und er hat scharfe Zähne wie der Böse in eigener Person, er wird diese bald in Ihr dickes Hinterteil eingraben!"

„Er mag es nur nicht, dass ich über ‚Kompetenzen’ spreche. Bauer Nielsson schlug triumphierend das Grundgesetz auf. „Er hasst es, entlarvt zu werden. Doch das ändert nichts an der Sache. Das Polizeipräsidium in Kopenhagen hat seine Kompetenz der Union vermacht. Die Polizei dort drinnen hat nun nichts mehr zu melden. Die Union bestimmt alles!"

Bei diesen Worten wurde der schwarze Kampfhund wild. Es war, als ob er nun ganz durchdrehe. Er riss mit einer solchen Wut an seiner Kette, dass Bauer Nielsson es vorzog, sich vorsichtig zurückzuziehen.

„Salle bête!" rief er auf Französisch und verschwand im Mondschein, der nun aus einem bundlosen Brunnen herauszuströmen schien…

*

Maria hatte Maurice mitgenommen, um ihm ‚die Wunderwand’ zu zeigen. Genauer gesagt eine Höhle in den Rhonealpen im französischen Ardèchetal. „Du sollst dir einige 30.000 Jahre alte Wandmalereien ansehen. Dann wirst du mir Recht geben, wenn ich den mir angebotenen Job annehme, damit christliche Schulen in Kopenhagen mit neuem Anschauungsmaterial versorgt werden können."

Maurice schüttelte den Kopf. „ Du wirst mich niemals davon überzeugen können, dass diese Höhlenmalereien vor 30.000 Jahren entstanden sind; zu diesem Zeitpunkt gab es nämlich niemanden, der sie hätte anfertigen können!"

Die beiden krochen in einen langen, feuchten Tunnel. Von dort aus ließen sie sich in einen Schacht abseilen, der in einen größeren, unterirdischen Raum führte. Maurice blieb fast die Luft weg, als er im Fackelschein die Zeichnungen dieser prähistorischen Kathedrale in Augenschein nahm. Überall waren Löwen, Mammuts und Bären zu sehen. Zwei Nashörner kämpften miteinander. Ein Bison wurde von ein paar Löwen angegriffen. Eine Hyäne und ein Leopard standen in den farbigen Eiszeitwänden eingraviert.

„Sie wurden vor 30.000 Jahren gemalt!" flüsterte Maria bewegt in der Dunkelheit.

„Ja!" flüsterte Maurice zurück, „wenn diese Urzeitjäger so wunderbar zeichnen konnten, haben sie wohl auch miteinander reden können. Sie haben sich doch nicht nur durch gemalte Felsenbilder miteinander unterhalten können, oder?"

„Selbstverständlich haben diese hoch entwickelten Künstler miteinander gesprochen", flüsterte Maria andachtsvoll.

„"Das heißt, dass in dieser eingeschlossenen Bergkammer bereits Stimmen zu hören gewesen sind?"

„Ja", antwortete Maria mit respektvollem Erstaunen, „vor uns hat es Menschen gegeben, deren Stimme in dieser Höhle erklungen ist!"

„In welcher Sprache?" Maurice senkte die Fackel, um Marias Gesicht in der Finsternis sehen zu können. „Wenn nun einer dieser Urzeitjäger einem so hübschen Gesicht wie dem Deinen gesagt hätte: ‚Ich liebe dich!’ in welcher Sprache hätte er das getan?"

„Keine Ahnung!" antwortete Maria lächelnd. „Es gibt ja so viele Möglichkeiten, um der Liebe Ausdruck zu verleihen." Sie legte ihre Arme um seinen Hals und küsste ihn…

„Um diese Sprache zu lernen, braucht es keine 30.000 Jahre", murmelte Maurice bewegt. „Was willst du damit sagen?" fragte Maria.

„Ich meine, dass du es dir noch einmal überlegen solltest, bevor du eine Arbeit annehmen willst, die sich zum Ziel gesetzt hat, den Unterrichtsstoff der christlichen Schulen in Kopenhagen in Bezug auf Gottes Schöpfungsordnung ändern zu wollen!"

„Warum denn?"

„Weil vor 30.000 Jahren kein einziger Laut in diesen Höhlen zu hören gewesen ist. Zu dem Zeitpunkt gab es noch keinen Menschen hier… weder um zu reden noch um zu malen!"

„Was für einen Beweis gibt es dafür, wenn ich fragen darf?" Maria zog sich von Maurice zurück. Ihr Tonfall war finster, wie der Raum um sie herum.

„Experten sagen, dass in der Welt von heute 4 Generationen von Sprachen existieren. Es gibt zahlreiche Verzweigungen und Dialekte, aber nur vier Sprachstämme. Eine Sprache zu entwickeln dauert zwischen 1000 und 3000 Jahre. Die amerikanischen Indianer benötigten 3000 Jahre um 200 Dialekte zu entwickeln. Jesus gebraucht oft einen bestimmten Ausdruck, wenn er über die Vergangenheit spricht. Er sagt: ‚In den Tagen Noahs’. Das heißt, er deutete auf eine Zeit vor gut 4000 Jahren hin. Das Jahrmaß, das nötig ist, um die Sprachen und Dialekte zu entfalten, die nun auf der Erde präsent sind, ist genau eine solche Periode. Es kann niemals die Rede von einer zehnmal so großen Anzahl Jahre sein. Deine 30.000 Jahre kannst du vergessen. Vor dreißig Mal ein tausend Jahren gab es niemanden in diesen Höhlen, der gesagt hat: ‚Ich liebe dich’."

„Ich glaube nicht an diese Predigt, Maurice", antwortete sie von der Mitte der Höhle aus. „Ich nehme den Job an, den Adolf Engels mir in Kopenhagen angeboten hat…"

„Pass auf, wo du hintrittst", erklang Maurices Stimme. „Es ist hier finster, feucht und glatt. Du kannst leicht fallen und dir wehtun!"

„Ich komme schon alleine zu recht", war Marias Stimme aus der Dunkelheit zu hören. Danach ein gellender Schrei und gleich darauf totenstille.

„Maria! Maria!" Maurice rief und leuchtete suchend mit seiner Fackel. „Maria! Maria!"

Doch es kam keine Antwort. Die Löwen, Panther und Bären jagten im Fackelschein über die Felswände.

„Maria! Maria!" Der Ruf hallte in der Höhle wider, die finster und still wie ein Grab war…